10.11.2020, 09:30 Uhr – 11.11.2020, 16:30 Uhr, Weingarten
Offene Veranstaltung

Traumatisierungen im Leben alter Menschen

Viele alte Menschen mussten in ihrem Leben traumatische Erfahrungen machen. Weitestgehend unbekannt ist bisher, inwieweit Posttraumatische Belastungsstörungen mit demenziellen Erkrankungen, Depressionen und Angststörungen zusammenhängen. Ziel des Seminars ist es, mithilfe des Demenz-Balance-Modells eine Posttraumatische Belastungsstörung oder Traumaaktivierung erkennen zu können, um Menschen angemessen zu pflegen und zu begleiten

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Sehr viele der heute alten Menschen mussten in ihrem Leben traumatische Erfahrungen machen. Häufig fanden diese Ereignisse während oder unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Selbst 75 Jahre nach Kriegsende ist festzustellen, dass die Folgen der Kriegs- und Nachkriegserlebnisse weiterhin wirken.
Darüber hinaus erfahren Menschen im Laufe des Erwachsenenlebens Belastungen bis hin zu Traumatisierungen, die meist negative Folgen für die Gesundheit haben.
Heute belegen Forschungen mehr und mehr, dass es Zusammenhänge zwischen einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und demenziellen Erkrankungen, insbesondere der vom Typ Alzheimer, gibt. In der Pflege und Begleitung alter Menschen ist es daher bedeutsam, diese Zusammenhänge zu erkennen und entsprechend einen Umgang zum Wohle der zu versorgenden Menschen zu entwickeln.
Neben dem Wissen auf fachlicher Ebene braucht es dabei ebenso Kompetenzen auf emotionaler Ebene, etwa die Fähigkeit, sich auf die Menschen einzulassen, die viele belastende Verluste erleben mussten. Hierfür ist besonders das „Demenz-Balance-Modell“ geeignet, das im Seminar Anwendung findet. (Der Begriff mag bezüglich der Thematik der Traumatisierungen zunächst irreführend klingen, da das Modell in erster Linie für Menschen mit Demenz entwickelt wurde.) Es geht hierbei jedoch grundsätzlich um Erfahrungen von Verlusten und die daraus resultierenden Bedürfnisse in der Gegenwart. Somit ist das „Demenz-Balance-Modell“ sehr wertvoll.

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Kontakt

Dr. Thomas König

Fachbereichsleiter

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