Veranstaltungs-Rückschau des Fachbereichs

24.01.2019, 17:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
Weingartener Abend

Vom Frauenwahlrecht zur politischen Teilhabe

Frauen in der südwestdeutschen Politik

Die Veranstaltung schlägt einen Bogen von der Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren bis heute. Die Historikerin Prof. Dr. Sylvia Schraut benennt die Errungenschaften und analysiert die Stolpersteine. Landespolitische Medienvertreterinnen diskutieren über ihre konkreten Beobachtungen mit der Politik im Südwesten und bewerten die aktuelle Situation von Frauen in der Politik sowie deren Stellung in den Parteien. Zuvor führt der Künstler Hubert Kaltenmark durch seine aktuelle Ausstellung "Gegenüber Frauen - Frauen gegenüber" im Tagungshaus.

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13.12.2018, 17:30 Uhr – 15.12.2018, 16:30 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
12. Tagung des Arbeitskreises AIM Gender

Männlichkeiten und Care

Selbstsorge, Familiensorge, Gesellschaftssorge

Bei der diesjährigen Tagung sollen das gesellschaftlich bisher wenig beachtete Engagement von Männern in der Care-Arbeit (etwa Kinderbetreuung, Arbeit im Haushalt, Partnerpflege) sowie dessen Auswirkungen auf geltende Konzepte von Männlichkeit diskutiert werden.
In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung - Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften AIM Gender

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30.11.2018, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
Öffentlicher Vortrag

Luther und die mittelalterlichen Traditionen mönchischer Ideale

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Gert Melville (Dresden) im Rahmen der Tagung "Die Observanzbewegung. Rechtliche Strukturen und politische Unterstützung in Europa (Ende 14. bis Anfang 16. Jahrhundert)"

Luther war Mönch. Damit sah er sich in Traditionen, die weit über tausend Jahre zurückreichten und hunderttausende "Virtuosen des Glaubens" hervorgebracht hatten. Diese standen nach eigenem Verständnis zwischen Erde und Himmel und fühlten sich auch in weiten Bereichen ihrer gelebten Spiritualität unmittelbar auf Gott verwiesen. Luther war von diesen Traditionen bis in seinen Lebenskern hinein geprägt. Dabei ging es keineswegs nur um theologische Inhalte, sondern vielmehr um eine eintrainierte Weise der Religiosität, welche dann auch in seine reformatorische Theologie eingeflossen ist.

19:00 Uhr, Tagungshaus Weingarten
Eintritt frei - Spenden willkommen.


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29.11.2018, 14:00 Uhr – 01.12.2018, 14:00 Uhr, Weingarten
Internationale Tagung der Forschungsgruppe "Observer l’Observance"

Die Observanzbewegung

Rechtliche Strukturen und politische Unterstützung in Europa (Ende 14. bis Anfang 16. Jahrhundert)

Die ReformerInnen der Observanzbewegung strebten nicht nur eine innerreligiöse Erneuerung durch strengere Einhaltung der kirchlichen Lehre an, sondern zielten auf eine Reform der gesamten Gesellschaft, was ethische und wirtschaftliche Fragen sowie jeden Aspekt der christlichen Lebensführung einschloss. Die Observanzbewegung trug so eine typisch monastische Wertekategorie - den Gehorsam - in das Herz vormoderner politischer und sozialer Systeme und kann somit als Schlüssel zum Verständnis der ‚Modernisierung' Europas am Beginn der Reformation verstanden werden.
Arbeitssprachen der Tagung sind Englisch, Französisch und Deutsch.

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25.10.2018, 18:00 Uhr – 27.10.2018, 14:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
24. Tagung des Arbeitskreises Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit

Ökonomie – Geschlecht – Recht

Frauen arbeiteten in der Frühen Neuzeit nicht nur gemeinsam mit ihren Ehemännern, sondern waren auch eigenständig in vielen Bereichen tätig. Die Tagung beleuchtet die Bedeutung der Kategorie Geschlecht im Feld der Ökonomie und den konkreten Handlungsräumen von Frauen und Männern zu. Das Spektrum der Fragen reicht von der geschlechtsspezifischen Nutzung von Dingen über die Produktion und Zirkulation von Gütern bis hin zu klassischen Fragen danach, wie Frauen und Männer ihren Lebensunterhalt bestritten.
In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit

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28.09.2018, 18:00 Uhr - 21:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Öffentliche Abendveranstaltung

1918 und die Welt

Europäische und globale Auswirkungen von Weltkrieg und Friedensordnung

Im Herbst jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Aus diesem Anlass nimmt die Veranstaltung in zwei Vorträgen und einem anschließenden Podiumsgespräch die Auswirkungen in den Blick, die das Ende des Ersten Weltkriegs und die sich daraus ergebende Nachkriegs- und Friedensordnung jenseits der vorherrschenden national geprägten Sichtweisen auf europäischer und globaler Ebene zeitigten.
Mit Vorträgen von Prof. Dr. Jörn Leonhard (Freiburg) und Prof. Dr. Ewald Frie (Tübingen).
In Zusammenarbeit mit dem Landesverband Baden-Württemberg im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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21.09.2018, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
Öffentlicher Vortrag

Gibt es einen schwäbischen Katholizismus?

Kirchenhistorische Konstruktionen nach 1945

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Claus Arnold (Kirchenhistoriker, Mainz) im Rahmen der Tagung "Von 'böhmisch-katholisch' bis 'rheinisch-katholisch'. Regionale Katholizismen im 19. und 20. Jahrhundert"

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb der Tübinger Kirchenhistoriker Hermann Tüchle (1905-1986) eine Geschichte der "Kirche Gottes im Lebensraum des schwäbisch-alamannischen Stammes" und ging dabei "von der innigsten Verbindung des Reiches Gottes mit dem Volk, in dem es Wurzel fasst" aus. Eine Beschränkung seines Werkes auf Württemberg erschien ihm deshalb als "unnatürlich und gekünstelt". Der "stammesgeschichtliche" Ansatz Tüchles und seine Rede vom "Lebensraum" erscheinen einerseits als problematisch, andererseits verweisen sie auf die interessanten Versuche, kirchliche und politische Identität im deutschen Südwesten nach 1945 neu zu denken.

In Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

19:00 Uhr, Tagungshaus Weingarten
Eintritt frei - Spenden willkommen.


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20.09.2018, 15:00 Uhr – 22.09.2018, 14:00 Uhr, Weingarten
Wissenschaftliche Studientagung

Von "böhmisch-katholisch" bis "rheinisch-katholisch"

Regionale Katholizismen im 19. und 20. Jahrhundert
Immer wieder ist die Rede von regional spezifischen Ausprägungen des katholischen Glaubens. Die regionale Glaubenstradition, so hört man bisweilen, sei 'offener' und 'liberaler' als kirchliches Dogma und 'römische' Hierarchie und stärker an der Praxis orientiert. Ziel der Tagung ist es, die Entstehung, Funktionen und Folgen solcher regionaler Zuschreibungen zu untersuchen, was neue Einsichten sowohl für die Regional- wie die Kirchengeschichte verspricht. In Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

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01.09.2018, 14:00 Uhr – 05.09.2018, 14:00 Uhr, Weingarten
Sommerakademie

Der Mensch und die Musik

Einblicke in die Tonspur des Lebens

Die Sommerakademie nähert sich dem Phänomen Musik in vielfältigen, zum Teil musikalisch begleiteten Vorträgen aus den unterschiedlichsten Perspektiven und ermöglicht so neue Erkenntnisse der Teilnehmenden auch zu ihrem eigenen Musikgenuss. Aufgelockert wird das Programm durch musikalische Abende und zwei ganztätige Exkursionen inklusive Besuch eines Instrumentenmuseums, Achitekturführung in einem neuen Konzerthaus, Jodelwanderung in Vorarlberg und Weinverkostung in einer ehemaligen Zisterzienserabtei.

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19.06.2018, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
Vortragsreihe "Revolution! Aufstände und Protestbewegungen in Oberschwaben"

Revolte in der Provinz

"68" in Oberschwaben und am Bodensee

Vortrag und Podiumsgespräch mit ZeitzeugInnen

Nach knapp 50 Jahren sind die Ereignisse des Jahres 1968 heute unter dem Stichwort "68" zum Mythos geworden, der mehr verdeckt als erhellt. Ausgehend von der Annahme, dass "68" nicht nur ein Phänomen der Großstädte war, sondern eine gesellschaftsverändernde Wirkung auch von der Provinz ausging, unternimmt der Vortrag eine Bestandsaufnahme der Ereignisse des Jahres 1968 in der Region Bodensee-Oberschwaben. Dabei sind auch die Folgen für die Region und die beteiligten Menschen im Blick, insbesondere die Frage, was aus den Protagonistinnen und Protagonisten und ihren Ideen von damals geworden ist.

Vortrag von Dr. Stefan Feucht (Salem)
Im Anschluss Podiumsgespräch mit den ZeitzeugInnen Christa Lauber (Biberach), Jürgen Leipold (Konstanz), Minister a.D. Ulrich Müller MdL (Ravensburg) und Alexander Plappert (Überlingen); Moderation: Prof. Dr. Dietmar Schiersner (Weingarten) & Dr. Stefan Feucht

Eintritt frei - Spenden willkommen.

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Programm der Veranstaltung

Programm der Vortragsreihe

15.06.2018, 19:30 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
Podiumsdiskussion

Aus der Geschichte lernen?

Zum richtigen Umgang mit Verschwörungstheorien

Verschwörungstheorien haben Hochkonjunktur. Dank neuer Kommunikationstechnologien verbreiten sie sich schneller als je zuvor. Doch schon seit Jahrhunderten versuchen Menschen, sich das Unbegreifbare und vermeintlich Böse als geheime Machenschaften fremdartiger oder allmächtiger Akteure zu erklären.
Ausgehend von dieser Feststellung stellt sich die Frage: Wie gefährlich sind Verschwörungstheorien für unsere Demokratie? Wie hängen sie mit populistischen Bewegungen zusammen? Und was kann uns die Geschichte über die Mechanismen von Verschwörungsglauben und über den richtigen Umgang damit in Gesellschaft, Politik und Medien lehren?

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14.06.2018, 12:00 Uhr – 16.06.2018, 14:00 Uhr, Weingarten
Veranstaltungen für ExpertInnen

Von Hinterzimmern und geheimen Machenschaften

Verschwörungstheorien in historischer Perspektive

Verschwörungstheorien haben Hochkonjunktur. Dank neuer technischer Möglichkeiten verbreiten sie sich schneller als je zuvor. Doch schon vor Jahrhunderten versuchten Menschen, sich das Unverständliche und vermeintlich Böse als Machenschaften bestimmter Gruppen zu erklären, die als fremdartig oder allmächtig wahrgenommen wurden.
Anhand konkreter historischer Beispiele wird gefragt: Inwieweit ist unser modernes Konzept von Verschwörungstheorien auf vergangene Epochen übertragbar? Unter welchen Umständen waren diese Erzählungen erfolgreich, wie leben sie bis heute fort und welche Lehren können aus der Geschichte für den heutigen Umgang mit Verschwörungstheorien gezogen werden?

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17.05.2018, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
Öffentlicher Vortrag im Rahmen des Bodenseefestivals

101 Jahre Russische Revolution

Geschichte, Erinnerung und aktuelle Politik

Im Jahr 1917 erschütterte die Russische Revolution das Zarenreich und die ganze Welt. Auch über hundert Jahre später sind ihre Nachwirkungen in Gesellschaft, Politik und Kultur noch spürbar. Der Slawist Ulrich Schmid (St. Gallen) wagt einen Blick auf die langfristigen Folgen der Revolution und fragt unter anderem: Wer erinnert (sich) wie an die Ereignisse des Jahres 1917? Welche Rolle spielt die Russische Revolution in der aktuellen russischen Geschichtspolitik?

Eintritt frei - Spenden willkommen.

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26.04.2018, 14:30 Uhr – 28.04.2018, 14:00 Uhr, Weingarten
Arbeitskreis für hagiographische Fragen

Der Wert des Heiligen

Spirituelle, materielle und ökonomische Verflechtungen

Heiligkeit, verstanden als Wert, manifestiert sich im ‚Verdienst' eines Heiligen. Der materiell-spirituelle Doppelsinn dieses Begriffs hat das Heiligkeitsverständnis der Kirche geprägt: Heiligkeit ist ethisch begründet und zugleich materiell verrechenbar. Oft wird das Wesen des Heiligenkultes auf die materielle Komponente reduziert. Statt nach der Ökonomisierung des spirituellen Heils fragt die Tagung präziser nach den Wertbezügen des Sacrum im Spannungsverhältnis von Spiritualität, Materialität und Ökonomie.
In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für hagiographische Fragen

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Tagungsbericht

24.04.2018, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
Vortragsreihe "Revolution! Aufstände und Protestbewegungen in Oberschwaben"

Rote Fahnen über Oberschwaben

Revolution und Räte 1918/19

Vortrag von Dr. Elmar L. Kuhn (Meersburg)

Oberschwaben galt und gilt als konservative Landschaft. Vor dem Ersten Weltkrieg erhielt die katholische Zentrumspartei in allen oberschwäbischen Oberämtern mehr als 80 Prozent der Wählerstimmen. Dennoch wehten im November und Dezember 1918 rote Fahnen von den Rathäusern in Friedrichshafen, Ravensburg, Leutkirch, Wangen und Waldsee, in Friedrichshafen sogar "von den Zinnen des Schlosses". Friedrichshafen wurde neben Stuttgart, Kiel und München als "Hochburg des revolutionären Vortrupps" bezeichnet. Hier wurden am frühesten im Reich revolutionäre Forderungen erhoben, hier wurde einer der ersten Arbeiterräte gewählt. In den anderen oberschwäbischen Städten dauerte es länger.
Radikalität und zeitweiliger Einfluss der Räte hingen von der Stärke der Arbeiterschaft in den einzelnen Oberämtern und Städten ab. Das Spektrum reichte von den Revolutionsführern der KPD und USPD in Friedrichshafen bis zu vom Zentrum geführten Räten in Leutkirch, Riedlingen und Wangen. Mit dem Ergebnis der Revolution war auch in Oberschwaben niemand zufrieden: die Arbeiter nicht, weil sie wenigstens mehr Reformen erwartet hatten; Bürger und Bauern nicht, weil sie zwar Frieden, aber keine Republik wollten.
Der Vortrag schildert die Ereignisse in Oberschwaben, das Wirken der Räte und das Verhalten der Arbeiter, der kommunalen Verwaltungen, der Bürger, Bauern und Soldaten.

Dr. Elmar L. Kuhn
war von 1979 bis 2009 Kreisarchivar und Leiter des Kulturamtes Bodenseekreis und von 2010 bis 2014 Vorsitzender der Gesellschaft Oberschwaben.

Eintritt frei - Spenden willkommen.

Programm der Vortragsreihe

22.03.2018, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
Vortragsreihe "Revolution! Aufstände und Protestbewegungen in Oberschwaben"

Doppelvortrag zu 1848 in Oberschwaben

1848. Politischer Aufbruch in Oberschwaben
Vortrag von Dr. Nikolaus Back (Filderstadt)

Nach einem langen Reformstau im Vormärz überstürzten sich im März 1848 die Ereignisse. Auch in Oberschwaben kam es in dieser Zeit zu zahlreichen politischen Versammlungen und teilweise auch zu Unruhen. Die Politisierung 1848/49 erreichte auch die Kleinstädte und ländlichen Gebiete. Seit der Aufhebung der Zensur erlebten Zeitungen einen Aufschwung; politische Vereine wurden gegründet, die aufmerksam das politische Geschehen verfolgten. Trotz der Niederlage der Revolution 1848/49 blieb die für Oberschwaben bedeutsame Ablösung von Zehnt und Grundherrschaften bestehen. Zum langfristigen Erbe der Revolution von 1848 zählen vor allem die Grund- und Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaat.

Eine lokale Fallstudie ergänzt den regionalhistorischen Vortrag:

Die Bürgerrevolution von 1848/49 am Beispiel von Stadt und Landkreis Lindau
Vortrag von Karl Schweizer (Lindau)

Waren es in Bayerns einziger Bodenseestadt Lindau zu Beginn eher Vertreter der bürgerlichen Oberschicht, welche die rebellischen Verlautbarungen und Aktionen prägten, so änderte sich dies bis zum Frühjahr 1849. Die Gründung eines Lindauer Märzvereins 1849 war personell deutlich durch das handwerklich geprägte Kleinbürgertum der Stadt bestimmt. Nun tauchten in Flugblättern auch Aussagen zur Gleichberechtigung der Jüdinnen und Juden und zur Lage der Arbeiter auf. Eine große regionale Kundgebung sollte helfen, die März-Errungenschaften von 1848 zu retten.


Dr. Nikolaus Back
leitet das Stadtarchiv Filderstadt und das FilderStadtMuseum.

Karl Schweizer
ist Lokalhistoriker in Lindau und Herausgeber der Edition Inseltor Lindau.

Eintritt frei - Spenden willkommen.

Programm der Vortragsreihe

20.03.2018, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Offene Veranstaltung

Warum Frauenbewegungen in Vergessenheit geraten oder auch nicht

Die Rolle von aktivem Gedenken und Medien

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Susanne Kinnebrock (Augsburg) im Rahmen der Fachtagung "Verzicht auf Traditionsstiftung und Erinnerungsarbeit?"

200 Jahre Karl Marx, 100 Jahre Novemberrevolution oder 50 Jahre 1968: Die Massemedien werden sich auch dieses Jahr überschlagen mit Beiträgen, die das Gedenken an zentrale Figuren und Prozesse der deutschen Geschichte wachhalten. Wichtige historische Ereignisse der Frauenbewegung - wie 125 Jahre "Die Frau", 100 Jahre Frauenwahlrecht oder 50 Jahre Tomatenwurf - werden mutmaßlich deutlich weniger Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sie sind im hiesigen kollektiven Gedächtnis weniger fest verankert.
Im Vortrag wird dargelegt, was das kollektive Gedächtnis auszeichnet, welche Inhalte darin bevorzugt bewahrt werden und vor allem welche Rolle Medien dabei spielen. Denn es sind die Massenmedien, die immer wieder Öffentlichkeit für gesellschaftliche Themen herstellen, bestimmte Aspekte der Vergangenheit reaktualisieren, andere dafür aber ausblenden. Dabei orientieren sich Massenmedien weniger an der historischen Bedeutsamkeit bestimmter Figuren und Prozesse, sondern vor allem an aktuellen Relevanzstrukturen und grundlegenden Medienlogiken. Wie das genau funktioniert ,wird anhand einiger Fallbeispiele aus der ersten deutschen Frauenbewegung illustriert. Dabei wird aufgezeigt, wie eine bewusste Erinnerungsarbeit und ein frühzeitiger "Gedenkaktivismus" mediale Darstellungen und kollektives Gedächtnis beeinflussen können.

Anschließend kleiner Imbiss.

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19.03.2018, 12:00 Uhr – 21.03.2018, 14:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Veranstaltungen für ExpertInnen

Verzicht auf Traditionsstiftung und Erinnerungsarbeit?

Narrative der europäischen Frauenbewegung im 19. und 20. Jahrhundert

Als sich in den 1970er Jahren die zweite Frauenbewegung auf den politischen Bühnen Europas Gehör verschaffte, verstand sie sich weitgehend als neue Bewegung ohne historische Vorläufer. Wie kam es dazu? Auf welche Weise wurde die erste Frauenbewegung tradiert? Wo liegen die (verschleierten) Schnittstellen zwischen den Frauenbewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts?
In Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg, der Universität der Bundeswehr München und dem Verein Frauen und Geschichte Baden-Württemberg

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Tagungsbericht

10.03.2018, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr, Weingarten
Öffentlicher Vortrag mit Musik

Der Ackerbau, das Bier und die Folgen

Vom freien Nomadenleben in die Sesshaftigkeit

Öffentlicher Vortrag von Prof. em. Dr. Josef H. Reichholf (Ökologe und Evolutionsforscher, München) im Rahmen der Tagung "Bier in Oberschwaben"

In der Steinzeit lebten die Menschen als Jäger und Sammler. Doch vor rund zehntausend Jahren begannen sie, feste Ansiedlungen zu bauen, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben und Staaten zu bilden. Weil das Jagdwild rar geworden war und Hunger sie zum Ackerbau zwang - so lautet die gängige Deutung. Doch es herrschte kein Wildmangel im "Fruchtbaren Halbmond", und zuerst entstanden Kultstätten. Warum also wurden die Menschen sesshaft? Hauptrolle spielte das Bier, so Josef H. Reichholf.

Die Vortrag wird musikalisch bereichert von der Blasmusikformation Denis Zachenbacher.

Eintritt frei - Spenden willkommen.

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09.03.2018, 13:00 Uhr – 11.03.2018, 14:00 Uhr, Weingarten
Interdisziplinäre ZeReS-Tagung

Bier in Oberschwaben

Interdisziplinäre Aspekte eines kulturgeschichtlichen Phänomens

Bier steht für Gemütlichkeit und Geselligkeit, aber auch für Stammtisch-Gerede, Rausch und Gewalt. Brauereien gehörten bis vor wenigen Jahrzehnten zu jedem größeren Ort in Oberschwaben und präg(t)en Landschaft und Landwirtschaft. Neuerdings verknüpfen sich Bier und Bierzelt mit einer Art popkultureller Bajuwarisierung, während eine boomende Kleinbrauerszene ganz dem Trend zum Öko-Regionalismus entgegenkommt. Kein Zweifel: Bier ist ein kulturgeschichtliches Phänomen, dessen Beleuchtung aus unterschiedlichen Disziplinen auch tiefe Einblicke in die Region Oberschwaben gewährt.
Interdisziplinäre Tagung in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Regionalität und Schulgeschichte, PH Weingarten

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