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Liebe Leserin, lieber Leser,

mit diesen Weinstöcken grüßen wir Sie zum Herbstanfang sehr herzlich. Sie wachsen im Botanischen Garten der Universität Stuttgart-Hohenheim, nur einen kleinen Spaziergang entfernt vom Tagungshaus unserer Akademie. Mitarbeitende des universitären Weingutes werden die Trauben demnächst ernten – Früchte jahrzehntelanger Forschung im Bemühen um Widerstand gegen Pilzerkrankungen und Anpassung an den Klimawandel. Und auf mehr als 230 Rebsorten ist der Bestand des „Repositoriums“ mittlerweile angewachsen.

Auch die Akademie möchte Ihnen in den kommenden Monaten vielfältige Erträge der Wissenschaft darreichen und auf ihren praktischen Ertrag befragen – im Rahmen von Vorträgen, Tagungen und Exkursionen. Und so wie sich die einzelne Traube aus vielen einzelnen Beeren zusammensetzt, so setzen wir auf die Beteiligung möglichst vieler Disziplinen, durch die ein Thema oft erst in seiner ganzen Fülle sichtbar und greifbar wird.

Los geht es noch im September mit einer Tagung zum Verhältnis von menschlicher Weisheit und künstlicher Intelligenz. Mehrere Veranstaltungen bringen sodann christliche und islamische Wissenschaftler:innen zusammen, die Herbsttagung des Netzwerks Migrationsrecht fördert die Kooperation junger WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Fächer und beim öffentlichen Abend des Hohenheimer TheologInnentreffens blicken Vertreter:innen aus Wirtschaft, Sozialarbeit und Hospiz- und Palliativbewegung auf die Relevanz heutiger Theologie. Aber auch die Präsenz der „Académie de l'Amitié“  beim „Business Bodensee Forum“, die Tagung über „Gesellschaftspolitische Herausforderungen für die Gedenkstättenarbeit“ oder der Workshop zu „Kunst und Lebenshilfe“ werden durch unterschiedliche Blickwinkel bestimmt. Weitere Veranstaltungen finden Sie in diesem Newsletter.

Vielleicht haben Sie es schon bemerkt: Unser Halbjahresprogramm orientiert sich künftig stärker an den Jahreszeiten und weniger starr am Kalender. So geht es los mit unseren Angeboten für den Herbst und den Winter. Im Februar erhalten Sie dann digital die Veranstaltungen für die Frühjahrs- und Sommerzeit.

Wir wünschen Ihnen ertragreiche Monate, verbunden mit neuen Erkenntnissen und inspirierenden Erfahrungen. Wir würden uns sehr freuen, Sie an der Akademie willkommen zu heißen!

Es grüßt Sie herzlich,

Ihr

Dr. Daniel Meier
Leitung Stabsstelle Kommunikation

Veranstaltungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mittendrin

  

Liebe Freundinnen und Freunde der Akademie,

Haben Sie schon mal etwas von „Longevity“ gehört? Wie so manches andere hat sich auch die seriöse „Langlebigkeitsforschung“ aus der Wissenschaft heraus zu einer teils fragwürdigen Marketing-Strategie entwickelt. Der Hype um das schöne, lange Leben hat zu bizarren Angeboten geführt, über die der „Spiegel“ jüngst berichtete. So kostet das einwöchige Longevity-Programm auf Sylt schlappe 6500 Euro (ohne Übernachtung), dafür lockt dann die Kältekammer, die Algenpackung oder die Fußreflexzonenmassage. „Früher lief so etwas schlicht unter Wellnessbehandlung, heute ebnet das Durchkneten der Füße den Weg in die Unsterblichkeit“, schreibt das Magazin. 

Auch der Gefahr ins Auge blickend, in theologische Überheblichkeit zu verfallen – ich stelle mir grade vor, wie sich der biblische Wunsch „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“ (Psalm 90,12) auf der Website des entsprechenden Hotels machen würde. Oder noch besser: Die Suggestivfrage aus dem Neuen Testament: „Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte?“ (Matthäus 6,27). Absurd? Nicht unbedingt, vielleicht könnte ein entsprechendes Marketing sogar ansprechender sein als die Verheißung vom unbegrenzten Leben. Frei übersetzt: „Du kannst dein Leben nicht verlängern – aber du kannst es vertiefen – im Hier und Jetzt“.

Auch die Akademie bietet Ihnen keine Verlängerung Ihres irdischen Daseins. Aber wir bieten Anregungen, die in die Tiefe gehen. So fragt etwa Ahmad Milad Karimi nach der Würde des Unvollendeten, der Fachbereich Gesellschafts- und Sozialpolitik informiert über Sterbebegleitung für Menschen mit Demenz und zeigt auf, wie das Ehrenamt Gemeinschaft stiftet, Teilhabe sichert und die Demokratie stärkt. Gehen Sie bei diesen und anderen Veranstaltungen mit uns in die Tiefe!

Daniel Meier

Meldungen

 
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Interview mit der Kuratorin der Ausstellung, Dr. Ilonka Czerny
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Analysen und Handlungsempfehlungen
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Aus der Akademie

Interimsdirektorin Barbara Janz-Späth hat am 22. September an der Einweihung des neuen Stiftungssitzes der Stiftung Weltethos in Tübingen teilgenommen. Den Festvortrag hielt die iranische Friedensnobelpreisträgerin Dr. Shirin Ebadi. 

Am 17. September 2025 trafen sich in einer Zoom-Konferenz 20 Kulturschaffende von evangelischen und katholischen Kultureinrichtungen aus Deutschland und der Schweiz, um ein „Ökumenisches Kultur-Netzwerk“ zu gründen. "Gemeinsam wollen wir eine Vernetzung und einen Austausch ermöglichen und Synergien schaffen, Kulturpositionierung entwickeln, die Bedeutung von Kunst und Kultur in den Kirchen vertreten – binnenkirchlich und in die Öffentlichkeit hinein", so Mitbegründerin Dr. Ilonka Czerny.

Vom 15. bis zum 17. September trafen sich junge Sozialethiker:innen zum alljährlichen „Forum Sozialethik“ an der Katholischen Akademie Schwerte. Thema der diesjährigen Tagung war „Herausgeforderte Demokratie – Eine Idee in der Krise?“. Aus unserem Kollegium nahm Fabian Jaskolla teil. 

Thomas König vertrat die Akademie beim Treffen des Landesnetzwerks Politische Bildung Baden-Württemberg an der LpB-Außenstelle Tübingen. Ein Schwerpunkt des Treffens lag auf den Beiträgen des Instituts für Rechtsextremismusforschung der Universität Tübingen, das sich beim Treffen vorstellte. „Rechte Räume – Wo die extreme Rechte erfolgreich ist, und warum“ war das Thema von Institutsleiter PD Dr. Rolf Frankenberger. Über „Heimat, Essen, Identität: Alltagspraktiken als Einfallstore für die extreme Rechte“ sprach Prof. Dr. Léonie de Jonge

Dr. Ilonka Czerny hat als Mitglied an der Jury-Sitzung zur Ermittlung des Preisträgers/der Preisträgerin des Kulturpreises der Deutschen Katholiken teilgenommen. Die Sitzung fand am 2.8. im Museum Kolumba in Köln teil. Weitere Mitglieder sind u.a. Prof. Monika Grütters, Kulturstaatsministerin a. D. und stellvertretende Vorsitzende der Margot-Friedländer-Stiftung. Den mit 25.000 Euro dotierten Kunst- und Kulturpreis  erhält im Jahr 2025 die Malerin und Grafikerin Karin Kneffel (68) für ihre herausragende künstlerische Leistung. Der Preis wird am 29. Oktober 2025 vom DBK-Vorsitzenden, Bischof Georg Bätzing, und der ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp im Museum Kolumba in Köln verliehen.

 

Publikationen

 

„Wie wäre es mit Bildung für ein gutes Leben?“ – 
ein Perspektivwechsel von Dr. Heike Wagner und Dr. David Cortez

In ihrem aktuellen Beitrag laden Dr. Heike Wagner und Dr. David Cortez dazu ein, Bildung neu zu denken – im Dialog mit dem indigenen Konzept Sumak Kawsay aus Ecuador. Dieses steht für ein Leben in Harmonie und Verbundenheit mit allem Leben, Mensch und Natur/Mitwelt. Es eröffnet Impulse für eine Bildung, die sich interkulturell inspirieren und dekolonial herausfordern lässt. Es stellt somit die anthropozentrische und rationalistische Matrix moderner Bildungskonzepte des Globalen Nordens in Frage. Angesichts multipler globaler Krisen plädieren die Autor*innen für eine ganzheitliche Bildung, die das Leben selbst ins Zentrum rückt.  

Jetzt lesen, der Artikel ist offen zugänglich.

Medienecho

Rechtspopulismus und Religion

„Die Breite der Themen und deren teilweise exzellente Bearbeitung, die von tiefgehender Kenntnis des jeweiligen Forschungs-gegenstandes zeugt, macht [… den Gesamtband …] mehr als lesenswert, nimmt er in seiner Gesamtheit doch einen pluralen Blick ein, der der Pluralität moderner Gesellschaften entspricht.“ – aus der ausführlichen Besprechung des Bandes „Rechtspopulismus und Religion“ des Theologischen Forums Christentum – Islam in theologie.geschichte

 

Judentum – Christentum – Islam

CIBEDO, die Fachstelle der Deutschen Bischofs-konferenz zur Förderung des interreligiösen Dialoges zwischen Christentum und Islam, berichtete in der jüngsten Ausgabe der "Beiträge" über die Jahrestagung des Theologischen Forums Christentum – Islam. Unter dem Titel "Verwandt, verflochten, entfremdet?" diskutierten die Referierenden und Teilnehmenden Verhältnisbestimmungen zwischen Judentum, Christentum und Islam. Lesen Sie hier den Text.

 
 
 

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