12.11.2021, 16:30 Uhr – 14.11.2021, 13:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
15. Herbsttagung des Netzwerks Migrationsrecht

Zukunft des Migrationsrechts – jenseits von Eurozentrismus und neuem Nationalismus?

In einer Zeit, in der viele vermeintliche Gewissheiten in Frage gestellt werden (müssen), besteht auch eine Chance, alte Denkweisen aufzubrechen und neue Visionen für eine bessere Zukunft zu entwickeln. Die Herbsttagung des Netzwerk Migrationsrecht setzt sich daher grundlegend mit der Frage nach der Zukunft des Migrationsrechts in Theorie und Praxis auseinander.

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In einer Zeit, in der viele vermeintliche Gewissheiten in Frage gestellt werden, besteht auch eine Chance, alte Denkweisen aufzubrechen und neue Visionen für eine bessere Zukunft zu entwickeln. Aus
migrationsrechtlicher Sicht könnte dies unter anderem bedeuten, sich die kolonialen bzw. eurozentrischen Wurzeln des aktuell geltenden Migrationsrechts stärker bewusst zu machen und neue Konzepte zu erarbeiten, die globale Ungleichheiten beseitigen, anstatt diese zusätzlich zu befördern. Demgegenüber scheint sich allerdings der politische Trend eines erstarkenden Nationalismus auch im Bereich des Migrationsrechts stärker zu manifestieren. Dies spiegelt sich zum Beispiel in dem Wiederaufleben von Kontrollen an den EU-Binnengrenzen wider. Gleichzeitig sind die Reformbemühungen im europäischen Migrationsrecht durch scheinbar unüberwindbare nationale Interessengegensätze seit Jahren blockiert.

Die Herbsttagung des Netzwerks Migrationsrecht setzt sich daher grundlegend mit der Frage nach der Zukunft des Migrationsrechts in Theorie und Praxis auseinander. Dabei stehen der Bedeutungsverlust gemeinsamer europäischer Ansätze und die Wirkung zunehmender Renationalisierungstendenzen im Fokus der Analyse. Gleichzeitig
beleuchtet die Tagung postkoloniale Diskurse aus Wissenschaft und sozialen Bewegungen und fragt nach deren Relevanz für die
migrationsrechtliche Praxis.

Eine Förderung der Tagung durch den Kinder- und Jugendplan des Bundes über die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke (aksb) ist beantragt.

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Kontakt

Dr. Konstanze Jüngling

Fachbereichsleiterin
Fachbereich Migration und Menschenrechte

Tel.: +49 711 1640 761

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