Kirche und Gesellschaft

Freiheit von | für | mit Religion?

Grundsätzliche Überlegungen zu einer Balance zwischen Staat, Kirchen und Religionsgemeinschaften

 

Die kontroversen Debatten um Kruzifixe in Klassenräumen, Kopftuchverbot oder Beschneidung, die in erstaunlicher Breite in den Medien und der Zivilgesellschaft geführt wurden, zeigen eine Gesellschaft, die die Anliegen von Kirchen und Religionsgemeinschaften nicht mehr nachvollziehen kann oder will. Sie zeigen aber auch Kirchen und religiöse Gemeinschaften, die offensichtlich nicht nur ihre religiösen Riten und Traditionen schwer vermitteln können, sondern deren gesellschaftlicher Nutzen insgesamt in Frage gestellt wird.

Verena Wodtke-Werner im Gespräch mit den Professoren Wolfgang Huber und Peter Sloterdijk

Der Verfassungsrechtler Wolfgang Böckenförde formulierte den berühmten Satz, dass der Staat von Voraussetzungen lebe, die er selbst nicht garantieren könne, und meinte in seiner Zeit das Erbe der christlichen Religion, das aus diesem Grund zu schützen sei.

Genau dies wird aber heute als überholte Privilegierung der Kirchen in Frage gestellt oder von den anderen Religionsgemeinschaften ebenfalls eingefordert. Während die einen also für eine stärkere staatliche Gleichbehandlung der plural gewordenen religiösen Landschaft plädieren, fordern die anderen eine weitergehende oder sogar strikte Trennung von Staat und Kirche bzw. Staat und Religion.

Wird eine solche, in der Konsequenz privatisierte, Sichtweise der Bedeutung von Glaube und Religion für das Zusammenleben einer Gesellschaft und den kulturellen, sozialen und integrativen Leistungen der Kirchen und Religionsgemeinschaften gerecht? Und sind sich im Umkehrschluss die Kirchen und die Religionsgemeinschaften selber ihrer Bedeutung und Verantwortung bewusst und werden sie ihr auch gerecht? Diesen Fragen gehen wir nach.

Veranstaltungen des Fachbereichs Theologie - Kirche - Gesellschaft

Abendveranstaltung im Rahmen des Theodor-Heuss-Kolloquiums 2022

Vom Bittbrief zur Hassmail?

Bürgereingaben an die Politik in Zeiten von Social Media und Populismus
Die Abendveranstaltung findet in Form einer Podiumsdiskussion statt, an der Antje Siebenmorgen, Referatsleiterin im Bundespräsidialamt und zuständig für Bürgerbriefe, sowie Dr. Andrej Stephan, Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Dr. Karamba Diaby (SPD), teilnehmen.
In Kooperation mit der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus

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Veranstaltungen für ExpertInnen

Bild-fromm? Sehen, erkennen, glauben …

Wissenschaftliche Begleittagung zur Ausstellung der Württembergischen Landesbibliothek mit Bibel-Illustrationen

Von KünstlerInnen gestaltete und bebilderte Bibeln eröffnen über die Sprache hinaus einen Zugang zu biblischen Texten. Gleichzeitig fokussieren und fixieren sie eine bestimmte Perspektive des Textes wie auch die Perspektive der BetrachterInnen auf den Text.
Die Tagung geht dem Zueinander von Sehen und Glauben, von Sehen und Erkenntnis nach.

In Kooperation mit der Württembergischen Landesbibliothek, Stuttgart

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Offene Veranstaltung

Der freie Blick?

Wie gelingt externe Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs?
Podiumsdiskussion beim Katholikentag 2022
Kann ein Systemträger ein Systemsprenger sein? Diese Frage stellt sich angesichts der so genannten unabhängigen Aufarbeitungskommissionen zum sexuellen Missbrauch, welche die katholische Kirche in Deutschland eingerichtet hat. In der Diskussion mit der Politik, Modellen aus anderen Ländern Europas und Betroffene möchten wir kritisch der Frage nachgehen, ob die Aufarbeitung unabhängig sein kann, solange die Kirchen immer noch daran beteiligt sind. Welche alternativen Wege gibt es? Auf dem Podium, im Rahmen des Katholikentages, diskutiert der SPD-Politiker Lars Castellucci mit dem Trierer Bischof Stephan Ackermann, der Opferschutzanwältin Waltraud Klasnic, dem Pater Klaus Mertes und Robert Köhler, der als Schüler im Kloster Ettal zum Opfer wurde und sich heute für Betroffene stark macht.

Link zum Katholikentag


Veranstaltungen für ExpertInnen

Christentum im Plural

Christsein ist global, kulturell vielfältig, von unterschiedlichen Traditionslinien und historischen Momenten geprägt. Mit dieser Vielfalt christlicher Prägungen im beruflichen wie privaten Kontext kompetent umzugehen, ist das Ziel des Projektes Christentum im Plural.
In sieben Modulen an drei Tagen werden wesentliche Inhalte und kulturelle Ausformungen des Christentums vermittelt und zur Diskussion gestellt.
In Zusammenarbeit mit: Katholische Erwachsenenbildung Diözese-Rottenburg Stuttgart e.V. und Institut für Fort- und Weiterbildung der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Anmeldungen an: keb@bo.drs.de oder telefonisch unter 0711 9791 4920


Veranstaltungen für ExpertInnen

"Einer für Alle?!" Aktuelle Überlegungen zum Bild und zur Rolle des katholischen Priesters heute

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09.05.2022, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
Offene Veranstaltung

Online: Wohin führt Putins Krieg?

Politisch-Philosophischer Salon

Neues denken, um anders handeln zu können: Prominente Gäste, die sich diesem Prinzip verschrieben haben, stehen im Fokus des Politisch-Philosophischen Salons und diskutieren mit Dr. h.c. mult. Annette Schavan und Prof. Dr. Ortwin Renn über nachpandemische Transformationsideen und Konzepte. Als Gast des Abends begrüßen wir den ehemaligen deutschen Botschafter in Russland, Rüdiger Freiherr von Fritsch.

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09.05.2022, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
Offene Veranstaltung

Wohin führt Putins Krieg?

Politisch-Philosophischer Salon

Neues denken, um anders handeln zu können: Prominente Gäste, die sich diesem Prinzip verschrieben haben, stehen im Fokus des Politisch-Philosophischen Salons und diskutieren mit Dr. h.c. mult. Annette Schavan und Prof. Dr. Ortwin Renn über nachpandemische Transformationsideen und Konzepte. Als Gast des Abends begrüßen wir den ehemaligen deutschen Botschafter in Russland, Rüdiger Freiherr von Fritsch.

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31.03.2022, 19:30 Uhr - 20:30 Uhr
Offene Veranstaltung

Online: Hilft uns der Synodale Weg aus der Krise?

Macht und Gewaltenteilung - konkrete Schritte in der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Gespräch mit Stadtdekan Msgr. Dr. Christian Hermes
Vor dem Hintergrund der Krise in der katholischen Kirche fordert der Synodale Weg einen anderen Umgang mit Macht. "Macht und Gewaltenteilung in der Kirche. Gemeinsame Teilhabe und Teilnahme am Sendungsauftrag" heißt das grundlegende Papier des Synodalen Weges, das mit einer Zustimmung von über 70% überraschte.
Gemeinsam mit Monsignore Dr. Hermes wollen wir diskutieren, was davon ganz konkret in unserer Diözese und den Gemeinden auf den Weg gebracht werden kann.

Programm

Meeting-ID: 847 2164 9995, Kenncode: 808282