Tagungen

Zwangsverheiratung wirksam bekämpfen

Neue Herausforderungen

18. November 2026

09:00 - 17:00 Uhr

Stuttgart-Hohenheim

Verantwortlich
Christina Reich M.A.

Fachbereichsleiterin

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Preise & Anmeldung

Tagungsbeitrag inkl. Verpflegung: € 15,00



Anmeldeschluss: 04.11.2026

Anfahrt

Tagungszentrum Hohenheim
Paracelsusstraße 91
70599 Stuttgart-Hohenheim


Workshops
Workshop 1: Zwangsverheiratung kommunal begegnen: Kooperationen stärken Lena Dunio-Özkan, Referentin Gewalt gegen Frauen und Prostitution Stadt Mannheim, Viktoria Kornhaas, Koordinierungsstelle Istanbul-Konvention Stadt Karlsruhe, Elena Seipel, Mädchen*beauftragte Stadt Mannheim Wie kann auf kommunaler Ebene ein wirksamer, diskriminierungssensibler und betroffenenorientierter Umgang mit Zwangsverheiratung gelingen? Der Workshop richtet sich an Personen die auf kommunaler Ebene tragfähige Strukturen und Netzwerke aufbauen oder weiterentwickeln möchten. Anhand von Praxisbeispielen aus Mannheim und Karlsruhe erhalten die Teilnehmenden Einblicke in Kooperationen, Herausforderungen und Lösungsansätze. Gemeinsam werden relevante Akteurinnen und Akteure identifiziert und erste Impulse für die Zusammenarbeit vor Ort entwickelt. 
Workshop 2: Live-Simulation zur Arbeit mit männlichen Jugendlichen zu Ehrvorstellungen, Geschlechterrollen und Gewalt Alexander Yussufi, Way of X Wie gelingt es, mit männlichen Jugendlichen über Ehrvorstellungen, Geschlechterrollen und Gewalt ins Gespräch zu kommen, ohne Widerstände zu erzeugen? Im Projektblock stellt Alexander Yussufi die von Way of X entwickelten Methoden Extraction und Inception vor. Anhand einer Live-Simulation erleben die Teilnehmenden, wie Denk- und Handlungsmuster sichtbar gemacht und reflektiert werden können. Ergänzend werden praktische Übungen aus der Arbeit mit Jungsgruppen vorgestellt. Der Fokus liegt auf der Prävention von Ehrgewalt sowie der Förderung von Selbstreflexion und Perspektivwechsel. 
Workshop 3: Umgang der Polizei mit Zwangsverheiratungen Jule Franziska Leisner, Landeskriminalamt Baden-Württemberg,
Referat Prävention 
Der Workshop thematisiert den Umgang der Polizei mit Zwangsverheiratungen und behandelt schwerpunktmäßig das Thema Opferschutz.
Außerdem werden die Fallzahlen von Zwangsverheiratungen dargestellt und Informationen über den Ablauf eines Strafverfahrens gegeben. 
Workshop 4: Zwangsverheiratung erkennen und wirksam begleiten: Fallbeispiele aus der Beratungsarbeit des Sozialdienstes Sozialdienst Muslimischer Frauen Zwangsverheiratung bleibt häufig unerkannt, auch von den Betroffenen selbst. Anhand anonymisierter Fallbeispiele aus der Beratungsarbeit des Sozialdienstes muslimischer Frauen Stuttgart e.V. werden unterschiedliche Formen von Zwangsverheiratung sowie deren Dynamiken beleuchtet. Im Mittelpunkt stehen die Sensibilisierung für Warnsignale, die Erkennung von Zwangslagen sowie die Frage, wie Betroffene durch eine religions- und kultursensible Beratung dabei unterstützt werden können, ihre Situation zu verstehen, einzuordnen und geeignete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Der Workshop bietet praxisnahe Einblicke in die Beratungsarbeit, fachlichen Austausch sowie Raum für Diskussion und Reflexion. 
Workshop 5: Menschenhandel und Zwangsheirat im digitalen Zeitalter: Herausforderungen, Werkzeuge und Strategien Friederike Schnaudt, Koordinierungsstelle zu Digitaler Gewalt im
sozialen Nahraum 
Die rasante technische Entwicklung der letzten Jahre hat massive Auswirkungen auf die Arbeit gegen Menschenhandel und Zwangsheirat. Der Workshop vermittelt einen Überblick über aktuelle Trends und drängende neuen Themen für Beratende in der schnelllebigen Welt technischer Veränderungen, von Überwachungs-Software bis hin zum Veröffentlichen intimen Bildmaterials. Dabei soll sowohl die Bedrohungsperspektive eingeordnet wie neue Werkzeuge und Strategien digitaler Absicherung beleuchtet werden. 
Workshop 6: Vorstellung der Studie „Zwangsverheiratung im Kontext von Menschenhandel“ Sophia Härtel, Rechtsreferentin, KOK - Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V.,
Maren Belinchón, Politikwissenschaftlerin und Hauptautorin,
Doris Köhncke, Fraueninformationszentrum (FiZ) 
Die reformierte EU-Richtlinie zu Menschenhandel verpflichtet Deutschland dazu, bis Juli 2026 Zwangsverheiratung als Ausbeutungsform im Kontext von Menschenhandel in nationales Recht umzusetzen. Der KOK hat in einer Studie die Beratungspraxis in Fällen von Zwangsverheiratung und von Menschenhandel analysiert und miteinander verglichen. Im Workshop werden die zentralen Ergebnisse der Studie vorgestellt und diskutiert. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Konsequenzen die geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen für die Beratungspraxis haben und wie Fachberatungsstellen diesen Entwicklungen begegnen können. 
Tagungsleitung
Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg, Franziska Nuffer 
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Christina Reich 
Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Baden-Württemberg (ajs), Silke Grasmann 
Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V. (eva), Beratungsstelle YASEMIN 
Fraueninformationszentrum (FiZ), Doris Köhncke, Claudia Robbe 
Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS), Katrin Steinhilber 
Zur Teilnahme
Tagungsbeitrag inkl. Verpflegung 15,00 € 
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
– Geschäftsstelle –
Assistenz: Bettina Wöhrmann M.A.
Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart
Tel.: +49 711 1640 706
E-Mail: woehrmann@akademie-rs.de

Anmeldung: www.akademie-rs.de/vakt_26044
Die Anmeldung erbitten wir schriftlich spätestens bis zum 4. November 2026. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung. Bei Rücktritt von der Anmeldung vom 05. – 11.11.2026. (Eingangsdatum) stellen wir Ihnen die Hälfte der Tagungskosten in Rechnung, danach bzw. bei Fernbleiben die Gesamtkosten. Ersatz durch eine andere Person befreit von Stornogebühren. 
Bei der Veranstaltung werden von Veranstalterseite aus keine Bilder und Videos gemacht und wir bitten alle Teilnehmenden ebenfalls auf Bild- und Videoaufnahmen zu verzichten. 
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
– Tagungszentrum Hohenheim –
Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart
Tel.: +49 711 451034 600; Fax: +49 711 451034 898
Ihre Anreise: www.akademie-rs.de/hohenheim-anreise
Für Elektrofahrzeuge gibt es in unmittelbarer Nähe zwei öffentliche Ladesäulen. 

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