Liebe Leserin, lieber Leser,

im Fall der Mauer lag eine Verheißung für die Welt, im Beginn des Arabischen Frühlings vor zwölf Jahren eine weitere. Nun, 2022, liegen alle damit verbundenen Hoffnungen auf Eis. Vladimir Putin als Teil des alten Systems hat Europa in seinen Krieg gerissen, und nicht nur die Fußballwelt kriecht zu Kreuze vor den Scheichs von Katar, die sich um Menschenwürde kaum mehr kümmern als ihre „winterlichen“ Vorgänger. Der Iran richtet die eigenen, jungen Bürger:innen hin, die sich in einem hierzulande unvorstellbaren Mut gegen das Regime auflehnen; er schickt seine Drohnen, seinen Tod auch noch in die Ukraine. Und wer wird wo die nächste Lunte zünden?

In der Akademie hatten wir dieser Tage – Bild oben – das kenianische „Hope Theatre“ zu Gast: junge Leute aus den Slum- und Müllvierteln Nairobis, und trotzdem fröhlich. Menschen, die sich aufrappeln gegen die eigene Hoffnungslosigkeit und die darin, sogar noch in Europa, ansteckend wirken. Dass – wenn schon großpolitisch derzeit nichts auszurichten ist – wenigstens die Hilfs- und Spendenbereitschaft in Deutschland zunimmt, ist ein starkes Zeichen von Solidarität und Hoffnung für die, die das brauchen. Dass sich die Gesellschaft nicht auseinanderdividieren lässt von professionellen, politisch munitionierten Unruhestiftern und von Hetzern gegen Flüchtlinge, ein weiteres.

Mögen Sie, mögen wir alle an Weihnachten und im nächsten Jahr Zeichen der Hoffnung sehen und setzen, an die wir uns halten können. Und mögen wir die Botschaft des Festes als Grund unserer Hoffnung bewahren: Gott ist Mensch geworden, damit wir endlich menschlich werden.

Herzlichst, Ihr

 

Inhalt

Ach ja...

Gier und Hass gab's schon. In diesem Jahr, als Finale seiner Emotionen-Trilogie, zeigt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg das schönste, vielleicht auch abgründigste aller Gefühle: die Liebe. Und wir weisen zum Weihnachtsfest gerne darauf hin. Vielleicht sind die Tage trüb, manchem fällt vor lauter Familie oder Alleinsein die Decke auf den Kopf. Warum nicht in die Landesausstellung, um den Blick zu weiten, zu schmunzeln, den Kopf zu schütteln über die eine oder andere Verirrung, um vielleicht zu seufzen? Auch das soll ja ab und zu helfen.

Die nächsten Veranstaltungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Aktuelles

 
19.12.2022, Stuttgart-Hohenheim
Populistische Bewegungen berufen sich auch auf religiöse Motive und Bindekräfte. Von christlicher wie von muslimischer Seite sind die Auswirkungen brisant. Was lässt sich dem entgegensetzen?
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19.12.2022, Stuttgart-Hohenheim
Wie kann politische Bildung zum Frieden beitragen? Und wie erreicht sie nachhaltig die Herzen der Menschen? Ein „Peace Slam" in der Akademie mit Erfahrungen aus Lateinamerika und Deutschland.
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16.12.2022, Online
Die vielfältig ineinander verwobenen Krisen unserer Zeit kosten Unmengen an Geld und vermehren die ohnehin angewachsene soziale Ungleichheit noch weiter. Wer zahlt die Rechnung?
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15.12.2022
Ungeachtet diverser - und noch lückenhafter - Gesetze erfahren Menschen mit Behinderung oft strukturelle Diskriminierung. Nötig ist ein gesellschaftlicher Perspektivwechsel.
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14.12.2022, Bad Urach
Die Teilnehmer:innen diskutierten über aktuelle Herausforderungen in dem ostafrikanischen Land Kenia, die nun nach den Wahlen angepackt werden müssen.
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14.12.2022
Glück, Trauer, Wut, Angst, Ekel, Neid, Mitgefühl, Gier und noch mehr. Wie gehen wir mit unseren Gefühlen um, von denen manche ihre Wurzeln tief in unserer evolutionären Vorgeschichte haben?
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14.12.2022, Klingenmünster
Bei der Weingartener Herbstwoche diskutierten Jura-Student:innen mit Fachleuten über Fragen zu Einwanderung, Schutz von Flüchtlingen und sozialer Teilhabe - dieses Mal aber nicht in Weingarten.
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12.12.2022, Berlin
Hussein Hamdan moderierte auf Einladung des Bundesinnenministeriums die Auftaktveranstaltung der Deutschen Islam Konferenz in der aktuellen Legislaturperiode in Berlin.
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12.12.2022, Lindenberg im Allgäu
Studierende mit christlicher und Studierende islamischer Religion, fünf Tage Zusammensein – dazu eine Menge Fragen zum eigenen Nachdenken und für die Diskussion untereinander.
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15.11.2022
In der alten BRD, vor allem in der moralisch rigiden Adenauer-Zeit, beteiligten sich auch die Kirchen an Polemik und Hetze gegen Homosexuelle. Und dann kam es zu zwei ungewöhnlichen Akademietagungen.
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Persönliches

 

Judith Herzig, seit Juli 2018 verantwortlich für die Geschäftsführung, verlässt die Akademie. Mit ihr sind die großen Umbauten gelungen, die unter anderem Corona erzwungen hat. Die  Umstellung von Präsenz- auf Online-Veranstaltungen war nur die Oberfläche. Dahinter verbarg sich eine grundlegende Änderung des operativen Geschäfts – sowie die Sorge um den Erhalt der Tagungshäuser und der Arbeitsplätze dort. Die Betriebswirtschafterin kehrt an ihren Wohnort Ulm zurück, bleibt aber im Bildungsbereich tätig: an der Technischen Hochschule. 

 

 

Dr. Heike Wagner,  Südamerika-Expertin und Leiterin des Fachbereichs Internationale Beziehungen, war zur Sitzung der Bischöflichen Kommission Adveniat eingeladen, die am 5. Dezember 2022 tagte. Das Thema „Bunte Synodenbilder in Rom – brennende Wälder am Amazonas. Anspruch und Wirklichkeit drei Jahre nach der Amazonas-synode.“ Die Zusammenfassung ihrer Analyse aus politischer, ökonomischer und sozialer Perspektive und ihre Mahnung zu einem „Dialog auf Augenhöhe" finden Sie hier

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Zwei Bilanzbuchhalter:innen bzw. Steuerfachwirt:innen (m/w/d)

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