04.03.2021, 13:30 Uhr – 06.03.2021, 14:00 Uhr, Weingarten
Offene Veranstaltung

Von Wanderkino bis YouTube

Katholische Filmarbeit gestern und heute

Wie die katholische Kirche in der Öffentlichkeit agiert, ist häufig Thema medialer Berichterstattung. Die eigenständige kirchliche Medienarbeit ist allerdings nur selten wissenschaftlich hinterfragt worden. Dieser Problematik widmet sich die Tagung, indem sie einen Blick auf die Auseinandersetzung der katholischen Kirche mit dem Medium Film wirft.
In Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart

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Das Agieren der katholischen Kirche in der Öffentlichkeit ist häufig Thema medialer Berichterstattung. Die eigenständige kirchliche Medienarbeit ist jedoch nur selten wissenschaftlich reflektiert hinterfragt worden. Dies gilt ganz besonders für das Verhältnis zwischen Kirche und Film.

Die Beziehung der katholischen Kirche zum Film war von einer Ambivalenz geprägt: Einerseits verharrte man in Abwehrhaltung gegenüber dem modernen Medium, das man mit Sittenverfall und Entchristlichung in Verbindung brachte. Als anrüchig empfundene Filme wie „Die Sünderin“ wurden boykottiert, der kirchliche Einsatz gegen „Schmutz und Schund“ wurde auch in die Zensur-Gremien der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) getragen. Andererseits lernte die Kirche, sich der neuen Mittel aktiv zu bedienen. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte sich eine eigenständige katholische Filmarbeit. In Pfarr- und Wanderkinos sollten ausgesuchte Filme einen Beitrag zur Rechristianisierung der Gesellschaft leisten; ab 1953 produzierte das „Katholische Filmwerk“ in Rottenburg monatlich katholische Nachrichtenfilme für die deutschen Diözesen. Seither prägt die katholische Medienarbeit gerade die Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Aktuell steht die katholische Medienarbeit vor ganz neuen Herausforderungen: Kanäle wie YouTube verdrängen den klassischen Kinofilm und finden auch in den Öffentlichkeitsstrategien der Kirche immer mehr Aufmerksamkeit.

Die Tagung widmet sich diesem Feld der katholischen Filmarbeit zwischen Reaktion und Aktion, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dabei werden nicht nur lokale Ansätze, sondern auch nationale und internationale Perspektiven der Filmarbeit in den Blick genommen. Beim gemeinsamen Ansehen und Diskutieren zweier Spielfilme sowie eines Virtual-Reality-Kurzfilms kommt auch die praktische Auseinandersetzung mit dem Tagungsthema nicht zu kurz.

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