31.03.2019, 16:00 Uhr - 01.04.2019, 17:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Kunst einsetzen

Was ist das Schöne an der Kunst?

Die Frage nach der Schönheit begleitet die Menschheitsgeschichte. Sie wird auch in der Kunstgeschichte gestellt. Von der Kunst wird oft gefordert, sie solle schön sein. Doch was ist das Schöne an Kunst? Lässt sich der subjektive Begriff von Schönheit objektivieren? Neben theoretischen Erläuterungen stehen auch praxisnahe Wahrnehmungs- und Kunst-Übungen auf dem Programm.
In Kooperation mit dem Verein für Kirche und Kunst der Evangelischen Landeskirche Württemberg



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Was ist schön? Eindeutig kann dies nicht definiert werden, denn die Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachtenden. Auch die Kulturgeschichte fällt über das Wesen der Schönheit kein einhelliges Urteil. Die Griechen im Altertum vertraten eine andere Auffassung von Schönheit als die Handwerker des Mittelalters oder die Künstler der Romantik. Die unterschiedliche Sichtweise wird exemplarisch an Exponaten der Staatsgalerie verdeutlicht. Wie Schönheit gesehen wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab; dies wird in einem kunsthistorischen Vortrag erläutert.
Die Werbeindustrie ist ein aktuelles Schönheitsbarometer, das Trends verheißt, setzt und vermarktet. Liegt darin die Ursache, dass die Kunst der Moderne den gängigen Schönheitsidealen entfliehen möchte und ihre Aufgabe darin sieht aufzubegehren und zu verstören? Moderne Kunst möchte den Betrachtenden zum Umdenken provozieren. Harmonie wird von Künstlern und Künstlerinnen deshalb zumeist kritisch bewertet. Ist schöne, gefällige Kunst mehr als Dekor? Was ist der Grund für diese Aversion in der Moderne? Wie sieht es in der zeitgenössischen Kunst mit diesen Begrifflichkeiten aus? Diese Fragen werden in einem weiteren Vortrag im Mittelpunkt stehen.
Laurenz Theinert setzt als Lichtkünstler leuchtende Akzente. Räume – auch viele Kirchen – bilden seine dreidimensionalen Projektionsflächen. Die begehbaren Environments werden mit Musik unterlegt, um Betrachtende ganzheitlich einzubinden. Theinert möchte die ZuschauerInnen und ZuhörerInnen in eine positive Stimmung versetzen. Er wird seine Kunst vorstellen, über die Ziele seiner Kunst sprechen und die TagungsteilnehmerInnen mit Übungen daran teilhaben lassen. Weitere Praxismodule, die zur Partizipation anregen wollen, sind in einer Abendeinheit mit Johannes Koch vorgesehen, der auch spirituelle Impulse im morgendlichen Gottesdienst setzen wird.


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Fachbereichsleiterin

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