07.12.2018, 17:00 Uhr - 09.12.2018, 14:00 Uhr, Weingarten
Weingartener Afrikagespräche 2018

Migrationssteuerung in Afrika: Management oder Kontrolle?

Die Auswahl der afrikanischen Länder, die mit Milliardenhilfen der EU rechnen können, richtet sich auch danach, wo Migration nach Europa effektiv unterbunden werden kann. VertreterInnen von Flüchtlingsorganisationen, aus Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit diskutieren das europäisch-afrikanische Migrationsregime und die Folgen für die Bevölkerung vor der Frage, wie mit dem großen Migrationspotenzial in Afrika umgegangen werden kann.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Afrikastudien der Universität Bayreuth.

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Migrationssteuerung in Afrika: Management oder Kontrolle?
Das europäisch-afrikanische Migrationsregime und seine Auswirkung auf die Bevölkerung in Afrika

Kein deutscher Bundeskanzler hat Afrika so intensiv bereist wie Angela Merkel. Bei den drei Besuchen der Kanzlerin seit 2011 drehte es sich wie zuletzt im August 2018 vor allem um die sogenannte "Fluchtursachenbekämpfung": Durch Wirtschaftsförderung, Finanzhilfen und diverse Beratungsangebote soll jungen AfrikanerInnen Alternativen zur Migration nach Europa aufgezeigt werden.
Die Auswahl der afrikanischen Länder, die mit Milliardenhilfen Deutschlands und der Europäischen Union rechnen können, richtet sich auch danach, wo die Bevölkerungsbewegung in Richtung Europa mit Maßnahmen der sogenannten Migrationssteuerung effektiv unterbunden werden kann. Im Fokus stehen dabei, neben dem Horn von Afrika, Herkunftsländer westafrikanischer MigrantInnen wie Senegal, Mali, Niger und Nigeria. Erhebliche finanzielle Mittel werden für neue Programme des Migrationsmanagements zur Verfügung gestellt, um die Aufrüstung der innerafrikanischen Grenzen mit Sicherheitstechnologie und Zäunen, die Ausbildung von GrenzschützerInnen, biometrische Kontrolle und den Datenaustausch durchführen zu können. Da auch die Entwicklungszusammenarbeit immer stärker mit der Umsetzung von Maßnahmen zur Migrationssteuerung verbunden wird, muss der Zusammenhang von Entwicklung und Migration neu gedacht werden.

Die Weingartener Afrikagespräche nehmen diese neuen Entwicklungen in den Blick und werden durch Vorträge von VertreterInnen von Migrationsorganisationen, WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus der Entwicklungspolitik unterschiedliche Aspekte dieses dynamischen europäisch-afrikanischen Migrationsregimes diskutieren. Dabei stehen die Mobilitätsrechte der Menschen in Afrika im Mittelpunkt und die Frage, wie mit der auch für die Zukunft zu erwartenden Migration aus Afrika umgegangen werden kann.

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