Geschichte

Veranstaltungen

Internationale Tagung der Forschungsgruppe "Observer l’Observance"

Die Observanzbewegung

Rechtliche Strukturen und politische Unterstützung in Europa (Ende 14. bis Anfang 16. Jahrhundert)
Die ReformerInnen der Observanzbewegung strebten nicht nur eine innerreligiöse Erneuerung durch strengere Einhaltung der kirchlichen Lehre an, sondern zielten auf eine Reform der gesamten Gesellschaft, was ethische und wirtschaftliche Fragen sowie jeden Aspekt der christlichen Lebensführung einschloss. Die Observanzbewegung trug so eine typisch monastische Wertekategorie - den Gehorsam - in das Herz vormoderner politischer und sozialer Systeme und kann somit als Schlüssel zum Verständnis der ‚Modernisierung' Europas am Beginn der Reformation verstanden werden.
Arbeitssprachen der Tagung sind Englisch, Französisch und Deutsch.

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Öffentlicher Vortrag

Luther und die mittelalterlichen Traditionen mönchischer Ideale

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Gert Melville (Dresden) im Rahmen der Tagung "Die Observanzbewegung. Rechtliche Strukturen und politische Unterstützung in Europa (Ende 14. bis Anfang 16. Jahrhundert)"

Luther war Mönch. Damit sah er sich in Traditionen, die weit über tausend Jahre zurückreichten und hunderttausende "Virtuosen des Glaubens" hervorgebracht hatten. Diese standen nach eigenem Verständnis zwischen Erde und Himmel und fühlten sich auch in weiten Bereichen ihrer gelebten Spiritualität unmittelbar auf Gott verwiesen. Luther war von diesen Traditionen bis in seinen Lebenskern hinein geprägt. Dabei ging es keineswegs nur um theologische Inhalte, sondern vielmehr um eine eintrainierte Weise der Religiosität, welche dann auch in seine reformatorische Theologie eingeflossen ist.

19:00 Uhr, Tagungshaus Weingarten
Eintritt frei - Spenden willkommen.


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12. Tagung des Arbeitskreises AIM Gender

Männlichkeiten und Care

Selbstsorge, Familiensorge, Gesellschaftssorge
Bei der diesjährigen Tagung sollen das gesellschaftlich bisher wenig beachtete Engagement von Männern in der Care-Arbeit (etwa Kinderbetreuung, Arbeit im Haushalt, Partnerpflege) sowie dessen Auswirkungen auf geltende Konzepte von Männlichkeit diskutiert werden.
In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung - Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften AIM Gender

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Veranstaltungs-Rückschau

25.10.2018, 18:00 Uhr - 27.10.2018, 14:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
24. Tagung des Arbeitskreises Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit

Ökonomie – Geschlecht – Recht

Frauen arbeiteten in der Frühen Neuzeit nicht nur gemeinsam mit ihren Ehemännern, sondern waren auch eigenständig in vielen Bereichen tätig. Die Tagung beleuchtet die Bedeutung der Kategorie Geschlecht im Feld der Ökonomie und den konkreten Handlungsräumen von Frauen und Männern zu. Das Spektrum der Fragen reicht von der geschlechtsspezifischen Nutzung von Dingen über die Produktion und Zirkulation von Gütern bis hin zu klassischen Fragen danach, wie Frauen und Männer ihren Lebensunterhalt bestritten.
In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit

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28.09.2018, 18:00 Uhr - 21:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Öffentliche Abendveranstaltung

1918 und die Welt

Europäische und globale Auswirkungen von Weltkrieg und Friedensordnung
Im Herbst jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Aus diesem Anlass nimmt die Veranstaltung in zwei Vorträgen und einem anschließenden Podiumsgespräch die Auswirkungen in den Blick, die das Ende des Ersten Weltkriegs und die sich daraus ergebende Nachkriegs- und Friedensordnung jenseits der vorherrschenden national geprägten Sichtweisen auf europäischer und globaler Ebene zeitigten.
Mit Vorträgen von Prof. Dr. Jörn Leonhard (Freiburg) und Prof. Dr. Ewald Frie (Tübingen).
In Zusammenarbeit mit dem Landesverband Baden-Württemberg im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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21.09.2018, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
Öffentlicher Vortrag

Gibt es einen schwäbischen Katholizismus?

Kirchenhistorische Konstruktionen nach 1945
Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Claus Arnold (Kirchenhistoriker, Mainz) im Rahmen der Tagung "Von 'böhmisch-katholisch' bis 'rheinisch-katholisch'. Regionale Katholizismen im 19. und 20. Jahrhundert"

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb der Tübinger Kirchenhistoriker Hermann Tüchle (1905-1986) eine Geschichte der "Kirche Gottes im Lebensraum des schwäbisch-alamannischen Stammes" und ging dabei "von der innigsten Verbindung des Reiches Gottes mit dem Volk, in dem es Wurzel fasst" aus. Eine Beschränkung seines Werkes auf Württemberg erschien ihm deshalb als "unnatürlich und gekünstelt". Der "stammesgeschichtliche" Ansatz Tüchles und seine Rede vom "Lebensraum" erscheinen einerseits als problematisch, andererseits verweisen sie auf die interessanten Versuche, kirchliche und politische Identität im deutschen Südwesten nach 1945 neu zu denken.

In Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

19:00 Uhr, Tagungshaus Weingarten
Eintritt frei - Spenden willkommen.


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Publikationen

Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 2017

Die Inszenierung des modernen Papsttums

Von Pius IX bis Franziskus

Hrsg.: Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart


Jan Thorbecke Verlag  Ostfildern,  2018 ,  434 Seiten

ISBN: 978-3-7995-6386-4

Preis: 29,80 € inkl. 7% MwSt. (zzgl. Versandkosten)

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Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 2016

Mann – Frau – Partnerschaft. Genderdebatten des Christentums

Hrsg.: Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart


Jan Thorbecke Verlag  Ostfildern,  2017 ,  431 Seiten

ISBN: 978-3-7995-6385-7

Preis: 29,80 € inkl. 7% MwSt. (zzgl. Versandkosten)

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Martin Luther: Monument, Ketzer, Mensch

Lutherbilder, Lutherprojektionen und ein ökumenischer Luther

Hrsg.: Andreas Holzem/Volker Leppin


Herder Verlag  Freiburg/Basel/Wien,  2017 ,  464 Seiten

ISBN: 978-3-451-34754-2

Preis: 35,00 € inkl. 7% MwSt. (zzgl. Versandkosten)

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