Seit jeher sind „Grenzfragen“ das zentrale Motiv des Fachbereichs Naturwissenschaft und Theologie. Die Begegnung von Naturwissenschaften, Theologie und Philosophie prägt ihn seit über 30 Jahren – Interdisziplinarität im Dialog ist der rote Faden des Fachbereichs. Mit dem Wechsel der Fachbereichsleitung im Juli 2024 übernahm mit Fabian Jaskolla ein Sozialethiker den Staffelstab von Dr. Heinz-Hermann Peitz. Künftig soll der Dialog vor allem entlang ethischer Fragestellungen verlaufen. Als zwei Schwerpunkte ausgemacht wurden dabei (1) die sozialökologische Transformation und (2) die Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz. Leitend ist dabei auch die Frage nach einer „Zukunftsverantwortung“ ganz im Sinne von Hans Jonas. Wie gelingt es „die Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden“ (Prinzip Verantwortung) offen zu halten und was bedeutet das für die verschiedenen ethischen Anwendungsfelder? Als Inspiration und Ermutigung zur Interdisziplinarität und der Begegnung von Religion und Wissenschaft dient auch die Enzyklika Laudato si‘: „Wenn wir wirklich eine Ökologie aufbauen wollen, die uns gestattet, all das zu sanieren, was wir zerstört haben, dann darf kein Wissenschaftszweig und keine Form der Weisheit beiseitegelassen werden, auch nicht die religiöse mit ihrer eigenen Sprache“ (LS 63). Ganz im Sinne dieser ethischen Horizonterweiterung läuft der Fachbereich von nun an unter dem Titel Ethik – Naturwissenschaft – Theologie.
Als Plattform dieser interdisziplinären Begegnungen wird auch weiterhin das Forum Grenzfragen dienen, das nun in neuem Anstrich erscheint. Schauen Sie gerne vorbei und freuen sich auf spannende Grenzgänge!

