Neue Impulse für interreligiösen Dialog

Drei Studierende sind beim Essay-Wettbewerb ausgezeichnet worden. Die Georges-Anawati-Stiftung betont bei der Preisverleihung die Bedeutung des christlich-islamischen Dialogs.

Für ihre herausragenden Beiträge zu aktuellen Fragen der christlich-islamischen Beziehungen wurden drei Preisträger des Essay-Wettbewerbes der Georges-Anawati-Stiftung ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand statt im Rahmen der Tagung des „Theologischen Forums Christentum-Islam“ in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Mit dem 1. Preis wurde Mathias Steixner ausgezeichnet für seinen Essay „God has left the building – Gott begegnen im interreligiösen Dialog“. Mathias Steixner absolviert an der Donau-Universität Krems das Studienprogramm „Interreligiöser Dialog“.

Für ihren Essay „Die Dekonstruktion binärer Kategorien als Chance für den  christlich-islamischen Dialog – Das Aufbrechen von Geschlechterhierarchien als Desiderat muslimischer und christlicher Theologinnen“ wurde Annalena Sieveke der 2. Preis verliehen. Sie studiert in Münster katholische Theologie und Latein in Verbindung mit dem Studiengang „Christentum in Kultur und Gesellschaft“.

Der 3. Preis ging an den muslimischen Studenten und Musiker Moritz Bohne für seinen Essay „Ästhetik als Chance für den interreligiösen Dialog“. Moritz Bohne studiert „Islamische Studien“ in Frankfurt/Main.

Preis ermutigt junge Menschen zum interkulturellen Dialog

In seiner Laudatio hob der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates der Georges-Anawati-Stiftung, Pfarrer Konrad Hahn, die Impulse der Essays für den Interreligiösen Dialogs hervor und unterstrich dessen Bedeutung: Der Dialog werde umso wichtiger, als die Religionen in einer pluralen und globalisierten Welt in ihrem Selbstverständnis zunehmend herausgefordert seien.

Mit dem Essay-Wettbewerb ermutigt die Georges-Anawati-Stiftung junge Menschen, sich am interkulturellen Dialog zu beteiligen und den christlich-islamischen Dialog mit neuen Impulsen voranzubringen. Die Essays sind hervorgegangen aus der Studienwoche „Christlich-Islamische Beziehungen im europäischen Kontext“, die von der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Eugen-Biser-Stiftung veranstaltet wird und auch 2018 vom 30. September bis zum 5. Oktober stattfinden wird.

Die Essays werden auf der Homepage der Stiftung unter www.anawati-stiftung.de veröffentlicht.

 

Ansprechpartner der Georges-Anawati-Stiftung: Dr. Werner Höbsch, Hermannstr. 8, 50321 Brühl, kontakt@anawati.de

Ansprechpartner der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart: Dr. Christian Ströbele, Fachbereich Interreligiöser Dialog, Im Schellenkönig 61, 70191 Stuttgart

 

 

Von links: Konrad Hahn (Georges Anawati-Stiftung) Moritz Bohne (3. Preis), Mathias Steixner (1. Preis), Dr. Christian Ströbele (Fachbereich Interreligiöser Dialog), Annalena Sieveke (2. Preis) und Erdogan Karakaya (Eugen-Biser-Stiftung).