Im Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung betont Stefanie Jebram, Bildungsreferentin an der Akademie, den Stellenwert politischer Jugendarbeit. Mit Fokus auf Primärprävention entwickelt sie im Rahmen des Projekts „RespACT“ der AKSB (Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke) passgenaue Konzepte.
Aktuelles Beispiel: ein interaktiv gestalteter Workshop mit den achten und neunten Klassen zum Thema Alltagsrassismus. Gemeinsam mit Respekt Coach Katrin Strobel vom Träger Internationaler Bund (IB) und Derya Sahan von der Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) im Demokratiezentrum Baden-Württemberg war sie an der Merian-Realschule. Im Gespräch berichten sie von den Erfolgen und fordern die Weiterfinanzierung.
Unter dem Motto "Lass uns reden! Reden bringt Respekt" haben in dem bundesweiten Präventionsprogramm der Respekt Coaches seit 2018 rund 400 Fachkräfte aktiv dazu beigetragen, eine demokratische Haltung bei Schülerinnen und Schülern zu bilden und zu stärken. So konnten an knapp 600 Kooperationsschulen mit fast 10.000 Gruppenangeboten bislang über 365.000 junge Menschen von dem Programm profitieren.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) plant umfangreiche Kürzungen für das Haushaltsjahr 2024, von denen auch die Respekt Coaches betroffen sind: zum 31. Dezember 2023 soll es ersatzlos gestrichen werden.
Respekt Coach Katrin Strobel: "Wir versuchen jetzt, das Ruder herumzureißen, und haben daher eine Petition ins Leben gerufen."
„An all diesen Themen nachhaltig zu arbeiten und sie politisch zu begleiten, ist so wichtig“, betont auch Jebram, erst recht vor dem Hintergrund einer Entwicklung politischer Tendenzen, die in eine Abkehr vom Glauben an die Demokratie münden können.
Bitte unterstützen Sie die Petition gegen die geplanten Kürzungen des Bundeshaushalts – für ein demokratisches Miteinander.
Den Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung können hier nachlesen.

