3/2000
Forum Wirtschaftsethik
Forum Wirtschaftsethik
Editorial
Mit Ablauf des 8. Jahrganges von "Forum Wirtschaftsethik" kann/darf ich die Aufgabe des verantwortlichen Redakteurs dieses Organs des dnwe abgeben. Diesen Job wird künftig Andreas Scherer übernehmen. Gleich bei der Gründung des Netzwerkes stand fest, dass ein Medium her müsse, um die Kommunikation zwischen den Mitgliedern und mit einer interessierten Schar von Praktikern und Wissenschaftlern zu stimulieren. Mit seinem unvergleichlichen, zum calvinistischen Arbeitsethos verpflichtenden Charme motivierte der Vorsitzende mich, diesen "Rundbrief" zu machen. Natürlich durfte dieser außer Druck und Porto nichts kosten, sollte gleichermaßen Wissenschaft wie Praxis ansprechen, zu Aktivitäten anstacheln, Erfolge dokumentieren, für Veranstaltungen werben und über solche berichten. Dazu hin sollte die neue Literatur zur Wirtschafts- und Unternehmensethik vorgestellt und besprochen werden, auch wäre eine Rubrik "Für Sie gelesen" schön, Initiativen und Institutionen könnten doch vorgestellt werden. Das Heft müsse auf die Schreibtische der Praktiker in den Unternehmen und natürlich in die Fachbibliotheken der Universitäten. Das geht nur, wenn es eine richtige Zeitschrift würde, eine ISSN-Nummer erhielte, regelmäßig erschiene und womöglich auch irgendwann einmal an allen Kiosken zu kaufen sei. Letzteres ist vielleicht eine etwas übertriebene Forderung.

So trudelten bei mir, dem journalistischen Dilettanten, erst die Disketten in verschiedensten Formaten ein, mit ihnen alle möglichen Viren, später die Dateien als attachment, die es zu entzippen galt. Es lebe die Textverarbeitung. Soll keiner sagen, im dnwe sei nichts zu lernen. Ich hatte mir geschworen, kein besseres Layout zu machen, als ich mit üblicher Textsoftware bearbeiten konnte. Das war mit der Zeit nicht mehr gut genug, denn richtige Zeitschriften sehen eben anders aus. Was ein Glück, dass wir die Firma Sign-Kommunikation GmbH für die Aufmachung gewinnen konnten. Dem Sponsor sei Dank. Als aus dieser Werkstatt einmal ein Layout etwas zu gewagt geriet und die Lesbarkeit des Heftes erschwerte, hagelte es Proteste. ....Und der Beweis war erbracht: "Forum Wirtschaftsethik" will tatsächlich gelesen werden!

Daran wird auch die neue Präsenz des dnwe im Internet nichts ändern. Die schnelle Kommunikation (Veranstaltungshinweise etc) wird aber künftig im Netz stattfinden: www.dnwe.de. Forum Wirtschaftsethik" kann konzeptioneller werden. Allerdings werden weiterhin Praktiker wie Wissenschaftler gleichermaßen von diesem Organ des dnwe profitieren wollen.

Sie spüren vielleicht, ein wenig froh bin ich schon, die Redaktionsverantwortung abgeben zu können. Trotzdem hat die Arbeit ungemein Spass gemacht, vor allem deswegen, weil man in dieser Position umfassend über Wirtschaftsethik informiert wird, ohne sich sonderlich anstrengen zu müssen. Mit einem herzlichen Dank an alle, die an der Entstehung der Hefte in den letzten acht Jahren mitgewirkt haben, entlastet sich

Rainer Öhlschläger
 
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