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| Forum Wirtschaftsethik | |
Forum Rheinland1. Impulse 2002Im Forum Rheinland wurde auf Initiative einiger Mitglieder eine
Programmstruktur für die Arbeit der Gruppe im nächsten Jahr
entwickelt. Durch diese neue Form der Programmplanung soll die Arbeit in der
Regionalgruppe systematischer weiter geführt werden. Die Programmplanung
2002 wurde auf der letzten Sitzung der Regionalgruppe diskutiert und
verabschiedet. Ausserdem wurde eine Ablaufstruktur für die jeweiligen
Gruppentreffen, die viermal im Jahr stattfinden sollen, vereinbart: 1.
Regularien, 2. Kurzberichte und Informationen 3. Thema des Abends sowie
wechselnde Moderation und Protokollierung. 2. Veranstaltung "Das Unternehmen als Bürger in der Gesellschaft"Ort: IHK zu Köln, 23.1.01 Forum NordPolitischer Advent - "Konflikte im Betrieb konstruktiv lösen" - am 05. Dezember 2001Bereits zum zweiten Male lud das Forum Nord im Dezember zum
"Politischen Advent" in Kooperation mit dem KDA (Kirchlichen Dienst in der
Arbeitswelt) ein. Die Veranstaltung fand am 05. Dezember 2001 ab 19.00 Uhr in
den Räumen der AOK Hamburg, Pappelallee 22- 26 statt. Das Thema lautete:
"Konflikte im Betrieb konstruktiv lösen: Theorie und Praxis von
Mediations- und Konfliktlotsen-Programmen". Der Referent Roland Kunkel-van
Kaldenkerken, Mediator aus Berlin, stellte den sinnvollen Umgang mit Konflikten
in Unternehmen dar. Welche Erfahrungen machen Firmen, die nach innovativen
Methoden suchen, ihre Konflikte fair und konstruktiv zu bearbeiten? Welche
Vorstellungen stehen hinter den Konzepten von "betrieblichen Konfliktlotsen"?
Wo liegen die Stolpersteine im betrieblichen Alltag? Für die musikalische
Begleitung sorgte ein Saxophon- Quartett mit Gitarre. Forum HannoverVortrag zum Thema nachhaltiges Wirtschaften als zukunftsfähige Version der Unternehmenspolitik - Ansätze und ErfahrungenIn der Vortragsreihe der Regionalgruppe Hannover referiert Roland
Schaeling von future e.V. (Umweltinitiative von Unternehmern) am 30. Januar
2002 im Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover zum Thema
"Nachhaltiges Wirtschaften als zukunftsfähige Version der
Unternehmenspolitik - Ansätze und Erfahrungen". Konstituierender Workshop des DNWE-Arbeitskreises "Wirtschaftsethik und Berufliche Bildung" fand regen Zuspruch - 2. Workshop im Februar 2002 Vom 21.-22. Juni 2001 fand in Hannover die konstituierende
Sitzung des DNWE-Arbeitskreises "Wirtschaftsethik und Berufliche Bildung" unter
der Leitung von Dipl.-Hdl. Dr. Thomas Retzmann (Universität Bielefeld)
statt. Kooperationspartner war Dipl.-Theol. Hans- Jürgen Pabst vom
Evangelischen Schulpfarramt, Hannover. Der Arbeitskreis bietet all denjenigen
ein Forum, die im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung arbeiten,
lehren, beraten oder forschen und den Erfahrungsaustausch mit anderen
Unternehmern, Ausbildern, Lehrern, Beratern und Forschern suchen. Inhaltliche
Schwerpunkte des Arbeitskreises sind curriculare, didaktische und methodische
Fragen einer modernen berufsmoralischen Aus- und Weiterbildung. Die erste
Tagung fand reges Interesse. Die mehr als vierzig Anfragen im Vorfeld
führten schließlich zu 22 Anmeldungen aus dem gesamten Bundesgebiet.
Das Tagungsprogramm sowie ein Kurzbericht können von der Seite
http://www.wiwi.uni-bielefeld.de/~weinbren/retzmann.htm
abgerufen werden. Bericht über das Treffen des erweiterten Vorstandes des DNWE am 13.10.2001 Am 13. Oktober 2001 traf sich der erweiterte Vorstand
(Vereinsauschuss) des DNWE zu seiner ersten Sitzung nach den Vorstandswahlen im
oberbayerischen Holzkirchen. Neben den Sprecherinnen und Sprechern der
regionalen Foren waren auch die Arbeitskreisvertreter anwesend. Gründung der Arbeitsgruppe "Wirtschaftsethische Aspekte Nachhaltiger Entwicklung" Am 10. Oktober wurde im Siemens Forum München die
Arbeitsgruppe "Wirtschaftsethische Aspekte Nachhaltiger Entwicklung" des
Deutschen Netzwerkes Wirtschaftsethik gegründet. Insgesamt zählt die
Arbeitsgruppe derzeit bislang 18 Mitglieder. Die Arbeitsgruppe ist ein
freiwilliger Zusammenschluß von Mitgliedern des DNWE sowie anderen
Interessierten zu diesem Themengebiet. DNWE-Tagung "Ethik für den Kapitalmarkt?" am 12. Oktober 2001 im SiemensForum München Am 12. Oktober fand im Siemens Forum München eine
hochkarätig besetzte Tagung zum Thema "Ethik für den Kapitalmarkt? -
Die Verantwortung des globalen Kapitalmarkts" statt. Die Veranstaltung wurde
vom DNWE Forum Bayern in Kooperation mit der Bayerischen Börse, dem Bund
Katholischer Unternehmer (BKU), der Süddeutschen Zeitung und dem
SiemensForum München durchgeführt. Knapp einhundert Gäste
informierten sich über diese Problematik und diskutierten mit den
anwesenden Experten über die Notwendigkeit einer Ethik für den
Kapitalmarkt. Prof. Peter Koslowski ging in seinem Eingangsreferat der Frage
nach, welche Werte den Kapitalmarkt prägen. Die nachfolgende
Podiumsdiskussion, an der sich neben dem Eingangsreferenten auch Dr. Hermann
Franz (Siemens AG), Caspar von Hauenschild (HypoVereinsbank AG), Prof. Karl
Albrecht Schachtschneider (Univ. Erlangen-Nürnberg), Andreas Schmidt
(Bayerische Börse) und Prof. Michael Wörz (FH Karlsruhe) beteiligten,
wurde von Nikolaus Piper von der Süddeutschen Zeitung moderiert. Die
Podiumsteilnehmer versuchten, den Status Quo und den Handlungsbedarf
hinsichtlich einer ethischen Eingrenzung des globalen Kapitalmarkts auszuloten.
In der kontroversen Diskussion wurde einerseits die Auffassung vertreten, die
Wirtschaft könne die Probleme ohne staatlichen Zugriff im Zuge der
Selbstbindung an ethische Normen bewältigen. Andererseits wurde aber auch
die Forderung nach einer stärkeren rechtlichen Einschränkung des
freien Kapitalflusses erhoben. Problematisch ist in diesem Zusammenhang die
Tatsache, dass der Nationalstaat im Zuge der Globalisierung in seiner
Regelungsfähigkeit eingeschränkt und oftmals gar nicht mehr in der
Lage ist, restriktive Maßnahmen im Alleingang durchzusetzen. Und die
Selbstbindung der Unternehmen findet ihre Grenzen in den strukturellen
Barrieren der Wirtschaft. Dies gilt insbesondere für die Anreiz-systeme,
die das Verhalten der Unternehmer auf den Gewinn hin programmieren. Dort, wo
z.B. nur das kurzfristige Gewinninteresse auf dem Kapitalmarkt entlohnt wird,
wird letztlich auch das moralische Gewissen des Managers inden Hintergrund
gedrängt. Die Selbstbindung kann in diesem Falle leer laufen. Zur
Lösung dieser Probleme müssen offenbar neue Institutionen auf
überstaatlicher Ebene geschaffen werden, die helfen können, die
Austauschprozesse auf dem Kapitalmarkt in verträgliche Bahnen lenken. Im
Anschluss an die Plenumsveranstaltung widmeten sich verschiedene Foren
spezifischen Fragestellungen zum Tagungsthema: Lässt sich
Börsenerfolg durch Nachhaltigkeit erzielen? - Schadet der Shareholder
Value dem Gemeinwohl? - Welche Verantwortung tragen und welche Kompetenz
brauchen die Analysten? - Diese Fragestellungen wurden in kleineren
Arbeitskreisen diskutiert und anschließend dem Plenum vorgestellt. Dem
Abschluss der Veranstaltung bildete ein Vortrag von Dr. Günter Birnbaum
(Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel) über über das komplexe
Geflecht von Regeln und Akteuren auf dem Kapitalmarkt, das sich durch
staatliche Maßnahmen offenbar nur schwer steuern lässt. |
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