|
| Forum Wirtschaftsethik |
| Die
Geschäftsstelle des Netzwerks ist jüngst von Konstanz nach Zittau
umgezogen. Die nüchteren Fakten der neuen Adresse konnten Sie schon einem
Flugblatt entnehmen, seit heute auch dem Impressum dieser Zeitschrift. Notieren
Sie bitte sorgfältig Zittau - nicht: Zwickau! - und schauen Sie ruhig auf
einer Landkarte nach, wo dieses Herz der Oberlausitz schlägt. Und falls
Sie einmal in unsere reizvolle Gegend kommen, schauen Sie doch einmal auf eine
Tasse Kaffee vorbei, um zu sehen, wo und was sie konkret ist, diese
Geschäftsstelle. Warum dieser Wechsel? Es ist ziemlich einfach und war schnell entschieden: Für die Konstanzer kam die Zeit, ein wenig Last von den Schulten zu nehmen, die vielfältig am DNWE zu tragen hatten. Für uns in Zittau ist es eine vornehme Aufgabe und echte Herausforderung, aus der kleinsten Universität in Sachsen heraus ein internationales Zentrum für Wirtschaftsethik zu entwickeln. Alle hier sind von der Idee begeistert und mit der Geschäftsstelle bringen wir eine weitere Triebfeder für die Entwicklung hierher. Das hat auch Symbolcharakter moralischer Art: Vieles, zu vieles leider, geht von hier weg, aber das DNWE kommt. Freilich: nachdem alle Kisten ausgepackt waren, haben wir erst einmal richtig Respekt davor bekommen, was in den vergangenen fünf Jahren in Konstanz abgewickelt wurde. Herzlichen Dank und ein großes Kompliment hierfür! Doch zur Besinnlichkeit bleibt wenig Zeit. Schon nach wenigen Tagen liegt da eine Flut von Emails, Briefen, Vorgängen und Dokumenten, die bearbeitet werden wollen. Meistens spätabends, nachts - eben: so nebenbei (Verstehen Sie dieses Wortspiel? Dann sind sie Premier-Member!) Anfragen über Anfragen, Berge von Informationssendungen, und dann auch das noch: Rechnungen! Echtes Geld will man von uns, und zwar sofort! Eine Überweisung! War also doch richtig, meine theoretische Vermutung, daß Ethik Geld kostet .... Überhaupt: Wir müssen zur Kenntnis nehmen, daß die Aufgaben der Geschäftsstelle mittlerweile auf ein Maß angewachsen sind, das man ehrenamtlich kaum noch bewältigen kann. Es ist nicht mehr nur "ein bißchen Adressverwaltung und Informationsverschickung", sondern wegen der vielen nationalen und internationalen Anfragen und Verpflichtungen zumindest schon ein Halbtagsjob, der bislang auf mehrere Schultern verteilt bewältigt werden mußte. Selbstverständlich freut jeden von uns dieses anhaltende Wachstum und Interesse. Das war ja das Ziel, besser gesagt: der Traum, als vor fast zehn Jahren drei Herren im altbackenen Café Mengin in Erlangen darüber nachdachten und fabulierten, wie man denn ein deutsches Netzwerk für die Wirtschaftsethik gründen könnte. Aber nun wir befinden uns an einer kritischen Schwelle der Professionalisierung, Konsolidierung und Finanzierung. Man erwartet von der Geschäftsstelle zurecht vielerlei Leistungen auf einem bestimmten Niveau. Bisher wurden diese von allen Beteiligten weitestgehend nach dem Prinzip der Selbstausbeutung erbracht, als private "Investition in die Netzwerk-Entwicklung". Dies hehre Ethos stößt nun allerdings an spürbare Grenzen. Vorstand, ZfW, Geschäftsstelle, wir tun alle gerne mehr als unser Möglichstes, aber gerade die Geschäftsstelle kann die in sie gesetzten Erwartungen auf Dauer nur erfüllen, wenn die Ressourcenlage verbessert wird. Streng genommen bräuchten wir eine professionelle Halbtagskraft. Klingt doch sehr einfach, oder? Wenn es die beschränkten Mittel des DWNE nur hergeben würden! Fällt Ihnen vielleicht etwas dazu ein, was weiterhelfen könnte??? Empfinden Sie es am Ende gar als eine ... ethische Herausforderung? Wären Sie vielleicht bereit, ...??? Mit offenen Ohren und Konten grüßt Sie Ihre Geschäftsstelle |
© Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Impressum