Vom Blutzeugen zum Glaubenszeugen

Studientagung vom 31. März bis 3. April zu Formen und Vorstellungen des christlichen Martyriums im Wandel

Weingarten. Märtyrer galten als personifizierte Glaubensideale, sie stehen in der Schar der Heiligen an erster Stelle. In der wissenschaftlichen Studientagung „Vom Blutzeugen zum Glaubenszeugen“ vom 31. März bis 3. April im Tagungshaus der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Weingarten werden in epochenübergreifender Perspektive die historischen Phänomene „Martyrium“ und „Märtyrer“ in christlicher Tradition in den Blick genommen. 

Im religionswissenschaftlichen Vergleich sollen Vorstellungen von Opfer und Selbstopfer thematisiert und auch die langfristige Wirkmächtigkeit solcher Vorstellungen wie deren Ursachen untersucht werden. Gefragt wird unter anderem nach den spätantiken Grundlagen von Martyriumskonzeptionen sowie nach deren Tradition und Vermittlung in Mittelalter und Neuzeit. Gefragt wird aber auch nach dem Wandel in der Wahrnehmung der Figur des Märtyrers, „der zunächst geprägt vom antiken Ideal des Heroen bald zum zentralen Bezugspunkt kultischer Verehrung aufstieg“, heißt es im Einladungsflyer. 

Über diejenigen, die sich wissenschaftlich mit der Thematik auseinandersetzen, hinaus sind auch alle anderen an der Sache Interessierten eingeladen. Einen öffentliche Abendvortrag über „Das ‚geistige Opfer’ – Der Übergang vom Blutopfer zum Selbstopfer“ hält der Kirchenhistoriker Arnold Angenendt (Münster), am Freitag, 1. April, um 20 Uhr. (ars/kwh)

Hinweis: Weitere Auskunft und Anmeldung bei Kerstin Hopfensitz, Tel. 0711 1640-752 (Fax -852), E-Mail: Hopfensitz@akademie-rs.de