Liebe Leserin, lieber Leser,

wer kennt es nicht, das berühmte Abendmahl von Leonardo da Vinci. Es gehört zu den bekanntesten Gemälden weltweit. Neben der technischen Bravour des Bildes gab und gibt das Setting der Figurengruppen durchaus Anlass zu Spekulationen. Vor allem der sogenannte feminin gemalte Lieblingsjünger Jesu wirft auch im verfilmten Megaseller Dan Browns, im „Da Vinci Code“, Fragen auf.

Die weltweite Bekanntheit des Werkes machen sich auch Gegenwartskünstler zu Nutze und modifizieren es mit ihren Mitteln. Jürgen Klugmann stellte das zweidimensionale Gemälde mit lebenden Personen in der Kunsthalle Tübingen während der Ausstellung „Come Back“ zeitweise nach; auch wir von der Akademie ließen uns in der Tübinger Ausstellung auf dieses Kunst-Abenteuer ein. Neben der kunsthistorischen Auseinandersetzung ging es uns auch um ein Statement: Wir wollen auf die weltweite Kampagne Maria 2.0 hinweisen. Die Farbe der Aktion ist weiß. Sie steht für eine Reform-Initiative, die in den großen katholischen Frauenverbänden entstand und von vielen Frauen und Männern aus Kirchengemeinden inzwischen aufgegriffen wurde. Es geht darum, längst fällige Reformen - etwa den Diakonat der Frau und die Aufhebung des Pflichtzölibates - in der Amtskirche neu zu beleben.

Auch auf dem „Synodalen Weg“, vereinbart zwischen der deutschen Bischöfen und dem Zentralkomitee der  Katholiken, fordert diese Initiative greifbare Veränderungen. An der Akademie wollen wir uns diesen Themen im kommenden Jahr annehmen, Tagungen dazu organisieren und den Diskutant*innen eine Plattform bieten. Zudem sollen die Veranstaltungen dazu dienen, nach einem Jahr der Maria 2.0-Bewegung ein erstes Fazit zu ziehen.

Über Ihre Unterstützung würden wir uns sehr freuen,

Herzlichst, Ihre

Dr. Ilonka Czerny, Fachbereichsleiterin Kunst

 

Inhalt

Nicht nur von dieser Welt

„Wenn Sie mich fragen, durch wen ich mein bis heute ungebrochenes Interesse am Dialog zwischen Naturwissenschaften und Theologie gewonnen habe, ist die Anwort eindeutig: Durch den Wissenschaftsjournalisten Hoimar von Ditfurth.“ Das bekennt Dr. Heinz-Hermann Peitz, unser Fachbereichsleiter Naturwisswenschaft-Theologie. Lange, bevor er in theologischen Traktaten von Kreationismus, Deismus oder „creatio continua“ gelesen habe, hat ihn von Ditfurth auf den Geschmack gebracht - Grund, 30 Jahre nach seinem Tod an das Werk von Ditfurths zu erinnern.

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Islam-Beratung der Akademie im Land ist ein großer Erfolg

Dr. Hussein Hamdan, Leiter der Islamberatung

 

Die Islamberatung, ein gemeinsame Projekt der Akademie und der Robert Bosch Stiftung, das im Februar 2015 ins Leben gerufen worden ist, erhält sehr gute Noten bei der Evaluation durch die Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl. Der Islam- und Religionswissenschaftler Dr. Hussein Hamdan, der Projektverantwortliche auf Seiten der Akademie, berichtete nun, dass es bisher mehr als 150 Beratungen fast in ganz Baden-Württemberg gegeben hat. Vor allem Kommunen, zunehmend auch kleinere, nutzen das kostenlose Angebot.  Mehr

Die nächsten Veranstaltungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Aktuelles

 
19.11.2019, Weingarten
Dr. Aaron Langenfeld ist Geschäftsführer des Zentrums für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften an der Universität Paderborn. Er erläuterte, warum Glaube heute noch sinnvoll ist.
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06.11.2019, Stuttgart/Weingarten
Ein Dokumentarfilm über Papst Benedikt ist in Stuttgart und Weingarten auf großes Interesse gestoßen – und hat eine kontroverse Diskussion über die Verstrickungen der Katholische Kirche ausgelöst.
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05.11.2019, Stuttgart-Hohenheim
Ulinka Rublack hat aus Ihrem preisgekrönten Buch über Katharina und Johannes Kepler vorgelesen. Auch Hollywood hat den Stoff bereits für sich entdeckt.
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05.11.2019, Tübingen
Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen und die Akademie würdigen die ehemalige Präsidentin Irlands für ihr Engagement für Frauen und die moralische Erneuerung der Kirche.
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04.11.2019, Stuttgart-Hohenheim
Veränderte Rahmenbedingungen, gesellschaftliche Entwicklungen und neue Familienformen bringen neue soziale Ungleichheiten hervor. Darüber haben Experten und Expertinnen diskutiert.
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Medienecho

Die internationale Zeitschrift „Ecumenical Trends“ berichtet in der November-Ausgabe über die erste internationale Tagung der Unierten Kirchen in Hohenheim.

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Zum Schluss

„Wenn es gar so dunkel ist in deinem Leben, sieh doch einmal nach, ob es nicht am Ende daher kommt, dass alle Deine Fensterläden verschlossen sind."

Johannes Kepler,1571–1630, Astronom

 

Publikationen

 
 

 



 
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