In der letzten Ausgabe des
Forums Wirtschaftsethik hat Prof. Steinmann den heutigen Stand des
DNWE dargestellt. Darin kommt die Hoffnung und Erwartung zum Ausdruck, in
Zukunft vermehrt Unternehmer und Unternehmen für das Netzwerk gewinnen zu
können. Für dieses Ziel müssen wir auf zwei Ebenen ansetzen, und
zwar auf der inhaltlichen wie auf der organisatorischen .
Inhaltlich darf es nicht um eine falsche Alternative Theorie oder
Wirtschaftspraxisgehen. Vielmehr müssen wir den Weg fortsetzten, der
mit dem Thema unserer letzten Jahrestagung Wirtschaftsethik in der
Unternehmenspraxis zum Ausdruck gekommen ist. Diese Tagung fand durch die
Auswahl der Referenten, Themen und Projekte sehr große Zustimmung und
brachte dem DNWE im Urteil der Teilnehmer einen Zugewinn an Praxiskompetenz.
Genauso sind alle von dem neugegründeten Zentrum für
Wirtschaftsethik in Konstanz in Aussicht genommenen Projekte auf Prozesse
und Problemlösungen für die Unternehmens- und Wirtschaftspraxis
ausgerichtet. Mit dieser Ausrichtung der Theorie für die Praxis schaffen
wir die inhaltlichen Voraussetzungen, mehr Unternehmer für das DNWE zu
interessieren. Dieser verstärkte Praxisbezug muß neben der
inhaltlichen Ebene auch organisatorisch abgesichert werden. Einen wichtigen
Beitrag dafür leisten die neugegründeten regionalen Arbeitskreise, da
jetzt schon in der Zusammensetzung der Regionalgruppen eine größere
Beteiligung von Unternehmern und Führungskräften sichtbar wird. Um
jetzt aber der Gefahr vorzubeugen, daß an vielen Orten viele
Veranstaltungen und Projekte ohne inneren Zusammenhang untereinander ablaufen,
muß die inhaltliche Koordination der Regionalkreise verstärkt
werden. Gute Dienste dafür können die schon bestehenden und z.T. noch
zu gründenden Facharbeitskreise leisten, in denen zu speziellen Themen
(z.B. Arbeitskreis Ethik im Personalwesen, Arbeitskreis Compliance bei Banken)
sehr viel Sachverstand versammelt ist, der für die regionalen
Arbeitskreise genutzt werden könnte. Deshalb ist geplant, eine
Referentenliste aus den Facharbeitskreisen und aus dem weiteren
Mitgliederumfeld zusammenzustellen, aufgrund deren die Regionalkreise
kompetente Referenten zu den von ihnen gewünschten Themen einladen
können. Mit dieser Vernetzung von Regionalkreisen und Facharbeitskreisen
erreichen wir zweierlei:
Über die Teilnehmerstruktur der Regionalkreise und die Zusammenstellung
der Referentenliste können wir mehr Unternehmer einbinden und
praxisrelevante Ethikthemen anbieten und besetzen. Gleichzeitig verbessern wir
durch inhaltliche Schwerpunktbildungen über jeweils einen gewissen
Zeitraum die Koordination der Regionalgruppen untereinander und damit unsere
eigene interne Vernetzung als DNWE insgesamt.
Bitte helfen Sie als Mitglieder bei dieser Strukturverbesserung mit, wenn wir
in nächster Zeit in geeigneter Form im Hinblick auf die Erarbeitung einer
Referentenliste an Sie herantreten.
Karl-Hermann Blickle |