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Liebe Leserin, lieber Leser,

international zu denken, hilft Grenzen zu überwinden, Neues zu entdecken und gemeinsam Zukunft zu gestalten. In der Akademie ist dies mit dem Fachbereich Internationale Beziehungen seit vielen Jahren ein wichtiger thematischer Schwerpunkt der Arbeit.

Seit dem vergangenen Jahr ist der Fachbereich um einen großen Projektbereich erweitert - die Académie de l’Amitié: Eine Initiative innerhalb der Partnerschaft des Landes Baden-Württemberg mit Burundi, die seit 40 Jahren existiert. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Projekt in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Bad Boll die Freundschaft zwischen den beiden Ländern nun mitgestalten.

Ziel der Académie de l‘Amitié ist es, Menschen und Organisationen beider Regionen in Tandems zusammenzuführen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Erste Tandems haben sich bereits in den Bereichen Journalismus, Gesundheit, Gemeindepartnerschaften, Friedens-, Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit gebildet. Darüber hinaus entsteht gerade eine Jugendkomponente.

In den Tandems geht es darum, zusammen und voneinander zu lernen, in einem offenen Prozess ein gemeinsames Thema zu identifizieren und eine Projektidee zu entwickeln, welche zu nachhaltigen Beziehungen führen kann. Nichts ist dabei vorgegeben. Es geht um die Eröffnung eines transnationalen Dialograumes von der Basis her mit dem Ziel, Freundschaften zu bilden, die Grenzen überwinden und Neues entstehen lassen.

Die Akademie vernetzt, begleitet, setzt praktische wie theoretische Impulse, unterstützt und ermöglicht den Prozess. Im Zentrum stehen Begegnung, Austausch und Dialog als wichtige Momente von Veränderung, Erkenntnis und Partnerschaft, um gemeinsam Zukunft in der Einen Welt zu gestalten.

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns am Donnerstag, den 30.01. um 17 Uhr im Hospitalhof in Stuttgart die offizielle Eröffnung der Académie de l‘Amitié zu feiern und ein Teil von ihr zu werden.

 

Feiern Sie mit uns - Wir freuen uns auf Sie!

   

 

   

Dr. Heike Wagner
Leiterin des Standorts Weingarten
Leiterin Fachbereich Internationale Beziehungen

 

Die nächsten Veranstaltungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mittendrin

Liebe Freundinnen und Freunde der Akademie,

Es war noch in den 1990er-Jahren; ich war seinerzeit Redakteur bei der Leipziger Volkszeitung. Bei einer Veranstaltung zur anstehenden Bundestagswahl bekannte sich eine Leserin energisch als Nicht-Wählerin, mit der Begründung, die Politiker würden sich ja „doch nur streiten und nichts auf die Reihe kriegen“. Woher sie das denn wisse, fragte ich sie. „Na, das schreibt Ihr Journalisten doch immer“, lautete die Antwort.

Für mich war diese Einschätzung durchaus hilfreich. Denn so wichtig eine kritische Berichterstattung und damit der Streit in der Demokratie und ihren Medien auch ist – „eine Demokratie, in der nicht gestritten wird, ist keine“ (Helmut Schmidt) – so sollten sich Medienmacher nicht in der Wahrnehmung von Krisen und Katastrophen erschöpfen. Vielmehr gilt es, auch den guten Nachrichten eine Stimme und ein Gehör zu verschaffen. „Konstruktiver Journalismus“, so nennen es die Vertreter:innen einer entsprechenden Praxis. Ein Journalismus, der Mängel nicht schönredet, aber auch Lösungswege aufzeichnet und dadurch das Vertrauen untereinander und in die Entscheidungswege der Politik stärkt.

Und wenn heute gelegentlich ein Blick zurück auf die Zeit vor 1933 geworfen wird: Als Tragik mancher linker Publizistik hat es einmal Kurt Sontheimer bezeichnet, dass bei der scharfen Kritik an politischen Missständen durch Tucholsky & Co. seinerzeit die Möglichkeit ungenutzt blieb, die junge Republik von Weimar geistig zu stützen.

Es ist sicherlich eine Herausforderung, Mängel klar beim Namen zu nennen und zugleich das Vertrauen in Veränderungen zu erhalten: in der Demokratie wie in der Kirche, in den Medien und auch in der kirchlichen Bildungsarbeit. Aber es lohnt sich und könnte einen Teil dazu beitragen, die Zahl der Wählenden zu stabilisieren – und die der Kirchenmitglieder. (Daniel Meier)

Aktuelles aus der Akademie

 
Wie lässt sich der Nahost-Konflikt im Unterricht behandeln? Wie umgehen mit Antisemitismus und Rassismus gegen Muslime? Ein neues Projekt im Rahmen…
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Wie sieht die eigene Welt in den Augen der anderen aus? Geflüchtete, Studierende im Gespräch mit Integrationsminister Lucha.
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Wie prägen Männlichkeiten das Zusammenleben? Fürsorge und alternative Lebensentwürfe – jenseits der Zweigeschlechtlichkeit.
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„Einwanderung, Flüchtlingsschutz, Teilhabe“ stand über der Weingartener Herbstwoche, einem praxisorientierten Seminar für Studierende.
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Medienecho

Das sehr aktuelle, von Christian Ströbele u.a. herausgegebene Buch „Rechtspopulismus und Religion. Herausforderungen für Christentum und Islam“ hat in der Fachwelt zwei begeisterte Rezensionen gefunden. Hier sind sie: die im Eulenfisch und die in Communicatio Socialis.

 

Zum Schluss

„Aufhören tut not, man muss es als menschliche Kulturtechnik wieder lernen. Damit man auch wieder beginnen kann."


Harald Welzer, Nachruf auf mich selbst. Die Kultur des Aufhörens, Frankfurt am Main 2023, 144

 
 
 

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