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Mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine ist für ganz Europa eine Zeitenwende angebrochen. Die Tagung diskutiert die migrationspolitischen und -rechtlichen Entwicklungen und Herausforderungen. Ziel ist es, Perspektiven für das Zusammenleben in Frieden zu schaffen und Einblicke in rechtliche Materien zu öffnen. In Zusammenarbeit mit dem Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem Diakonischen Werk Württemberg und dem DGB-Bezirk Baden-Württemberg.
Programm
Freitag, 19. Mai 2023
17.00 Uhr Imbiss
18.00 Uhr
Begrüßung
Dr. Kibreab Habtemichael Gebereselassie, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
anschließend
Family reunification in European law: Human Right or Migration Regulation?
Prof. em. Dr. Kees Groenendijk, University of Nijmegen
18.45 Uhr – 21.00 Uhr
Reform des Rechts und der Praxis der Familienzusammenführung in Deutschland: Was plant die Bundesregierung?
mit anschließender Podiumsdiskussion
Tania von Uslar-Gleichen, Auswärtiges Amt / Staatssekretär Bernd Krösser, Bundesministerium des Innern und für Heimat / Marie von Manteuffel, Ärzte ohne Grenzen e.V./Zentralkomitee der deutschen Katholiken / Chrysovalantou Vangeltziki, Verband binationaler Familien Frankfurt a. Main / Maria Kalin, Rechtsanwältin, Ulm Moderation: Prof. Dr. Harald Dörig, Richter am Bundesverwaltungsgericht a.D., Leipzig
Samstag, 20. Mai 2023
ab 7.30 Uhr Frühstück
9.00 Uhr Morgenimpuls
anschließend
Wichtige Rechtsentwicklungen auf der Ebene der Europäischen Union
mit anschließender Podiumsdiskussion
Ulrich Weinbrenner, Bundesministerium des Innern und für Heimat / Karl Kopp, Pro Asyl / Prof. Dr. Tineke Strik, MdEP Moderation: Dr. Constantin Hruschka
10.30 Kaffeepause
11.00 - 12.00 Uhr
Aktuelle Probleme der allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen (§ 5 AufenthG)
Dr. Stephan Beichel-Benedetti, Vors. Richter am VG Karlsruhe / Prof. Dr. Constanze Janda, Deutsche Universität für Verwaltungs- wissenschaften Speyer
12.00 - 12.45 Uhr
Fünf Monate neues Chancen-Aufenthaltsrecht: Erste Problemanzeigen aus der Praxis
Lea Rosenberg, Der Paritätische Hessen / Sebastian Röder, Rechtsanwalt, Flüchtlingsrat Baden-Württemberg / Ingo Dietz, Leiter der Ausländerbehörde Hannover
12.45 - 14.30 Uhr Mittagessen
Foren I: 14.30 - 16.00 Uhr
Aktuelle Entwicklungen in der Antidiskriminierungs- und Antirassismuspolitik in Deutschland
Nathalie Schlenzka, Antidiskriminierungsstelle des Bundes / Susanna Steinbach, Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration / Heike Kleffner, Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V.
Integration und Integrationshemmnisse – Erwartungen an die Politik
Dr. Sekou Keita, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg / Prof. Dr. Johannes Eichenhofer, Universität Leipzig
Rückkehrentscheidungen und Regularisierungspflicht in der Rechtsprechung des EuGH
Dr. Kevin Fredy Hinterberger, Arbeiterkammer Wien/Universität Wien Christoph Tometten, Rechtsanwalt, Berlin
Aktuelle Fragen des Asylprozessrechts (inkl. Weiterwanderung innerhalb der EU)
Direktor Matthias Henning, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) / Prof. Wolfgang Armbruster, Vize-Präsident a.D. des Verwaltungsgerichts Sigmaringen / Moderation: Dr. Kolja Naumann, Richter am Bundesverwaltungsgericht, Leipzig
Migrationssozialrecht I: Neue Entwicklungen bei den Leistungs- ausschlüssen im SGB II (Bürgergeld)
Gülay Tasli, Rechtsanwältin, Düsseldorf / Dr. Elke Tießler-Marenda, Deutscher Caritasverband e.V. Freiburg / Moderation: Prof. Dr. Dorothee Frings
GEAS I: Externalisierung und Grenzverfahren
Dr. Pauline Endres de Oliveira, Universität Hildesheim / Karl Kopp, Pro Asyl e.V.
Gesetz-Verordnungsentwurf zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung
Kirstin von Graefe, Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH/ThAFF, Erfurt / Marius Tollenaere, Fragomen, Frankfurt a.M. / Andrea Mädler, Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Gesetz zur Einführung eines Chancen-Aufenthaltsrechts und Reform der dauerhaften humanitären Bleiberechte
Sebastian Röder, Rechtsanwalt, Flüchtlingsrat Baden-Württemberg / Dr. Philipp Wittmann, Richter am Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg / Ingo Dietz, Leiter der Ausländerbehörde Hannover
„Push Backs“ in der europäischen Rechtsprechung
Prof. Dr. Anna Lübbe, Hochschule Fulda / Carolin Dörr, Verwaltungsgericht Braunschweig / Moderation: Carsten Gericke, Rechtsanwalt, Hamburg
Aktuelle Fragen der Abschiebungshaft
Stefan Keßler, Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland / Stefanie Dorn, Diakonie Hessen
16.00 - 16.30 Kaffeepause
Foren II: 16.30 – 18.00 Uhr
„Gefährdung" des Schengenraumes?
Dr. Constantin Hruschka, Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, München / Leon Züllig, Justus-Liebig-Universität Gießen
Repräsentation von Migrant:innen in der Verwaltung und Gerichtsbarkeit
Thilak Mahendran, Diversitry e.V. / Belma Bekos, Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Berlin / Dr. Kolja Naumann, Richter am Bundesverwaltungsgericht, Leipzig
Recht und Praxis der Familienzusammenführung
Maria Kalin, Rechtsanwältin, Ulm / Kyra Eckert und Maren Rolle, Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten
Migrationssozialrecht II: Die Versorgung von kranken und behinderten Menschen im Asylbewerberleistungsgesetz
Prof. Dr. Constanze Janda / Prof. Dr. Dorothee Frings i.R., Köln
Nach der erneuten Reform zur Beschleunigung der Asylgerichts- verfahren und der Asylverfahren
Berthold Münch, Rechtsanwalt, Heidelberg / Oliver Röhr, Vors. Richter Verwaltungsgericht Düsseldorf / Prof. Dr. Harald Dörig
GEAS-Reform II: Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union: Der Entwurf der Asyl- und Migrationsmanagementverordnung und der Entwurf einer Instrumentalisierungsverordnung
Adriana Romer, Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH / Sybill Pauckstadt, Vertretung des Landes Bremen bei der Europäischen Union
Überlastung der Ausländerbehörden
Dorothea Koller, Leiterin Amt für öffentliche Ordnung, Stuttgart / Dirk Gärtner, Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge, Neumünster / Prof. Dr. Daniel Thym, Universität Konstanz / Moderation: Prof. Dr. Rahel Schomaker, FH Kärnten, Villach
Reform des Staatsangehörigkeitsrechts
Prof. Dr. Tarik Tabbara, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Best Practice aus Berlin: Mit Information und Beratung Geflüchtete aus der Ukraine vor Arbeitsausbeutung schützen
Stephanie Sperling, Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit BEMA
Ausblick auf die Revision der Daueraufenthaltsrichtlinie
Kerstin Schwedler, Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Current controversies regarding protection of forced migrants trying to reach the United States
Prof. Dr. Hiroshi Motomura, UCLA School of Law, Los Angeles/USA
Humanitäre Aufnahmeprogramme des Bundes und der Länder und Resettlement aus Drittstaaten: Überlastung der deutschen Aufnahmestrukturen oder flüchtlingspolitische Notwendigkeit?
Podiumsdiskussion
Daniela Schneckenburger, Deutscher Städtetag / Isabel Rößner, Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz / Marcus Grotian, Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte e.V. / Dr. Roland Bank, UNHCR Berlin Moderation: Jutta Graf, Berlin
10.00 - 10.45 Uhr
Ein kulturwissenschaftlicher Blick auf das Staatsangehörigkeitsrecht
Prof. Dr. Meltem Kulaçatan, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
10.45 Uhr Kaffeepause
11.15 - 12.45 Uhr
Was erwarten Bund, Länder und Kommunen von der Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes?
Podiumsdiskussion
Helge Lindh, MdB, SPD-Bundestagsfraktion / Stefan Thomae, MdB, FDP-Bundestagsfraktion / Ministerin Doreen Denstädt, Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz, Christiana Bukalo, Passt uns allen, Statefree e.V., Berlin Moderaton: Prof. Dr. Tarik Tabbara
Hochaktuell und stark besucht: Die traditionsreichen „Hohenheimer Tage zum Migrationsrecht". Gut 250 Expert:innen diskutierten über Einbürgerung, Familiennachzug, Asyl und den Zusammenhalt Europas.
Dr. Kibreab Habtemichael Gebereselassie, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart Dr. Stephan Beichel-Benedetti, Mannheim Dr. Constantin Hruschka, München Prof. Dr. Constanze Janda, Speyer Manfred Weidmann, Tübingen
Sonstiges
Die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke e. V. (AKSB) ist anerkannter Träger der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist Mitglied der AKSB.
Zur Teilnahme
Tagungskosten - inkl. Verpflegung und Übernachtung im EZ 296,70 € - inkl. Verpflegung und Übernachtung im DZ 267,70 € - ohne Übernachtung und Frühstück 198,70 € Ermäßigt - inkl. Verpflegung und Übernachtung im EZ 236,70 € - inkl. Verpflegung und Übernachtung im DZ 207,70 € - ohne Übernachtung und Frühstück 138,70 €
Anmeldung und Rückfragen Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart – Geschäftsstelle – Assistenz: Sabine Ilfrich Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart Tel: +49 711 1640 721 E-Mail: ilfrich@akademie-rs.de
Anmeldung: www.akademie-rs.de/vakt_24694 Die Anmeldung erbitten wir online spätestens bis zum 25. April 2023. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung, erst dann ist die Anmeldung verbindlich. Bei Rücktritt von der Anmeldung nach dem 18. Mai 2023 bzw. bei Fernbleiben stellen wir Ihnen die die Gesamtkosten in Rechnung. Ersatz durch eine andere Person befreit von Stornogebühren.
Bild- und Video-Aufnahmen Bei Veranstaltungen vor Ort: Mit der Anmeldung erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir gegebenenfalls Fotos oder Filme veröffentlichen, auf denen Sie zu erkennen sind.
Tagungshaus und Anreise Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart – Tagungszentrum Hohenheim – Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart Tel: +49 711 451034 600; Fax: +49 711 451034 898 Ihre Anreise: www.akademie-rs.de/hohenheim-anreise