28.09.2016, 14:00 Uhr - 01.10.2016, 14:00 Uhr, Weingarten
10. Internationale Tagung des AKIH

Magie, Zauberei, Hexerei

Wissenskulturen im Kontext
Seit der Antike etablierten sich in allen sozialen Milieus Wissensbestände um Magie, Zauberei und Hexerei. Gelehrte wie religiöse Netzwerke, Mitglieder theologischer, medizinischer und juristischer Fakultäten sind als Vermittler dieser Wissensbestände genauso zu untersuchen wie öffentliche Darbietungen in Theater, Kunst oder Publizistik. Die Tagung beschäftigt sich mit der Konstruktion, Stabilisierung und Aushandlung dieses Wissens.
In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis interdisziplinäre Hexenforschung

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Die 10. Internationale Tagung des AKIH widmet sich neuen Fragen um die Konstruktions-, Verflechtungs- und Transformationsprozesse, welche seit der Antike, insbesondere aber seit dem späten Mittelalter und während der Frühen Neuzeit divergierende, heterogene Wissensbestände um Magie, Zauberei und Hexerei innerhalb verschiedener Kommunikations- und Handlungsräume etablierten.

In den jeweiligen Transfer- und Austauschsituationen entwickelten sich stereotype, exemplarische, aber auch singuläre Vorstellungen. Imaginations-, Deutungs- und Handlungsmuster überschritten geographische, politische, konfessionelle wie dialektale Grenzen. Zunächst mündlich tradiertes, lokal oder regional verankertes Wissen stabilisierte sich in Texten, populäre und gelehrte Wissenskulturen traten in einen Austausch. Als Konstrukteure und Vermittler einschlägiger Wissensbestände agierten gelehrte und religiöse Netzwerke (zum Beispiel Dominikaner) wie auch Künstler und Mitglieder theologischer, medizinischer und juristischer Fakultäten. Nicht zuletzt beeinflusste der Wissenstransfer die Verhandlung magischer Delikte, von Zauberei und Hexerei vor weltlichen Gerichten oder Inquisitionsbehörden.

In fünf interdisziplinären Sektionen widmen sich 22 Referentinnen und Referenten aus elf europäischen und außereuropäischen Ländern diesen spannenden, komplexen Phänomenen um Herkunft, Konstruktion, Rezeption und Modifikation einschlägiger magischer Wissensbestände sowie deren praktische Anwendung.

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Hexenschule, Matthäus Merian d. Ä. "Zauberey", 1620; Detail<br />Wikimedia Commons

Kontakt

Dr. Petra Steymans-Kurz

Fachbereichsleiterin

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