10.04.2018, 15:30 Uhr - 21:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Offene Veranstaltung

Stephen Hawking und der Papst

Stephen Hawking (08.01.1942 - 14.03.2018) war nicht nur ein begnadeter Physiker und Kosmologe, sondern hat sich auch durch wissenschaftliche Popularisierungen einen Namen gemacht. Durch sein Renommee als Naturwissenschaftler und Autor wurden nicht zuletzt auch seine Äußerungen zu Philosophie und Theologie breit diskutiert und zum Anlass genommen, kontrovers die Reichweite von Naturwissenschaft und Theologie zu bedenken. Hatte Hawking mit seinem ewigen Universum, das keine Schöpfung kennt, die magische Grenze überschritten, die Papst Johannes Paul II. vermeintlich für den Urknall als Augenblick der Schöpfung reklamiert hatte?
Hawking hat dabei nicht nur den Abschied vom Schöpfer, sondern auch den Tod der Philosophie ausgerufen: Hätte die Weltformel, die Hawking am Horizont aufscheinen sah, tatsächlich die letzten und größten Fragen der Menschheit beantwortet, und zwar "ausschließlich in den Grenzen der Naturwissenschaft und ohne Rekurs auf göttliche Wesen"?
In kritischer Würdigung blickt die Abendveranstaltung auf Hawking als Naturwissenschaftler, in besonderer Weise aber auf dessen Anfragen an Philosophie und Theologie, an den Sinn des Kosmos. Referent des Abends ist Prof. Dr. Stefan Bauberger SJ, Physiker, Philosoph, Professor für Grenzfragen der Naturwissenschaft und Wissenschaftstheorie sowie Zenmeister.

Im Vorfeld der Abendveranstaltung (15.30 Uhr bis 17.30 Uhr) besteht die Möglichkeit, ohne gesonderte Anmeldung den preisgekrönten Spielfilm über Stephen Hawking, "Die Entdeckung der Unendlichkeit", anzuschauen.

Nicht alles ist messbar

Stephen Hawking war ein begnadeter Kosmologe. Doch seine Absage an einen Schöpfer wird kontrovers diskutiert. Zu Recht – wie der Vortrag von Professor Dr. Stefan Bauberger SJ zeigte.

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