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Liebe Leserin, lieber Leser,

Demokratie lebt nicht davon, dass wir alles an ihr gut finden. Sie lebt vielmehr davon, dass wir uns in ihr wiederfinden. Politische Bildung setzt genau hier an: Sie befähigt Menschen, selbstständig zu urteilen und aktiv an demokratischen Prozessen teilzunehmen. Umso besorgniserregender ist die aktuelle Entwicklung: Seit März stehen rund 200 Projekte aus dem Programm „Demokratie leben“ vor einem möglichen Aus. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass das vom Kinder- und Jugendplan des Bundes geförderte Respekt-Coaches-Programm Ende 2026 ausläuft. An der Akademie sind die Folgen schon jetzt spürbar: Das Respekt-Coaches-Begleitprogramm für politische Jugendbildung „RespACT“ musste bereits Ende März wegen endender Förderung durch das Bundesfamilienministerium eingestellt werden.

Es gehört zur Logik von Projekten, dass sie befristet sind. Und doch: Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Polarisierung erscheint der massive Abbau der Präventionsarbeit zur Unzeit. Demokratiearbeit ist kein statisches Arrangement, sondern eine langfristige Investition. Sie braucht Verlässlichkeit, um nachhaltig wirksam zu sein. Wo diese brüchig wird, droht mehr verloren zu gehen als einzelne Projekte - nämlich die Infrastruktur demokratischer Resilienz selbst. Kurzfristige Einsparungen dürften langfristig hohe gesellschaftliche und finanzielle Kosten verursachen.

Gerade deshalb sehen wir uns in der Verantwortung, politische Bildung weiterhin sichtbar und wirksam zu gestalten. Dank der Unterstützung von Diözese und Akademie kann die politische (Jugend-)Bildung in unserem Haus vorerst fortgeführt werden. Im Mai setzen wir zudem gezielte Impulse: Wir laden Sie herzlich ein zu Vortrag und Gespräch mit Meron Mendel und Saba-Nur-Cheema. Der Workshop „Fake News, Fakten-Check und KI“ qualifiziert Multiplikator:innen zur selbstständigen Durchführung politischer Bildungsangebote, während die Abendveranstaltung „Politikstile“ sich mit dem „Wie“ des politischen Handelns auseinandersetzt.

Demokratie lebt vom Vertrauen in ihre Wirksamkeit. Lassen Sie uns gemeinsam weiterhin dafür sorgen, dass sie im Alltag für alle spürbar und erfahrbar bleibt.

Es grüßt Sie herzlich,

Stefanie Jebram M.A.
Referentin Projekt Politische Jugendbildung

Die nächsten Veranstaltungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mittendrin

  

Liebe Freundinnen und Freunde der Akademie,

Manchmal beginnen die besten Gespräche an den unerwartetsten Orten – zum Beispiel auf einem Bierdeckel. Wir haben sie als Medium entdeckt, um für den Newsletter und die Social-Media-Kanäle unserer Akademie zu werben. Da wird dann nicht nur das Glas abgestellt, sondern auch ein Gedanke angestoßen.

„Was haben Wasser und Demokratie gemeinsam?“ – eine Frage, die man sich zwischen zwei Schlucken vielleicht nicht jeden Tag stellt. Die Antwort gibt’s zwar nicht direkt auf dem Deckel, dafür aber auf einer Tagung zu genau diesem Thema. Und bei der Nachlese der Tagung in Interviews mit Expertinnen und Experten, nachzuschauen als Reel auf Instagram und co. Oder nehmen wir die zweite Frage: „Wann haben Sie zuletzt einen Fremden gegrüßt?“ Hand aufs Herz – ist wahrscheinlich schon ein bisschen her. Dabei wissen wir alle, wie viel aus einem einfachen „Hallo“ entstehen kann. In unserer Akademie sind es genau diese kleinen Momente, aus denen echte Gespräche wachsen – und manchmal sogar neue Perspektiven. Nachzuschauen auf - Sie wissen schon.

Unsere Bierdeckel sind also mehr als nur praktische Begleiter: Sie sind kleine Denkanstöße, Gesprächsöffner und vielleicht auch ein sanfter Schubs, wieder öfter miteinander ins Gespräch zu kommen – ob analog am Tisch oder digital auf unseren Social-Media-Kanälen. Also: Glas abstellen, Blick schweifen lassen, Frage mitnehmen. Und wer weiß – vielleicht beginnt genau hier in Hohenheim Ihr nächstes gutes Gespräch.

Dr. Daniel Meier
 

Meldungen

 
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Aus der Akademie

Bei der Winterkonferenz der Hauptabteilung XI der Diözese Rottenburg-Stuttgart haben Dr. Thomas König einen Workshop zum Thema "Kritische Fragen zur Nutzung von KI" und Dr. Christian Ströbele zu "KI-Tools für den Berufsalltag: Praktisch, datenschutzkonform und effizient" angeboten.

Dr. Johannes Kuber ist auf der konstituierenden Sitzung des Vorstandes des Diözesangeschichtsvereins am 16.3.2026 in Rottenburg in den neuen Vorstand gewählt worden.

Dr. Konstanze Jüngling und Justyna Höver, Diözesane Flüchtlingsbeauftragte, tauschten am 1.4.2026 im Rahmen eines digitalen „Aktuellen Fensters“ der Hauptabteilung XI Eindrücke und Bewertungen mit Blick auf die zurückliegenden Landtagswahlen aus.

Unter Überschrift "Äpfel, Birnen und der Ramadan: ZDF-Kindernachrichten über Christentum und Islam" hat Christian Ströbele einen Beitrag in Communio verfasst. 

  

  

Medienecho

Unter dem Titel "Wie Pop-Influencer junge Muslime beeinflussen" berichtete Radio Vatikan über  ein Gespräch an der Akademie.

 

Unter der Überschrift "Große Lebensthemen in der Schule" berichtete die Rhein-Neckar-Zeitung anhand der Gemeinschaftsschule in Bammental über das RespACT-Projekt.

Aus den kirchlichen Akademien

Wir sind gemeinsam Orte des Dialogs: Kirchliche Akademien eröffnen Räume für Debatten zu gesellschaftlich relevanten Themen und bringen unterschiedliche Perspektiven ins Gespräch. In der neuen Rubrik „Aus den kirchlichen Akademien“ blicken wir fortan in unsere regionale Nachbarschaft und stellen zunächst ausgewählte Impulse und Veranstaltungen der Evangelischen Akademie Bad Boll vor.

1945 gegründet, ist die Evangelische Akademie Bad Boll in Europa die älteste Akademie in kirchlicher Trägerschaft und war damit der Ursprung der kirchlichen Akademiebewegung. Sie bietet Veranstaltungen in den Bereichen Gesellschaft, Politik, Kultur, Wirtschaft und Kirche an. Jährlich nehmen über 8.000 Gäste an rund 110 Veranstaltungen teil. Ab sofort präsentiert sie sich mit einer komplett neu konzipierten Website – schauen Sie gerne vorbei.

 
 
 

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