23.10.2019, 09:00 Uhr - 24.10.2019, 17:00 Uhr, Weingarten
Offene Veranstaltung

Traumatisierungen im Leben alter Menschen und ihre Bedeutung heute

Viele alte Menschen mussten in ihrem Leben traumatische Erfahrungen machen. Weitestgehend unbekannt ist bisher, inwieweit Posttraumatische Belastungsstörungen mit demenziellen Erkrankungen, Depressionen und Angststörungen zusammenhängen. Ziel des Seminars ist es, mithilfe des Demenz-Balance-Modells eine Posttraumatische Belastungsstörung oder Traumaaktivierung erkennen zu können, um Menschen angemessen zu pflegen und zu begleiten.

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Sehr viele der heute alten Menschen mussten in ihrem Leben traumatische Erfahrungen machen. Häufig fanden diese traumatisierenden Ereignisse während oder unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Selbst 74 Jahre nach Kriegsende ist festzustellen, dass die Folgen der Kriegs- und Nachkriegserlebnisse weiterhin wirken.
Darüber hinaus erfahren Menschen im Laufe des Erwachsenenlebens Belastungen bis hin zu Traumatisierungen, die Folgen für die Gesundheit haben können.
Auch wenn weitgehend noch nicht bekannt ist, inwieweit Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) und komplexe Traumafolgestörungen mit demenziellen Erkrankungen, insbesondere derjenigen vom Typ Alzheimer, Depressionen und Angststörungen zusammenhängen, so ist es dennoch wichtig, mit diesen Faktoren in der Pflege und Begleitung alter Menschen umzugehen.
Neben dem Wissen auf der fachlichen Ebene braucht es dabei ebenso die Kompetenzen auf der emotionalen Ebene, etwa die Fähigkeit, sich auf die Menschen einzulassen, die viele belastende Verluste erleben mussten. Hierfür ist besonders das „Demenz-Balance-Modell“ hilfreich, das im Seminar Anwendung finden soll. Der Begriff mag bezüglich der Thematik der Traumatisierungen im Leben alter Menschen zunächst irreführend klingen, da das Modell in erster Linie für Menschen mit Demenz entwickelt wurde. Es geht jedoch grundsätzlich um Erfahrungen von Verlusten und die daraus resultierenden Bedürfnisse in der Gegenwart. Und hierfür ist das „Demenz-Balance-Modell“ gut geeignet.

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Kontakt

Dr. Thomas König

Fachbereichsleiter

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