3/1999
Forum Wirtschaftsethik

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Editorial
In der letzten Ausgabe des „Forums Wirtschaftsethik“ hat Prof. Steinmann den heutigen Stand des DNWE dargestellt. Darin kommt die Hoffnung und Erwartung zum Ausdruck, in Zukunft vermehrt Unternehmer und Unternehmen für das Netzwerk gewinnen zu können. Für dieses Ziel müssen wir auf zwei Ebenen ansetzen, und zwar auf der inhaltlichen wie auf der organisatorischen .
Inhaltlich darf es nicht um eine falsche Alternative „Theorie oder Wirtschaftspraxis“gehen. Vielmehr müssen wir den Weg fortsetzten, der mit dem Thema unserer letzten Jahrestagung „Wirtschaftsethik in der Unternehmenspraxis“ zum Ausdruck gekommen ist. Diese Tagung fand durch die Auswahl der Referenten, Themen und Projekte sehr große Zustimmung und brachte dem DNWE im Urteil der Teilnehmer einen Zugewinn an Praxiskompetenz. Genauso sind alle von dem neugegründeten „Zentrum für Wirtschaftsethik“ in Konstanz in Aussicht genommenen Projekte auf Prozesse und Problemlösungen für die Unternehmens- und Wirtschaftspraxis ausgerichtet. Mit dieser Ausrichtung der Theorie für die Praxis schaffen wir die inhaltlichen Voraussetzungen, mehr Unternehmer für das DNWE zu interessieren. Dieser verstärkte Praxisbezug muß neben der inhaltlichen Ebene auch organisatorisch abgesichert werden. Einen wichtigen Beitrag dafür leisten die neugegründeten regionalen Arbeitskreise, da jetzt schon in der Zusammensetzung der Regionalgruppen eine größere Beteiligung von Unternehmern und Führungskräften sichtbar wird. Um jetzt aber der Gefahr vorzubeugen, daß an vielen Orten viele Veranstaltungen und Projekte ohne inneren Zusammenhang untereinander ablaufen, muß die inhaltliche Koordination der Regionalkreise verstärkt werden. Gute Dienste dafür können die schon bestehenden und z.T. noch zu gründenden Facharbeitskreise leisten, in denen zu speziellen Themen (z.B. Arbeitskreis Ethik im Personalwesen, Arbeitskreis Compliance bei Banken) sehr viel Sachverstand versammelt ist, der für die regionalen Arbeitskreise genutzt werden könnte. Deshalb ist geplant, eine Referentenliste aus den Facharbeitskreisen und aus dem weiteren Mitgliederumfeld zusammenzustellen, aufgrund deren die Regionalkreise kompetente Referenten zu den von ihnen gewünschten Themen einladen können. Mit dieser Vernetzung von Regionalkreisen und Facharbeitskreisen erreichen wir zweierlei:
Über die Teilnehmerstruktur der Regionalkreise und die Zusammenstellung der Referentenliste können wir mehr Unternehmer einbinden und praxisrelevante Ethikthemen anbieten und besetzen. Gleichzeitig verbessern wir durch inhaltliche Schwerpunktbildungen über jeweils einen gewissen Zeitraum die Koordination der Regionalgruppen untereinander und damit unsere eigene interne Vernetzung als DNWE insgesamt.
Bitte helfen Sie als Mitglieder bei dieser Strukturverbesserung mit, wenn wir in nächster Zeit in geeigneter Form im Hinblick auf die Erarbeitung einer Referentenliste an Sie herantreten.

Karl-Hermann Blickle