Seminare und Workshops

Kolonialismus und Rassismus in Gesellschaft und Kirche

Was hat das mit unserer Arbeit zu tun?

02. Dezember 2026

17:15 - 19:45 Uhr

online

Kurzbeschreibung

Kolonialismus und Rassismus sind keine Phänomene der Vergangenheit. Bis heute prägen koloniale Denkmuster und rassistische Strukturen unsere Gesellschaft – auch in kirchlichen Kontexten. Doch woran lassen sie sich erkennen? Und was bedeutet es, die eigene Arbeit rassismuskritisch und dekolonial zu gestalten?

Die Veranstaltung bietet eine verständliche Einführung in grundlegende Fragen der Rassismustheorie und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie sich koloniale Kontinuitäten und Rassismus in unserem gesellschaftlichen und kirchlichen Alltag äußern. Gemeinsam wollen wir darüber nachdenken, wie wir eigene Denkmuster und Handlungspraxen kritisch hinterfragen und unsere haupt- oder ehrenamtliche Arbeit machtsensibel gestalten können. Dabei bleibt ausreichend Raum für Diskussionen, praktische Beispiele und Fragen aus den jeweiligen Arbeitskontexten der Teilnehmenden.

Die Referentin Dr. Nathalie Eleyth ist evangelische Sozialethikerin und forscht unter anderem zu Rassismuskritik, Postkolonialität und Kritischem Weißsein. Seit 2023 leitet sie die EKD-Netzwerkgruppe „Rassismus und Rassismuskritik“, die mit der Erarbeitung des ersten kirchlichen Grundlagendokuments zu Rassismus beauftragt ist. Darüber hinaus engagiert sie sich im Gremium für Antirassismusarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Die Fortbildung wird veranstaltet vom Dachverband für globale Gerechtigkeit Baden-Württemberg (DEAB) e.V. und der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Sie ist Teil der DEAB-Veranstaltungsreihe ”Dekolonialität in der (Bildungs-)praxis – eine Suche“. Die Reihe gibt dekoloniale Impulse, um praxisorientiert die eigene Bildungsarbeit und politisches Engagement für eine gerechtere Welt zu reflektieren. In einem Transferprozess in die eigene (Bildungs-)praxis werden Handlungsmöglichkeiten des Engagement für eine global gerechte Welt dekolonial reflektiert, sowie Strategien einer intersektionalen, macht- und rassismuskritischen Bildungsarbeit (weiter-)entwickelt.

Die Impulse der Fortbildungen richten sich an Lehrkräfte, Bildungsreferent*innen und Multiplikator*innen aus Projekten Globalen Lernens/der BNE, ehren- oder hauptamtlich Engagierte aus (post-)migrantischen Organisationen, junge Initiativen und Organisationen in Baden-Württemberg und darüber hinaus.
Verantwortlich
Dr. Johannes Kuber

Fachbereichsleiter

Fragen zur Organisation?

Preise & Anmeldung

Tagungsbeitrag: kostenfrei



Anmeldeschluss: 01.12.2026