Veranstaltungs-Rückschau

    30.11.2018, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
    Öffentlicher Vortrag

    Luther und die mittelalterlichen Traditionen mönchischer Ideale

    Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Gert Melville (Dresden) im Rahmen der Tagung "Die Observanzbewegung. Rechtliche Strukturen und politische Unterstützung in Europa (Ende 14. bis Anfang 16. Jahrhundert)"

    Luther war Mönch. Damit sah er sich in Traditionen, die weit über tausend Jahre zurückreichten und hunderttausende "Virtuosen des Glaubens" hervorgebracht hatten. Diese standen nach eigenem Verständnis zwischen Erde und Himmel und fühlten sich auch in weiten Bereichen ihrer gelebten Spiritualität unmittelbar auf Gott verwiesen. Luther war von diesen Traditionen bis in seinen Lebenskern hinein geprägt. Dabei ging es keineswegs nur um theologische Inhalte, sondern vielmehr um eine eintrainierte Weise der Religiosität, welche dann auch in seine reformatorische Theologie eingeflossen ist.

    19:00 Uhr, Tagungshaus Weingarten
    Eintritt frei - Spenden willkommen.


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    29.11.2018, 14:00 Uhr - 01.12.2018, 14:00 Uhr, Weingarten
    Internationale Tagung der Forschungsgruppe "Observer l’Observance"

    Die Observanzbewegung

    Rechtliche Strukturen und politische Unterstützung in Europa (Ende 14. bis Anfang 16. Jahrhundert)
    Die ReformerInnen der Observanzbewegung strebten nicht nur eine innerreligiöse Erneuerung durch strengere Einhaltung der kirchlichen Lehre an, sondern zielten auf eine Reform der gesamten Gesellschaft, was ethische und wirtschaftliche Fragen sowie jeden Aspekt der christlichen Lebensführung einschloss. Die Observanzbewegung trug so eine typisch monastische Wertekategorie - den Gehorsam - in das Herz vormoderner politischer und sozialer Systeme und kann somit als Schlüssel zum Verständnis der ‚Modernisierung' Europas am Beginn der Reformation verstanden werden.
    Arbeitssprachen der Tagung sind Englisch, Französisch und Deutsch.

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    23.11.2018, 19:00 Uhr - 24.11.2018, 18:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
    Offene Veranstaltung

    Der ruhigen Seele ist alles möglich. Mit Meister Eckhart lernen, im Hier und Jetzt zu sein

    Viele Menschen sehen ihre Wurzeln im Christentum, doch fühlen sich fremd in der Institution Kirche und mit hergebrachten Gottesbildern. Wo gibt es eine Resonanz zu den eigenen Lebensfragen? Erstaunlicherweise fand sich Meister Eckhart im 14. Jahrhundert in einer ganz ähnlichen Situation: Er begegnet neuen Formen spiritueller Improvisation und entwickelt eine Theologie, die die Bibel neu und provokant auslegt. Dabei geht es ihm um die Erfahrung, mit dem Geheimnis Gottes eins zu werden. Wie verhält sich Meister Eckharts radikales Reformprogramm religiösen Bewusstseins zu Formen spiritueller Praxis? Gibt es Techniken, die seinem Anliegen, "Gott in allen Dingen" zu finden, in besonderer Weise entsprechen? Das wollen wir in diesem Workshop diskutieren und praktisch erproben.
    Die Veranstaltung wird verschoben.
    23.11.2018, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
    Offene Veranstaltung

    Worüber lacht Gott? - Humor in der Mystik der Weltreligionen

    Passen Glaube und Lachen überhaupt zusammen? Ja – wie sich besonders in den mystischen Traditionen zeigt. Der Religionswissenschaftler Harald-Alexander Korp beschäftigt sich seit Jahren mit diesen Fragen und nimmt Sie mit auf eine amüsante Entdeckungsreise in die Welt der Mystik der großen Weltreligionen.

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    18.11.2018, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
    Glaube herausgefordert: Impuls, Gespräch und Eucharistiefeier

    Glaubst Du an die Auferstehung der Toten?

    Steht am Ende des Lebens das Nichts? Gibt es eine Auferstehung in die Unendlichkeit göttlichen, ewigen Lebens oder gibt es immer wieder neue Wiedergeburten? Diese Fragen bewegen die Menschen zu allen Zeiten. Kann uns die "Frohbotschaft" der Bibel eine tragfähige Antwort geben? Wie kann der Glaube an die Auferstehung heute ausgesagt werden?

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    17.11.2018, 11:00 Uhr - 17:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
    Offene Veranstaltung

    Jakob Böhme und Franz von Baader

    Zwei herausragende Denker zwischen Mystik und Philosophie

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    26.10.2018, 16:00 Uhr - 28.10.2018, 13:00 Uhr, Weingarten
    Offene Veranstaltung

    Unsere Zeit denken

    Interkulturelle Gegenwartsanalysen und Handlungsperspektiven
    Zeitdiagnosen begreifen unsere Gegenwart unterschiedlich: von Prozessen der Individualisierung, Rationalisierung und Beschleunigung bis zu neuen Formen von Vergemeinschaftung, bürgerschaftlichem Engagement und Suchbewegungen nach dem "guten Leben". Welche ergänzenden Wahrnehmungen und Ressourcen können interkulturelle Perspektiven erschließen? Welche alternativen Praxen und regionalen Initiativen eröffnen neue Handlungsräume?

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    Kontakt

    21.10.2018, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
    Glaube herausgefordert: Impuls, Gespräch und Eucharistiefeier

    Angst vor dem Weltenrichter?

    Das jüngste Gericht war lange das beherrschende Thema in der Kunst. Damit verbunden waren Ängste vor dem Gerichtstag. Ängste vor einer endgültigen Verurteilung beim Endgericht sind heute kaum mehr präsent. Aber es bleibt die Frage nach der Verantwortung für unser Tun.

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    19.10.2018, 14:30 Uhr - 20.10.2018, 14:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
    Offene Veranstaltung

    Diakonische Gemeinde – Der Himmel am Boden

    Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Baden-Württemberg
    Gemeinde und Diakonie gehören zusammen! Nur aus diesem Grundsatz heraus kann Diakonie erlebt, verstanden und gestaltet werden. Best-practice-Beispiele aus den Gemeinden der Mitgliedskirchen, Ideen- und Materialbörsen, Arbeitsgruppen und Plenumsgespräche werden zeigen, wie dieses Verständnis von Diakonie in der Praxis aussieht.

    Jahrestagung mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Baden-Württemberg

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    12.10.2018, 14:00 Uhr - 13.10.2018, 14:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
    Fachtagung

    Entstehen und Vergehen von Gottesbildern

    Tagung für Lehrerinnen und Lehrer zur Lehrplaneinheit "Die Frage nach Gott"
    Entwicklungspsychologische Kenntnisse sind gute Voraussetzungen, nicht nur die Entstehung von Gottesbildern bei Kindern zu verstehen, sondern auch den später zu erwartenden "Sollbruchstellen" des Glaubens wirkungsvoll begegnen zu können.
    Tagung für evangelische und katholische ReligionslehrerInnen der Oberstufe.
    In Zusammenarbeit mit dem Verband der Religionslehrerinnen und Religionslehrer in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

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    30.09.2018, 18:00 Uhr - 05.10.2018, 13:30 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
    Veranstaltungen für ExpertInnen

    Christlich-Islamische Beziehungen im europäischen Kontext

    Studienwoche für Studierende und junge WissenschaftlerInnen
    Die europäische Geschichte ist nicht nur die Geschichte des "christlichen Abendlandes", sondern auch von Judentum und Islam geprägt. Auf welchen ethischen Grundlagen kann das Zusammenleben in Europa gelingen?
    In Verbindung mit dem Theologischen Forum Christentum - Islam und in Zusammenarbeit mit der Eugen Biser Stiftung.

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    21.09.2018, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
    Öffentlicher Vortrag

    Gibt es einen schwäbischen Katholizismus?

    Kirchenhistorische Konstruktionen nach 1945
    Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Claus Arnold (Kirchenhistoriker, Mainz) im Rahmen der Tagung "Von 'böhmisch-katholisch' bis 'rheinisch-katholisch'. Regionale Katholizismen im 19. und 20. Jahrhundert"

    Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb der Tübinger Kirchenhistoriker Hermann Tüchle (1905-1986) eine Geschichte der "Kirche Gottes im Lebensraum des schwäbisch-alamannischen Stammes" und ging dabei "von der innigsten Verbindung des Reiches Gottes mit dem Volk, in dem es Wurzel fasst" aus. Eine Beschränkung seines Werkes auf Württemberg erschien ihm deshalb als "unnatürlich und gekünstelt". Der "stammesgeschichtliche" Ansatz Tüchles und seine Rede vom "Lebensraum" erscheinen einerseits als problematisch, andererseits verweisen sie auf die interessanten Versuche, kirchliche und politische Identität im deutschen Südwesten nach 1945 neu zu denken.

    In Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

    19:00 Uhr, Tagungshaus Weingarten
    Eintritt frei - Spenden willkommen.


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    20.09.2018, 15:00 Uhr - 22.09.2018, 14:00 Uhr, Weingarten
    Wissenschaftliche Studientagung

    Von "böhmisch-katholisch" bis "rheinisch-katholisch"

    Regionale Katholizismen im 19. und 20. Jahrhundert
    Immer wieder ist die Rede von regional spezifischen Ausprägungen des katholischen Glaubens. Die regionale Glaubenstradition, so hört man bisweilen, sei 'offener' und 'liberaler' als kirchliches Dogma und 'römische' Hierarchie und stärker an der Praxis orientiert. Ziel der Tagung ist es, die Entstehung, Funktionen und Folgen solcher regionaler Zuschreibungen zu untersuchen, was neue Einsichten sowohl für die Regional- wie die Kirchengeschichte verspricht. In Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

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    16.09.2018, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
    Glaube herausgefordert: Impuls, Gespräch und Eucharistiefeier

    Himmelfahrt ins Jenseits?

    "Jesus … aufgefahren in den Himmel ... sitzt zur Rechten Gottes des Vaters“.
    Ein sowjetischer Astronaut bekannte, dass er bei seiner Weltraumfahrt keinen Himmel gefunden habe. Ist damit dieser Satz im Glaubensbekenntnis ad absurdum geführt? Der Himmel als Wohnung mit dem Thronsitz Gottes – wie ist das zu verstehen und was kann uns das sagen?

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    30.07.2018, 15:00 Uhr - 02.08.2018, 13:00 Uhr, Weingarten
    Philosophische Sommerwoche Weingarten

    Vernunft, Bewusstsein und Kritik

    Philosophen des Nordens und der Rationalismus der Neuzeit
    Wir nehmen Denker wie Leibniz, Kant und Newton in den Blick. Aber auch Spinoza, Swedenborg, Hamann und Kierkegaard sowie der wenig bekannte, aber heute besonders aktuelle Karl Christian Friedrich Krause können unter dieser Perspektive betrachtet werden.
    Bestandteil der Tagung ist auch ein Konzert für Orgel und Gesang in der Basilika mit Professor Wolfram Rehfeldt, vormaliger Organist am Dom in Rottenburg.

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    05.07.2018, 14:00 Uhr - 06.07.2018, 14:00 Uhr, Weingarten
    Studientag

    ‚‚Natur“ in Wissenschaft und Religion

    Tagung für Schülerinnen und Schüler zur Lehrplaneinheit "Glaube und Wissen"
    Der kürzlich verstorbene Kosmologe Stephen Hawking hat die Philosophie für tot erklärt und die größten Fragen der Menschheit allein naturwissenschaftlich zu beantworten versucht. Was ihm blieb, war ein Kosmos ohne Gott und ohne Sinn. Ist damit alles gesagt?
    Begegnungstagung für SchülerInnen im Wahlkernfach Religion in Zusammenarbeit mit dem Verband der Religionslehrerinnen und Religionslehrer

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    21.06.2018, 18:00 Uhr - 21:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
    Offene Veranstaltung

    Wie katholisch ist Deutschland - und was hat es davon?

    Im Rückblick auf das Reformationsjubiläum im Jahr 2017 kann fast der Eindruck aufkommen, wesentliche Impulse für unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung seien nur von Luthers Erben gekommen. Doch der Eindruck täuscht! Der Katholizismus wirkte prägend für die Entwicklung der Bundesrepublik und ihre politische Kultur. Ein Abend mit Dr. Andreas Püttmann.

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    29.04.2018, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Weingarten
    Glaube herausgefordert - Impuls, Gespräch und Eucharistiefeier

    Allmacht oder Ohnmacht Gottes?

    "Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater…." Mit dem Anfang des christlichen Glaubensbekenntnisses beginnt die dreiteilige Reihe, die sich thematisch an den Kernaussagen des Credos orientiert, das auf komplexe Aussagen der frühen Kirche basiert.
    Die Veranstaltung fällt leider aus.
    26.04.2018, 14:30 Uhr - 28.04.2018, 14:00 Uhr, Weingarten
    Arbeitskreis für hagiographische Fragen

    Der Wert des Heiligen

    Spirituelle, materielle und ökonomische Verflechtungen
    Heiligkeit, verstanden als Wert, manifestiert sich im ‚Verdienst' eines Heiligen. Der materiell-spirituelle Doppelsinn dieses Begriffs hat das Heiligkeitsverständnis der Kirche geprägt: Heiligkeit ist ethisch begründet und zugleich materiell verrechenbar. Oft wird das Wesen des Heiligenkultes auf die materielle Komponente reduziert. Statt nach der Ökonomisierung des spirituellen Heils fragt die Tagung präziser nach den Wertbezügen des Sacrum im Spannungsverhältnis von Spiritualität, Materialität und Ökonomie.
    In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für hagiographische Fragen

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    Tagungsbericht

    21.04.2018, 11:00 Uhr - 17:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
    Regionaltreffen der Gesellschaft der Freunde christlicher Mystik

    Jacob Böhme und Franz von Baader

    Zwei herausragende Denker zwischen Mystik und Philosophie
    Der Schustermeister Jacob Böhme (1575-1624) gilt als der "erste deutsche Philosoph" (Hegel) und "Wundererscheinung in der Geschichte der Menschheit" (Schelling). 1612 erschien sein erstes Werk "Aurora", das ihn über Europa hinaus bekannt machte. Heute stößt sein mystisches Denken wieder neu auf großes Interesse, wie die Böhme-Ausstellung "Alles in allem" in Dresden (2017) sowie der Böhme-Film "Morgenröte im Aufgang" (2016) belegen. - Der Arzt, Bergbauingenieur und Philosoph Franz von Baader (1765-1841) gilt als "Wegbereiter heutiger Theologie" und einer der Geistesväter der ökumenischen Bewegung. Mit seinen philosophischen Schriften wirkte er stark auf die Naturphilosophie Schellings ein. Er selbst verstand sich als "Boehme redivivus".
    Wegen der Jahrestagung der "Gesellschaft der Freunde christlicher Mystik" vom 20. bis 22. April 2018 in Bad Urach wird die Regionaltagung der Gesellschaft zu "Jacob Böhme und Franz von Baader" vom 21. April auf den 17. November 2018 verschoben.
    Die Veranstaltung wird verschoben.