Zusammen mit weiteren Verbänden begrüßt AGENDA (Forum Katholischer Theologinnen) das Schreiben "Geschaffen, erlöst und geliebt. Sichtbarkeit und Anerkennung der Vielfalt sexueller Identitäten in der Schule", das von der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz Ende Oktober veröffentlicht wurde. Die Bischofskonferenz setze damit ein wichtiges Zeichen der gleichberechtigten Anerkennung und Wertschätzung aller Menschen, die in der Schule zusammenkommen, lernen, arbeiten und kooperieren. Sie unterstreiche mit dem Schreiben, dass die Würde aller Menschen, ihr Recht auf Selbstbestimmung sowie ein positiver Blick auf Vielfalt (auch in geschlechtlicher Hinsicht) zentrale Grundüberzeugungen des biblisch-christilichen Ethos bilden (vgl. etwas Gal 3,28). Die gesamte Stellungnahme lesen Sie hier.
Auch die Akademie befasst sich in ihren Veranstaltungen mit Themen queerer Menschen und öffnet Dialogräume. Zusammen mit der Evangelischen Akademie in Bad Boll und vielen weiteren Kooperationspartnern sind wir vor einem Jahr in der Veranstaltung "Queere Menschen und die Kirchen" dem Verhältnis zwischen queeren Menschen und christlichen Kirchen, zwischen „Homosexualität“, „Geschlechterdiversität“ und Theologie nachgegangen. In Kürze erscheint hierzu ein Tagungsband, in dem die historischen, theologischen und lebensweltlichen Perspektiven nachzulesen sind. 2026 wird der begonnene Dialog fortgesetzt und möchte in der Veranstaltung "Unverzichtbare Vielfalt - gestern, heute, morgen" (22./23. April in Bad Boll) dazu beitragen, queere Lebensgeschichten als selbstverständlichen Teil kirchlicher und gesellschaftlicher Geschichte sichtbar zu machen.
In den Online-Vorträgen "Erlebte Gewalt bei Männern. Gesundheitliche Auswirkungen" und "Queerness und Gewalterfahrungen in virealen Räumen" haben wir spezifische Gewalterfahrungen im Kontext von Queerness und Männlichkeitsentwürfen in den Blick genommen. Auch im Rahmen der Themen zur Hospiz- und Palliativversorgung sind queere Menschen und ihre Themen selbstverständlicher Teil von Veranstaltungen. So stand die diesjährige Messe "Leben und Tod", auf der Vielfalt und Einzigartigkeit in der Sterbe- und Trauerbegleitung diskutiert wurden, unter der Frage "Am Ende sind wir alle gleich?” Und für den Sommer 2026 ist ein Seminar geplant zur Frage "Sterben queere Menschen anders?"
