Spuren bis heute sichtbar

Das welfische und staufische Erbe ist in Oberschwaben noch immer im Bewusstsein. Die Erkenntnisse einer historischen Tagung dazu sind nun in einem neuen Buch gesammelt nachzulesen.

Eine Apotheke, ein Skisportverein, eine Pfadfindergruppe – nur drei von vielen Beispielen dafür, wie die Erinnerung an das Geschlecht der Welfen in Weingarten und Oberschwaben zumindest namentlich aufrechterhalten wird. Die Welfen und die Staufer, die ihnen nach dem Tod Welfs VII. nachfolgten, haben die südwestdeutsche Region in ihrer Entwicklung stark geprägt, was bis heute Spuren hinterlässt.

Im Oktober 2017 widmete sich eine von der Akademie, der Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur sowie der Stadt Ravensburg in Weingarten ausgerichtete Tagung dem Herrschaftsübergang zwischen diesen beiden Adelshäusern im oberschwäbischen Raum. Die Beiträge dieser Konferenz wurden nun von Thomas Zotz, Andreas Schmauder und Johannes Kuber in einem Tagungsband veröffentlicht. Das nahmen die Akademie und die Gesellschaft Oberschwaben zum Anlass, zu einer Buchpräsentation erneut ins Weingartner Tagungshaus zu laden. Rund 80 Interessierte konnten dabei als Gäste begrüßt werden.

Nach einer Begrüßung durch Johannes Kuber von der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart bedankte sich Prof. Dr. Andreas Schmauder im Namen der Herausgeber bei allen Beteiligten, allen voran bei den Autorinnen und Autoren des Bandes, aber auch bei allen, die hinter den Kulissen an der Entstehung beteiligt waren: bei der Lektorin Corinna Schneider, dem Verlagsbüro Wais & Partner und dem Verlag Kohlhammer. Besonders würdigte er das Engagement des Mitherausgebers Prof. Dr. Thomas Zotz, der als Vorsitzender der Gesellschaft Oberschwaben nicht nur der Ideengeber für die Konferenz gewesen sei, sondern auch die Erstellung des Tagungsbandes als ein persönliches Herzensprojekt maßgeblich begleitet habe.

Im anschließenden Podiumsgespräch, das von Prof. Dr. Dietmar Schiersner von der PH Weingarten moderiert wurde, vertieften der Mitherausgeber Prof. Dr. Thomas Zotz sowie zwei der im Band vertretenen Autoren, die Kieler Mediävistin Dr. Nina Gallion und Dr. Karel Hruza von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, einzelne Aspekte aus dem Band.

Zum Abschluss der Veranstaltung übergab Rainer Maucher vom Stuttgarter Verlagsbüro Wais & Partner den Beteiligten die ersten, noch druckfrischen Exemplare des aufwendig gestalteten Bandes.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der mittelalterlich gewandeten Harfenistin Sabine Wehrle aus Freiburg, die an der großen Pedalharfe Stücke von Hasselmans und Bach zum Besten gab und auf einer mittelalterlichen Handharfe einige Stücke aus den andalusischen Cantigas de Santa Maria aus dem 13. Jahrhundert spielte.

(Johannes Kuber)

Die AutorInnen, Herausgeber und Beteiligte an dem neuen geschichtlichen Band über Oberschwaben freuen sich über die Fertigstellung ihres Buches.


Die mittelalterlich gewandete Harfinistin Sabine Wehrle aus Freiburg umrahmte die Buchpräsentation musikalisch.


Das Interesse an den neuen historischen Erkenntnissen über Oberschwaben war groß.