07.02.2020, 18:00 Uhr – 09.02.2020, 14:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Forum jüdische Geschichte

Diversität statt Urbanität

Orte jüdischen Lebens zwischen Zentren und Peripherie

Im Anschluss an die Ergebnisse der Tagung 2019 „Die Stadt als Ort jüdischen Lebens in der Frühen Neuzeit“ soll nun ein größerer geographischer Raum in den Blick genommen werden. Die Vielfalt jüdischer Lebens- und Organisationsformen an diversen Standorten zwischen Dorf und Metropole und die Ablösungsprozesse religiös-kultischer Zentren von örtlicher Urbanität und Zentralität stehen dabei im Fokus.
In Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Forum "Jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit“

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2019 tagte das Forum zu dem bislang systematisch wenig
beachteten Thema „Die Stadt als Ort jüdischen Lebens in der Frühen Neuzeit“. Die Vorträge stellten neue Ergebnisse zu städtischen Großgemeinden wie Frankfurt a.M. und Worms, zu den Sonderfällen des Marktes Fürth und der Reichstagsstadt Regensburg sowie zu landesherrlichen Residenz- und Kleinstädten vor, geographisch konzentriert auf den süddeutsch-österreichischen Raum. (Zum Bericht siehe www.forum-juedische-geschichte.de/ForumBericht19.pdf)
Schnell wurde deutlich, dass dies nur ein Anfang sein konnte. Denn auch außerhalb dieses „klassischen“, quantitativ zweifellos bedeutsamen Siedlungsraums zeigt sich, dass das gängige
Paradigma vom Landjudentum als zentraler Lebensform nach dem Mittelalter relativiert und differenziert werden muss.
So liegt dem Titel der Tagung 2020 die These zugrunde, dass die Stadt als Ort jüdischen Lebens nicht einfach durch ländliche Siedlungsformen abgelöst wurde, sondern dass einer allein auf städtische Zentren orientierten jüdischen Lebensform des Mittelalters eine große Vielfalt folgte. Diese Vielfalt jüdischer Lebens- und Organisationsformen an diversen Standorten
zwischen Dorf und Metropole und die Ablösung religiös-kultischer Zentren von örtlicher Urbanität und Zentralität möchten wir
beleuchten. Und dabei danach fragen, welche Bedeutung die Lebensumstände in den jeweiligen Orten für die jüdische Bevölkerung und ihre Kultur hatten.

Das Forum

Das „Interdisziplinäre Forum Jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit“ wird seit dem Jahr 2000 durch einen
Arbeitskreis aus HistorikerInnen, JudaistInnen und VertreterInnen weiterer Fächer veranstaltet. Im Mittelpunkt der jährlichen
Tagungen steht die Diskussion aktueller Fragestellungen und
Forschungsvorhaben. Das Forum widmet sich Themen vom späten Mittelalter bis zum frühen 19. Jahrhundert und ist offen für alle, die sich wissenschaftlich mit dieser Epoche der jüdischen Geschichte und Kultur befassen.

Weitere Informationen zum Forum: www.forum-juedische-geschichte.de

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Dr. Petra Steymans-Kurz

Fachbereichsleiterin

Tel.: +49 711 1640 753
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