Gesicht und Handschrift

Video-Dokumentation der Online-Tagung "Gesicht und Handschrift. Transzendente Begründung und Authentifikation in mittelalterlichen Visionen", 18.–20. März 2021.

 

Seit dem späten Mittelalter entstand ein großes Textkorpus an lateinischen und volkssprachlichen Jenseitsvisionen, die immer wieder umgeschrieben, rekontextualisiert und in unterschiedlichen Sammlungskontexten entsprechend der jeweiligen politischen, religiösen und sozialen Verhältnisse funktionalisiert wurden. Diesen Funktionen von Visionen in hagiographischen und historiographischen Quellen widmete sich die Tagung aus den Blickwinkeln der Geschichts- und Literaturwissenschaft, der Theologie und der Kunstgeschichte.

 

Sie wurde organisiert vom Arbeitskreis für hagiographische Fragen und der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem DFG-Projekt „Vergänglichkeit und Ewigkeit“ (Universitäten Kiel und Köln) und gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung. Wir dokumentieren die Tagung in Videos, die sie auf unserem YouTube-Akademiekanal finden.

 


Prof. Dr. Andreas Bihrer, Kiel, und Prof. Dr. Julia Weitbrecht, Köln: Einführung



Prof. Dr. Hedwig Röckelein, Göttingen: Strategien der Authentisierung, der Autorisierung und der Historisierung in hochmittelalterlichen Jenseitsvisionen



Karolin Künzel M.A., Kiel: Zwischen den Welten. Die Körper des Jenseitsreisenden



Dr. Armin Bergmeier, Leipzig: Visionen und Zeitlichkeit. Die spätantike Visionserwartung und ihre Transformation im Mittelalter



Dr. Johannes Traulsen, Berlin: Gesicht und Schwert. Formen und Funktionen von Visionen in der Karlsepik



Prof. Dr. Maximilian Benz, Bielefeld: Vision und Devotion. Zu Innsbruck, ULBT, Cod. 979



Patrick Nehr-Baseler M. Ed., Kiel: Also das sy nahend verzagt was an gottes barmhertzikeyt. Die frühneuhochdeutsche Übersetzung C der Visio Tnugdali im Fassungsvergleich



Prof. Dr. Felicitas Schmieder, Hagen: Zusammenfassung