Von Dr. Daniel Meier
Zehn intensive Tage lang waren Gäste aus Burundi im Rahmen des Tandem-Projekts „Académie de l’Amitié“ in Baden-Württemberg unterwegs. Ziel des Austauschs war es, bestehende Partnerschaften zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren aus Baden-Württemberg und Burundi zu vertiefen, die Tandem-Projekte weiterzuentwickeln und vor allem persönliche Begegnungen zu ermöglichen – denn genau darin liegt nach Ansicht aller Beteiligten der eigentliche Wert des Programms.
Seit über 40 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi. Die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und die Evangelische Akademie Bad Boll haben dafür das Tandemprojekt der „Académie de l’Amitié“ – die Akademie der Freundschaft gegründet. Das Spektrum der 14 Tandems reicht von sozialen Projekten und der Bildungsarbeit bis hin zu Theater, Nachhaltigkeits- und Gesundheitsthemen.
Vom digitalen Kontakt zum persönlichen Wiedersehen
Schon die Anreise begann mit einer kleinen Herausforderung: Der Flug aus Burundi landete verspätet in Frankfurt, wodurch die Weiterreise nach Stuttgart kurzfristig neu organisiert werden musste. Trotz Bahnchaos gelang schließlich alles reibungslos, und die Gäste wurden in Stuttgart herzlich empfangen. In der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart begann der Aufenthalt mit einer offiziellen, zweisprachigen Begrüßung, musikalisch begleitet von einem kleinen Trio. Nach Monaten des digitalen Kontakts war vor allem das persönliche Wiedersehen besonders bewegend – viele hatten sich seit dem letzten gemeinsamen Aufenthalt in Burundi ein halbes Jahr zuvor nicht mehr gesehen. Zum Auftakt standen erste Spaziergänge durch den Botanischen Garten auf dem Programm. Schnell zeigte sich: Der Austausch lebte vor allem von Gesprächen – beim Kaffee, auf gemeinsamen Wegen und in den vielen informellen Momenten zwischen den offiziellen Programmpunkten.
Ein kultureller Höhepunkt war der Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn. Bei einer englischsprachigen Führung erfuhren die Gäste viel über das Leben der Zisterziensermönche, mittelalterliche Klosterstrukturen und den berühmten Mythos um die Herkunft der Maultaschen. Diese wurden anschließend selbstverständlich direkt vor Ort probiert. Weiter ging es nach Heidelberg, wo eine französischsprachige Schlossführung, ein Spaziergang durch die Altstadt und ein gemeinsames Abendessen für große Begeisterung sorgten.
Symbol demokratischer Offenheit
Politisch wurde es beim Besuch des Landtags in Stuttgart. Besonders beeindruckte viele Gäste die transparente Architektur des Gebäudes mit seinen Glasfassaden – ein sichtbares Symbol demokratischer Offenheit. Im Gespräch mit Landtagsabgeordneten ging es um politische Entwicklungen in Baden-Württemberg, aber auch um ganz praktische Fragen internationaler Partnerschaften: Wie lassen sich Projekte über große geografische Distanzen hinweg umsetzen? Welche Hürden entstehen durch Visafragen, Finanzierung oder unterschiedliche Rahmenbedingungen? Die Offenheit dieser Gespräche wurde von allen Seiten als sehr wertvoll empfunden.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Messe „Fair Handeln“ mit ihrer entwicklungspolitischen Landeskonferenz. Dort stand das Thema Migration bewusst nicht als Problem, sondern als gesellschaftliche Brücke im Mittelpunkt. Der burundische Spitzensportler Charles Nkazamyampi sorgte mit seinem sehr persönlichen Bericht über ethnische Konflikte, den Verlust seiner Familie im Bürgerkrieg und wie er sich seitdem über den Sport für Frieden und Versöhnung einsetzt, für besonders bewegende Momente.
Gesellschaftlicher Zusammenhalt durch den Sport
Im Jahr 1993 erlebte Nkazamyampi einen persönlichen Schicksalsschlag: Zeitgleich zu der Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaft in Toronto findet in Burundi der Bürgerkrieg statt. Charles Nkazamyampi erfährt einen Tag vor dem Finale im 800m-Lauf, dass seine Familie im Bürgerkrieg in Burundi ums Leben gekommen war. Trotz dieses unfassbaren Verlustes gewann er am nächsten Tag die Silbermedaille – ein Moment, der weit über den Sport hinaus Bedeutung trägt und bis heute in Burundi erinnert wird. Mit seiner Fondation Charles Nkazamyampi engagiert er sich heute für Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt durch Sport in Burundi. Insbesondere in Zeiten, die von Konflikten und Spaltungen geprägt sind, stellt sich die zentrale Frage: Welche Kraft kann Sport entfalten, um Vertrauen zu stärken, Brücken zu bauen und nachhaltigen sozialen Zusammenhalt zu fördern? Und was können Organisationen und Engagierte in Baden-Württemberg von Burundi lernen?
Auch das Gespräch mit dem Staatssekretär und Bevollmächtigten des Landes Baden-Württemberg beim Bund, Rudi Hoogvliet,wurde als besondere Wertschätzung wahrgenommen. Die Tandemgruppen präsentierten ihre Projekte aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur und Sport. Dabei wurde deutlich, wie breit das Engagement der Partnerschaften aufgestellt ist. Selbst die besondere Atmosphäre des Treffens blieb in Erinnerung: Der Besprechungsraum lag direkt über der Hauptbühne der Messe, begleitet von Hip-Hop-Musik, Tanz und lautem Applaus aus dem Publikum – konzentrierte Projektarbeit mit ungewöhnlicher Klangkulisse.
Fairer Kaffee und nachhaltige Landwirtschaftsprojekte
In Ravensburg entstanden neue Kontakte rund um Berufsbildung, fairen Burundi-Kaffee und nachhaltige Landwirtschaftsprojekte. Besonders der Austausch mit bereits bestehenden Partnerschaften eröffnete neue Kooperationsideen – etwa beim Anbau von Kaffee und Tee oder in humanitären Projekten.
Freiburg stand dagegen ganz im Zeichen von Begegnung und Erinnerungsarbeit. Pater Deogratias Maruhukiro, aus Burundi stammend und jetzt am Institut für Caritaswissenschaften lehrend, berichtete über die langjährige Kooperation der Diözese mit diesem Fachbereich der Universität Freiburg. Es folgte eine kurzweilige französischsprachige Stadtführung. Besonders eindrücklich in Freiburg war adie Auseinandersetzung mit den sogenannten Stolpersteinen. Die burundischen Gäste interessierten sich stark für diese Form des Gedenkens und stellten gleichzeitig kritische Fragen: Warum werde in Deutschland so intensiv über den Nationalsozialismus gesprochen, aber kaum über die eigene Kolonialgeschichte? Dass Burundi einst deutsche Kolonie war, sei vielen hierzulande nicht bekannt – eine Erkenntnis, die für manche schockierend war.
Theaterstücks über Kolonialismus, Dekolonisierung und die Folgen kolonialer Gewalt
Dieses Thema setzte sich auch in Tübingen fort. Dort präsentierten die Gäste Ausschnitte eines Theaterstücks über Kolonialismus, Dekolonisierung und die Folgen kolonialer Gewalt. Die Aufführung wurde Teil einer lokalen Initiative gegen koloniale Verflechtungen und löste intensive Gespräche mit dem Publikum aus. Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen wurden diese Diskussionen weitergeführt – über Verantwortung, Erinnerung und das, was oft nicht erzählt wird.
Intensiv dann auch der Freitag: Am Vormittag wurde die Gruppe von Bischof Dr. Klaus Krämer und Dr. Wolf-Gero Reichert von der Stiftung Weltkirche im bischöflichen Ordinariat empfangen „Wir entdecken das Gemeinsame und machen uns auf einen gemeinsamen Weg in Richtung Zukunft. Das tut gut in dieser Welt, die sich immer mehr zerreißt: Dass Menschen zusammenhalten über die Grenzen hinweg“, bilanzierte Reichert. Am Nachmittag stand der zweite Besuch im politischen Baden-Württemberg auf der Tagesordnung, diesmal im Staatsministerium in der Villa Reitzenstein. Dr. Christoph Grammer vom Staatsministerium Baden-Württemberg fasste das Anliegen der Partnerschaft so zusammen: „Es sollte ein Raum geschaffen werden, der keine schiefe Ebene hat. Also wo es kein Gefälle von den wirtschaftlich Stärkeren zu den wirtschaftlich Schwächeren oder auch von den ehemaligen Kolonialherren zu den ehemaligen Opfern gibt“.
Weitblicke auf dem Stuttgarter Fernsehturm
Ein symbolischer Moment folgte ungeplant: der Besuch des Stuttgarter Fernsehturms. Nach Tagen voller Termine, Gespräche und politischer Begegnungen wirkte der Blick von oben fast wie ein gemeinsamer Rückblick auf die Reise. Von dort aus ließen sich Freiburg, Tübingen und Ravensburg gedanklich noch einmal verbinden – eine Woche voller Eindrücke wurde sichtbar. Besonders emotional war auch der Besuch des Lindenmuseums Stuttgart mit einer Führung zu Provenienzforschung und den Benin-Bronzen. Die Diskussion über koloniale Verflechtungen, Rückgabe von Kulturgütern und historische Verantwortung bewegte viele Teilnehmende tief. Für manche wurde dabei spürbar, wie komplex Geschichte tatsächlich ist – und wie sehr sie bis heute nachwirkt.
Den festlichen Abschluss bildete ein traditioneller burundischer Kulturabend mit Musik, Literatur, Tanz und gemeinsamem Essen. Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz gefüllt und entwickelte sich zu einem lebendigen Zeichen gelebter Partnerschaft. Traditionelle Lieder auf Kirundi, internationale Musikbeiträge und interaktive Tanzmomente machten den Abend zu einem emotionalen Höhepunkt.
Geplante Jugendkomponente
Beim abschließenden Auswertungsgespräch wurde deutlich: Der Wunsch nach Fortsetzung ist groß. Nicht nur die einzelnen Tandems sollen weiterarbeiten, sondern auch die Vernetzung untereinander soll gestärkt werden. Neue Perspektiven entstehen durch eine geplante Jugendkomponente und die durch die Stiftung Weltkirche koordinierte Komponente zur finanziellen Unterstützung der ausgearbeiteten Pläne. Auch der Aufbau stärkerer zivilgesellschaftlicher Strukturen in Burundi wurde als wichtiges Zukunftsthema benannt.
Das vielleicht wichtigste Fazit dieser zehn Tage: „Digitale Kommunikation ist hilfreich – ersetzen kann sie persönliche Begegnung nicht. Vertrauen, Freundschaft und nachhaltige Zusammenarbeit entstehen dort, wo Menschen sich wirklich begegnen“, bilanzieren Prof. Dr. Johannes Frühbauer (Direktor der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart) und Dr. Carola Hausotter (Studienleiterin für Friedensethik und Transkulturalität an der Evangelischen Akademie Bad Boll). Genau das habe die „Académie de l’Amitié“ in diesen Tagen eindrucksvogezeigt.
Neben Prof. Dr. Johannes Frühbauer und Dr. Carola Hausotter wirkten Stefanie Jebram, Lennora Esi, Christine Herrmann, Barbara Janz-Spaeth und Beate Schnarr im Team mit.
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Dix jours intenses
Par le Dr Daniel Meier
Pendant dix jours intenses, des invités du Burundi ont sillonné le Bade-Wurtemberg dans le cadre du projet en tandem « Académie de l’Amitié ». L’objectif de cet échange était d’approfondir les partenariats existants entre les acteurs de la société civile du Bade-Wurtemberg et du Burundi, de développer davantage les projets en tandem et, surtout, de permettre des rencontres personnelles – car c’est précisément là que réside, de l’avis de tous les participants, la véritable valeur du programme.
Le partenariat entre le Bade-Wurtemberg et le Burundi existe depuis plus de 40 ans. L’Académie du diocèse de Rottenburg-Stuttgart et l’Académie évangélique de Bad Boll ont fondé à cette fin le projet en tandem de l’« Académie de l’Amitié ». Les 14 tandems couvrent un large éventail de domaines, allant des projets sociaux et du travail éducatif au théâtre, en passant par les thèmes du développement durable et de la santé.
Du contact numérique aux retrouvailles en personne
Le voyage a commencé par un petit défi : le vol en provenance du Burundi a atterri en retard à Francfort, ce qui a nécessité une réorganisation de dernière minute du trajet vers Stuttgart. Malgré le chaos ferroviaire, tout s’est finalement déroulé sans encombre et les invités ont été chaleureusement accueillis à Stuttgart. À l’Académie du diocèse de Rottenburg-Stuttgart, le séjour a débuté par un accueil officiel bilingue, accompagné musicalement par un petit trio. Après des mois de contacts numériques, les retrouvailles en personne ont été particulièrement émouvantes : beaucoup ne s’étaient pas revus depuis leur dernier séjour commun au Burundi, six mois plus tôt. Pour commencer, des premières promenades dans le jardin botanique étaient au programme. Il est rapidement apparu que les échanges se nourrissaient avant tout de conversations – autour d’un café, lors des balades communes et dans les nombreux moments informels entre les points officiels du programme.
La visite du monastère de Maulbronn, classé au patrimoine mondial de l’UNESCO, a constitué un temps fort culturel. Au cours d’une visite guidée en anglais, les invités ont beaucoup appris sur la vie des moines cisterciens, les structures monastiques médiévales et le célèbre mythe autour de l’origine des « Maultaschen ». Ces dernières ont bien sûr été dégustées sur place. Le voyage s’est poursuivi à Heidelberg, où une visite guidée du château en français, une promenade dans la vieille ville et un dîner en commun ont suscité un grand enthousiasme.
Symbole d’ouverture démocratique
La visite du Landtag à Stuttgart a donné lieu à des discussions politiques. L’architecture transparente du bâtiment, avec ses façades en verre, a particulièrement impressionné de nombreux invités – un symbole visible de l’ouverture démocratique. Les discussions avec les députés du Landtag ont porté sur les développements politiques dans le Bade-Wurtemberg, mais aussi sur des questions très pratiques liées aux partenariats internationaux : comment mettre en œuvre des projets malgré de grandes distances géographiques ? Quels obstacles découlent des questions de visa, du financement ou des conditions-cadres différentes ? L’ouverture de ces discussions a été jugée très précieuse par toutes les parties.
Un autre temps fort a été le salon « Fair Handeln » avec sa conférence régionale sur la politique de développement. Là-bas, le thème de la migration a été délibérément abordé non pas comme un problème, mais comme un pont social. Le sportif de haut niveau burundais Charles Nkazamyampi a suscité des moments particulièrement émouvants avec son témoignage très personnel sur les conflits ethniques, la perte de sa famille pendant la guerre civile et la manière dont il s’engage depuis lors pour la paix et la réconciliation à travers le sport.
La cohésion sociale grâce au sport
En 1993, Nkazamyampi a connu un coup du sort : alors que se déroulaient les Championnats du monde d'athlétisme en salle à Toronto, la guerre civile faisait rage au Burundi. La veille de la finale du 800 mètres, Charles Nkazamyampi a appris que sa famille avait péri dans la guerre civile au Burundi. Malgré cette perte inconcevable, il remporta la médaille d’argent le lendemain – un moment dont la portée dépasse largement le cadre sportif et dont on se souvient encore aujourd’hui au Burundi. Avec sa Fondation Charles Nkazamyampi, il s’engage aujourd’hui en faveur de la paix et de la cohésion sociale par le sport au Burundi. En particulier en ces temps marqués par les conflits et les divisions, une question centrale se pose : Quel pouvoir le sport peut-il déployer pour renforcer la confiance, jeter des ponts et promouvoir une cohésion sociale durable ? Et que peuvent apprendre les organisations et les acteurs engagés du Bade-Wurtemberg du Burundi ?
L'entretien avec Rudi Hoogvliet, secrétaire d'État et représentant plénipotentiaire du Land de Bade-Wurtemberg auprès du gouvernement fédéral, a également été perçu comme une marque d'estime particulière. Les groupes en tandem ont présenté leurs projets dans les domaines de l’éducation, de la santé, de la culture et du sport. Cela a permis de mettre en évidence l’étendue de l’engagement des partenariats. Même l’atmosphère particulière de la rencontre est restée gravée dans les mémoires : la salle de réunion était située juste au-dessus de la scène principale du salon, avec en fond sonore de la musique hip-hop, des danses et les applaudissements bruyants du public – un travail de projet concentré sur fond sonore inhabituel.
Café équitable et projets d’agriculture durable
À Ravensburg, de nouveaux contacts se sont noués autour de la formation professionnelle, du café équitable du Burundi et des projets d’agriculture durable. L’échange avec des partenariats déjà existants a notamment ouvert la voie à de nouvelles idées de coopération – par exemple dans la culture du café et du thé ou dans le cadre de projets humanitaires.
À Fribourg, en revanche, la journée a été placée sous le signe de la rencontre et du travail de mémoire. Le père Deogratias Maruhukiro, originaire du Burundi et enseignant aujourd’hui à l’Institut des sciences caritatives, a rendu compte de la coopération de longue date entre le diocèse et ce département de l’université de Fribourg. Une visite guidée divertissante en français a suivi. À Fribourg, la réflexion sur les « Stolpersteine » (pierres d’achoppement) a été particulièrement marquante. Les invités burundais se sont vivement intéressés à cette forme de commémoration tout en posant des questions critiques : pourquoi parle-t-on en Allemagne si intensément du nazisme, mais si peu de sa propre histoire coloniale ? Le fait que le Burundi ait autrefois été une colonie allemande est inconnu de beaucoup ici – une prise de conscience qui en a choqué plus d’un.
Pièce de théâtre sur le colonialisme, la décolonisation et les conséquences de la violence coloniale
Ce thème a également été abordé à Tübingen. Les invités y ont présenté des extraits d’une pièce de théâtre sur le colonialisme, la décolonisation et les conséquences de la violence coloniale. La représentation s’inscrivait dans le cadre d’une initiative locale contre les liens coloniaux et a suscité des discussions animées avec le public. Ces discussions se sont poursuivies lors du dîner commun qui a suivi – sur la responsabilité, la mémoire et ce qui n’est souvent pas raconté.
La journée de vendredi a également été intense : dans la matinée, le groupe a été reçu à l’évêché par l’évêque Klaus Krämer et Wolf-Gero Reichert, de la Fondation Weltkirche. « Nous découvrons ce que nous avons en commun et nous nous engageons ensemble sur la voie de l’avenir. Cela fait du bien dans ce monde qui se déchire de plus en plus : que les gens se serrent les coudes par-delà les frontières », a résumé Reichert. L’après-midi, la deuxième visite dans le Bade-Wurtemberg politique était à l’ordre du jour, cette fois au ministère d’État à la Villa Reitzenstein. Christoph Grammer, du ministère d’État du Bade-Wurtemberg, a résumé ainsi l’objectif du partenariat : « Il s’agit de créer un espace sans disparités. C’est-à-dire où il n’y a pas de disparité entre les plus forts et les plus faibles sur le plan économique, ni entre les anciens colonisateurs et les anciennes victimes ».
Une vue imprenable depuis la tour de télévision de Stuttgart
Un moment symbolique s’est imposé de manière imprévue : la visite de la tour de télévision de Stuttgart. Après des journées bien remplies de rendez-vous, de discussions et de rencontres politiques, la vue depuis les hauteurs a presque fait office de rétrospective collective du voyage. De là-haut, il était possible de relier à nouveau dans l’esprit Fribourg, Tübingen et Ravensburg – une semaine riche en impressions s’est alors dévoilée. La visite du Lindenmuseum de Stuttgart, avec une visite guidée consacrée à la recherche sur la provenance et aux bronzes du Bénin, a également été particulièrement émouvante. La discussion sur les liens coloniaux, la restitution des biens culturels et la responsabilité historique a profondément ému de nombreux participants. Pour certains, cela a permis de prendre conscience de la complexité réelle de l’histoire – et de son impact qui perdure encore aujourd’hui.
La soirée culturelle traditionnelle burundaise, avec musique, littérature, danse et repas en commun, a constitué une conclusion festive. L’événement a fait salle comble et s’est transformé en un signe vivant d’un partenariat concret. Des chants traditionnels en kirundi, des intermèdes musicaux internationaux et des moments de danse interactifs ont fait de cette soirée un moment fort en émotions.
Volet jeunesse prévu
Lors de la réunion d’évaluation finale, une chose est apparue clairement : le désir de poursuivre cette initiative est grand. Non seulement les tandems individuels doivent continuer à travailler, mais les liens entre eux doivent également être renforcés. De nouvelles perspectives s’ouvrent grâce à un volet jeunesse prévu et au volet coordonné par la Fondation Weltkirche visant à soutenir financièrement les projets élaborés. La mise en place de structures de la société civile plus solides au Burundi a également été identifiée comme un enjeu important pour l’avenir.
La conclusion peut-être la plus importante de ces dix jours : « La communication numérique est utile, mais elle ne peut remplacer les rencontres en personne. La confiance, l’amitié et la coopération durable naissent là où les gens se rencontrent réellement », résument le Prof. Dr Johannes Frühbauer (directeur de l’Académie du diocèse de Rottenburg-Stuttgart) et le Dr Carola Hausotter (responsable des études en éthique de la paix et transculturalité à l’Académie évangélique de Bad Boll). C’est précisément ce que l’« Académie de l’Amitié » a démontré de manière impressionnante ces derniers jours.
Outre le Prof. Dr Johannes Frühbauer et le Dr Carola Hausotter, Stefanie Jebram, Lennora Esi, Christine Herrmann, Barbara Janz-Spaeth et Beate Schnarr ont fait partie de l’équipe.


















