Genderperspektive

Tag der Diakonin: Frauen am Altar mit Paul Magino, Sprecher des Priesterrates

Zur Debatte um gleiche Augenhöhe von Mann und Frau

Die Genderdebatte und die Genderforschung nehmen seit den 90er Jahren in der Wissenschaft und in der Öffentlichkeit einen zunehmend breiten Raum ein. Frauen in Führungsetagen und Männer in Elternzeit zeigen, dass Rollenzuschreibungen pragmatisiert und offener geworden sind. Die anhaltende Kontroverse um das Thema „Sexuelle Vielfalt“ im Bildungsplan Baden-Württemberg macht aber auch deutlich, dass nicht nur Kirchen, sondern Teile der Bevölkerung sich hier in einer hochemotionalisierten Wertedebatte engagieren.

In der katholischen Kirche demonstrierte die Umfrage von Papst Franziskus und auch das anschließende Schreiben „Amoris Laetitia“, dass in der Frage der Geschlechterdebatte und Rollenverteilung gesellschaftlicher und kirchlicher Diskurs mehrheitlich scharf aufeinander prallen. Zu schillernd und heterogen erscheinen die Konnotationen und Definitionen um Geschlechtergerechtigkeit, Doing-Gender, Gendermainstreaming, QUEER etc.; mit der Folge, dass in der katholischen Kirche mit Skepsis oder offener Ablehnung auf dieses Thema reagiert wird. Dabei bleibt unklar, welche Fachinformationen innerkirchlich tatsächlich zur Kenntnis genommen wurden.

Auch innerkirchlich wird die Debatte um die Rolle der Frau unvermindert geführt. Deutlich wird dies auch an der Frage, ob Frauen zu Weiheämtern in der Kirche zugelassen sein sollen, oder nicht. Vor 20 Jahren sind in der Akademie in Hohenheim erstmals Frauen zusammengekommen, um die Zulassung zum Diakonat zu fordern. Der jährliche Tag der Diakonin erinnert an diese unerfüllte Gleichberechtigung in der Kirche. Er erneuert immer wieder den Ruf nach einer Kirche, in der Männer und Frauen gleichwertig sind.

Bericht und gemeinsame Abschlusserklärung vom Tag der Diakonin am 29. April 2017

Veranstaltungen des Fachbereichs Theologie - Kirche - Gesellschaft

Veranstaltungen für ExpertInnen

Aufrecht

Spirituellen Missbrauch aufdecken – Autonomie ermöglichen
Die Tagung wendet sich an alle pastoralen Dienste, pastorale MitarbeiterInnen, Geistliche BegleiterInnen sowie kirchliche MitarbeiterInnen im Bereich Seelsorge, Beratung und Diakonie.
Die Veranstaltung ist für diese Zielgruppe kostenfrei:

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Wir müssen reden über

Sexualmoral

Begleitend zum Synodalen Weg, bieten wir zu jedem Forum des Synodalen Weges eine Veranstaltung bis 2021 an.

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Veranstaltungen für ExpertInnen

Christentum im Plural

Ein Qualifizierungsangebot für einen differenzierten Umgang mit der Vielfalt christlicher Prägungen
In sieben Modulen infomiert der Kurs über zentrale Inhalte und kulturelle Ausformungen des Christentums in Geschichte und Gegenwart. Der Kurs entspricht den Anforderungen des Bildungszeitgesetzes.
In Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung der Diözese und dem Institut für Fort-und Weiterbildung der Diözese

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Details und Anmeldung


30.09.2020, 09:30 Uhr - 17:30 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Veranstaltungen für ExpertInnen

Aufrecht

Spirituellen Missbrauch aufdecken – Autonomie ermöglichen
Die Tagung wendet sich an alle pastoralen Dienste, pastorale MitarbeiterInnen, Geistliche BegleiterInnen sowie kirchliche MitarbeiterInnen im Bereich Seelsorge, Beratung und Diakonie.
Die Veranstaltung ist für diese Zielgruppe kostenfrei:

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16.09.2020, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
Offene Veranstaltung

Wer reicht den Schierlingsbecher?

Herausforderungen nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Sterbehilfe

Im Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht das Gesetz zur Sterbehilfe gekippt, das die gewerbsmäßige Hilfe zum Suizid unter Strafe stellt. Die höchsten Richterinnen und Richter leiten aus dem Artikel 1 des Grundgesetzes ("Die Würde des Menschen ist unantastbar") das Recht eines jeden Einzelnen ab, selbstbestimmt und zu jeder Zeit über sein Lebensende zu entscheiden. Dieses grundstürzende Urteil wirft viele ethische, rechtlich-politische, aber auch theologische Fragen auf, denen wir uns alle jetzt stellen müssen.

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22.04.2020, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Offene Veranstaltung

Geliebtes Amazonien - Was ist wahre Liebe?

Zu den Folgen der Amazonassynode für den Synodalen Weg

Das apostolische Schreiben von Papst Franziskus zu den Vorschlägen der Amazonassynode 2019 hat der Papst mit der Anrede „Geliebtes Amazonien“ übertitelt. Südamerika ist sein geliebter Kontinent und er fürchtet um die Natur für uns alle und ist an der Seite der geschundenen Menschen. Auch deshalb war die Hoffnung der Bischöfe und Synodenteilnehmer in Rom groß, dass die Vorschläge und Bitten der Christlichen Bevölkerung aus dem Amazonasbecken von Franziskus ernst genommen würden. Wie mag es aber um die wahre Liebe stehen, wenn dazu neue, pastorale Wege notwendig sind, um die wichtigen Anliegen überhaupt umzusetzen zu können? Hier ist die Enttäuschung nicht nur in Amazonien groß, sondern auch in der deutschen Kirche, die sich kräftigen Rückenwind für den Synodalen Weg versprochen hatte. Was bedeutet das Dokument der Amazonassynode für die deutsche Kirche, für uns hier in der Diözese im Haupt- und Ehrenamt? Darüber kompakt zu informieren und mit Ihnen zu diskutieren, ist Ziel unseres „Nachgefragt“-Abends.
Die Veranstaltung fällt leider aus.