Aktuelle Veranstaltungen

    14.02.2023, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim und Online
    Offene Veranstaltung

    Zehn Jahre Papst Franziskus

    Wie hat er, wie hat sich die katholische Kirche verändert?
    Am 13. März 2013 wurde der Argentinier Jorge Mario Bergoglio als erster Südamerikaner zum Papst gewählt. Seither hat er in der katholischen Kirche, getreu seinem früheren Motto, viel Wirbel gemacht. Aber hat der heute 86-jährige nur geredet oder auch etwas reformiert? Warum kündigt er mehr „Synodalität” an und bremst den Synodalen Weg in Deutschland? Zu Gast in der Akademie und im Streaming ist der Tübinger Theologe Peter Hünermann, der sowohl den großen zeitlichen als auch den globalen Horizont hat, um Franziskus' Wirken einzuordnen.

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    Zoom Meeting

    25.09.2023, 14:00 Uhr – 30.09.2023, 13:00 Uhr, Weingarten
    Theologische und postkoloniale Perspektiven auf Erinnerungskulturen, Extraktivismus und Schöpfung

    Erinnern im Anthropozän

    Die Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit erfährt in Deutschland zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit. Der Koalitionsvertrag der aktuellen Regierungsparteien nennt erstmals die Überwindung kolonialer Kontinuitäten als politisches Ziel. Erst 2021 hat sich die deutsche mit der namibischen Regierung auf ein Abkommen zur Aufarbeitung des Völkermordes deutscher Truppen während der Kolonialzeit verständigt. Die Auseinandersetzung mit dem Erbe des Kolonialismus ist jedoch genauso herausfordernd wie vielfältig. Sie betrifft sämtliche Bereiche der Gesellschaft. Und sie findet im Kontext einer zunehmend diversen Gesellschaft statt, in der globale Verflechtungen immer stärker bewusst werden und neokoloniale Abhängigkeiten die Auseinandersetzung mit dem historischen Kolonialismus überlagern.
    Die Studienwoche richtet den Blick auf zwei exemplarische Themenfelder von aktueller Relevanz:
    Sie fragt, wie postkoloniale Perspektiven unsere Erinnerungskulturen und die Gedächtnisforschung transformieren und durch welche Formen des Erinnerns und Vergessens (post-)koloniale Kontexte gekennzeichnet sind. Und sie wirft einen Blick auf unsere Verstrickung in neokoloniale Ausbeutungsverhältnisse, wie sie im Raubbau von Bodenschätzen in nur scheinbar weit entfernten Ländern zutagetreten.
    Im Fokus stehen insbesondere die vielfachen Verbindungen zwischen den beiden Themen, die bei näherer Betrachtung weit mehr miteinander zu tun haben, als es auf den ersten Blick scheint. Ein Schwerpunkt liegt neben politik- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven auch auf der religiösen Dimension.
    In der Studienwoche arbeiten wir gemeinsam mit Studierenden aus Deutschland, Expert:innen aus Theologie, Politik- und Kulturwissenschaft und mit Aktivist:innen des lateinamerikanischen Netzwerkes „Iglesias y Minería”, das sich im Amazonasgebiet gegen zerstörerischen Extraktivismus und für die Rechte von Natur und indigenen Bevölkerungsgruppen engagiert.

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