07.02.2023, 09:30 Uhr - 18:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Offene Veranstaltung

Sufismus in Deutschland

Gesellschaft gemeinsam gestalten

Der Sufismus ist die mystische Dimension des Islam. Sie begegnet in unterschiedlichen Formen und ist bis heute sowohl in der islamischen Theologie präsent wie auch in der Lebenswelt von Muslim:innen, insbesondere in der Organisationsform von Sufi-Orden. Wie steht es um deren religiöses Profil, ihre örtlichen Institutionen und deren gesellschaftliches Wirken?
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Weltethos

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Sufismus – die mystische Form des Islam

Was ist Sufismus? Wo liegen seine Wurzeln? Wie wird er heute gelebt – auch in Deutschland? Wo gibt es religiöse und gesellschaftliche Anknüpfungspunkte?

Der Sufismus, die mystische Strömung des Islam, prägt muslimisches Glaubensleben seit seinen Anfängen. Weithin bekannt sind die ungewöhnlichen, oft intensiven Ausdrucksformen: die lyrischen, bis ins Ekstatische reichenden Versuche, die erstrebte Nähe Gottes zu versprachlichen, wie etwa bei Galal ad-Din Rumi, die mantra-artigen Wiederholungen der göttlichen Eigenschaften oder der Wirbeltanz der Derwische. Weniger bekannt ist, wie der Sufismus heute tatsächlich gelebt wird, wie er sich in Deutschland ausprägt, sich institutionell organisiert und ins gesellschaftliche Leben einbringt.

Typisch für den Sufismus ist eine mehr oder weniger enge Organisation als „Ordensgemeinschaft“, die Gemeinsamkeiten, aber auch einige Unterschiede zu christlichen „Orden“ aufweist. Größere Sufi-„Orden“ haben in Deutschland Mitglieder- und Anhängerzahlen im drei- und vierstelligen Bereich. Welche Glaubensvorstellungen und religiösen Praktiken zeichnen sie aus? Welche Gemeinsamkeiten, welche Anschlussfragen lassen sich dabei im interreligiösen Gespräch erkennen? Wie sind die verschiedenen Organisationen strukturiert, welche religiösen und gesellschaftlichen Aktivitäten machen ihre Wirksamkeit aus, und wie interagieren sie mit anderen Akteuren in ihren jeweiligen kommunalen Kontexten?

Die Tagung bietet ein Forum für Akteure und Interessierte aus verschiedenen gesellschaftlichen Handlungsfeldern und fachlichen Perspektiven.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe zu kleineren oder minoritären muslimischen bzw. islamstämmigen Gruppierungen in Deutschland, in der 2020 das Alevitentum und 2022 die Ahmadiyya behandelt wurden. Die Veranstaltungsreihe findet in Zusammenarbeit mit der Stiftung Weltethos statt.

Weitere Veranstaltungen:

30.-31.3.2023: Art, Aesthetics and Islamic Mysticism:
Contemporary Perspectives (englischsprachige Online-Tagung)

25.4.2023: Sufismus – die mystische Form des Islam
(Abendveranstaltung in Weingarten)

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Kontakt

Dr. Christian Ströbele

Fachbereichsleiter
Fachbereich Interreligiöser Dialog

Tel.: +49 711 1640 725

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