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Liebe Leserin, lieber Leser,

weltpolitisch wie auch migrationspolitisch geht es derzeit ans „Eingemachte“: Nicht weniger als der internationale Frieden, die Zukunft der so genannten westlichen Wertegemeinschaft mit den USA stehen auf dem Spiel. Jedoch geraten auch in Europa selbst wesentliche menschenrechtliche Errungenschaften unserer Nachkriegsordnung bis hin zur Europäischen Menschenrechtskonvention zunehmend unter Rechtfertigungs- und Überlebensdruck – in kaum einem Feld so verdichtet wie auf dem Feld der Migrationspolitik.

Entsprechend intensiv diskutierten bei den Hohenheimer Tagen zum Migrationsrecht rund 300 Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Rechtsprechung, NGOs und den Kirchen aktuelle migrationspolitische Entwicklungen aus verschiedenen und mitunter kontroversen Perspektiven. Im Fokus der Tagung standen die Pläne der neuen Bundesregierung, jedoch auch zahlreiche Dauer- und Zukunftsthemen wie die Klimamigration, die Lage in Syrien, die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems sowie Strategien gegen Rassismus in Zeiten erstarkenden Rechtspopulismus und -extremismus.

Kennzeichnend für die Tagung, die in diesem Jahr bereits ihr 40-jähriges Jubiläum begeht, ist dabei immer auch der vorausschauende Blick über den „migrationsrechtlichen Tellerrand“ hinaus. Denn letztlich gilt: Die sogenannten westlichen Werte von Demokratie und Menschenrechten werden nur dann Bestand haben und sich gegen autokratische Einfallstore sowie das erfolgreiche Narrativ westlicher Doppelstandards verteidigen lassen, wenn sie konsequent gelebt und glaubwürdig umgesetzt werden. Auf allen Ebenen und gerade auch in der Migrationspolitik, an der sich derzeit mehr denn je die Zukunft der Menschenrechtsidee entscheidet – nicht nur für Migrant:innen, sondern letztlich für uns alle.

Es grüßt Sie herzlich,

Ihre

Dr. Konstanze Jüngling, Leiterin Fachbereich Migration und Menschenrechte

Die nächsten Veranstaltungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mittendrin

Liebe Freundinnen und Freunde der Akademie,

Es ist schon 30 Jahre her. Nach einem Studienjahr in Jerusalem hatte ich mich für zwei Wochen in ein kleines Dorf am Rande der Wüste Sinai zurückgezogen. Die Tage verbrachte ich mit der Lektüre theologischer Bücher im Schatten einer Beduinenbehausung am Strand. Und täglich kamen zwei Jugendliche vorbei und suchten das Gespräch mit mir. Besonders hatte es ihnen eine Ansichtskarte aus Heidelberg angetan, die mir als Lesezeichen diente. Samt klassischem Blick auf das Schloss, umrahmt von den grünen Hügeln des Odenwalds. Eines Tages fragte mich Ahmed, einer der beiden Jungen, nach kurzem Zögern: „Mister, is there no desert in Germany? Is it all green?“

Beim Spaziergang in der Abendsonne über den Stuttgarter Waldfriedhof musste ich kürzlich wieder an diese Begegnung denken. Was für ein wunderbares Geschenk ist doch dieses üppige Grün – und keineswegs selbstverständlich. Auch die Akademie beschäftigt sich immer wieder mit dem Thema der zu bewahrenden Schöpfung. So widmet sich eine Veranstaltung am 3.6. den möglichen Impulsen indigener Spiritualität, zehn Jahre nach dem Erscheinen der päpstlichen Umweltenzyklika Laudato si‘. Zu ihrer Entstehung und Bedeutung äußert sich Fabian Jaskolla im Interview, aufgenommen im Akademiegarten. Und am 21.7. fragt eine Tagung nach Wasserextremen als möglicher Gefahr für unsere Demokratie.

Trotz aller Besorgnis erregenden Nachrichten, wünsche ich Ihnen eine genussvolle Zeit in der geschenkten Natur. Und beherzigen Sie den Rat, den der protestantische Liederdichter Paul Gerhardt einst im Jahre 1653 gegeben hat, in einer Zeit schwerer Verwüstungen durch Krieg und „kleiner Eiszeit“ in Deutschland: „Geh aus, mein Herz und suche Freud / in dieser lieben Sommerzeit / an deines Gottes Gaben / schau an der schönen Gärten Zier / und siehe, wie sie mir und dir / sich ausgeschmücket haben.“ 

Daniel Meier

Aktuelles aus der Akademie

 
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Call for Papers für die RSNG-Tagung "Menschsein zwischen Fortschrittshoffnung und dystopischer Bedrohung"
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Bereits zum 40. Mal fanden Anfang Mai die „Hohenheimer Tage zum Migrationsrecht“ in Stuttgart statt, die wohl bedeutendste migrationsrechtliche…
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Medienecho

Die Hohenheimer Tage zum Migrationsrecht sind auch bundesweit auf erfreulich großes Medienecho gestoßen. Lesen Sie hier den Beitrag im Tagesspiegel.

 

Afrikagespräche

Die Afrikagespräche finden in diesem Jahr vom 5. - 7. Dezember in Stuttgart-Hohenheim statt. Sie stehen unter dem Titel: "Rohstoffpolitik in und um Afrika: Herausforderungen und Chancen"

 
 
 

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