01.04.2017, 13:30 Uhr - 02.04.2017, 12:30 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Veranstaltungen für ExpertInnen

Die Übel der Welt, das Leiden Jesu und der gute Gott

Wie man begründet mit Hoffnung leben kann
Der Haupteinwand gegen einen allgütigen Gott scheint die Existenz der physischen und moralischen Übel zu sein. Dennoch gibt es vernünftige Gründe, an einem sinnstiftenden Theismus festzuhalten. Und im christlichen Bekenntnis zu Jesus Christus fällt das radikale Ernstnehmen des Leids mit einer letzten Hoffnung zusammen. Kann rationale Theologie hier eine Verstehenshilfe sein?

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Warum Gott das Elend zulässt

Die Naturwissenschaft kann in der Natur per se keinen Sinn ausmachen; nicht selten entdeckt sie deren grausame Seiten. Verschärft sie damit die schwierige Frage, wieso ein guter Gott Übel und Leid zulassen kann? Eine Tagung in Hohenheim hat sich damit beschäftigt.

Zur Meldung

Die Naturwissenschaft kann in der Natur keinen Sinn ausmachen, nicht selten entdeckt sie eher ihre grausamen Seiten: Plattentektonik löst Tsunamis aus, Meteoriteneinschläge haben Massensterben zur Folge, die Evolution trägt einen (Wett-)Kampf ums Dasein aus.

Verschärft die Naturwissenschaft damit die schwierige Frage, wieso ein guter Gott Übel und Leid zulassen kann? Im Gegenteil! Als Naturwissenschaftler bietet Gerhard Haszprunar neue Antworten, und als ein der Vernunft verpflichteter Philosoph macht Holm Tetens plausibel, dass nur der Gläubige in der Hoffnung auf eine gute Welt leben kann, ohne die Übel und Leiden mit Resignation, Zynismus oder illusionärem Selbsterlösungswahn zu quittieren. Ob und wie daran eine an Jesus Christus orientierte christliche Hoffnung auf Erlösung anschließen kann, wird der Theologe Martin Kirschner zur Diskussion stellen.

Sie sind herzlich eingeladen, sich über Naturwissenschaft, Philosophie und Theologie der Theodizeefrage anzunähern.