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Stuttgart-Hohenheim,
19.-21. März 2007
gefördert durch die
Robert Bosch Stiftung

Zum fachlichen Profil muslimischer Religionslehrerinnen und -lehrer
Islamische Religionslehre wird in einigen Bundesländern als Unterrichtsfach an öffentlichen Schulen angeboten. Für diese Angebote stehen Modelle und Schulversuche Pate, die sich in ihren rechtlichen und fachlichen Grundstrukturen noch erheblich voneinander unterscheiden. Die Erfahrungen mit diesem Unterricht deuten aber inzwischen darauf hin, dass den möglichen Divergenzen im Modell grundlegende Konvergenzen im Klassenzimmer gegenüberstehen: Die Schülerinnen und Schüler im religionskundlichen wie im bekenntnisorientierten Islamunterricht sind auf der Suche nach authentischer theologischer Information über den Islam, die es ihnen erleichtert, sich selbst zum Islam zu positionieren. Sie erwarten deshalb von ihren muslimischen Religionslehrerinnen und -lehrern eine klar erkennbare, persönliche Selbstverantwortung im Islam. Viele der Schülerfragen im Islamunterricht vor allem auch der höheren Schulstufen lassen sich in die Kategorien "Wie ist das eigentlich im Islam?" und "Wie sehen Sie das?" unterteilen. Dies stellt nicht nur die universitäre Ausbildung muslimischer Religionslehrkräfte ganz allgemein vor Herausforderungen, sondern ein islamisches Unterrichtsangebot wirkt sich lokal auf die Arbeit in den unterschiedlichsten Bereichen aus: von den Kommissionen für Islamlehrpläne über die Schulbehörden, muslimische wie nicht-muslimische Eltern, die Moscheevereine, die Kollegien an den Schulen und die Schülerschaft selbst bis hin zur Frage nach der "richtigen" Fachdidaktik und nach geeigneten Unterrichtsmaterialien.
Die zweite bundesländerübergreifende Fachtagung "Auf dem Weg zum Islamischen Religionsunterricht in Deutschland" ist wiederum als Forum für den Erfahrungsaustausch unter denjenigen Akteuren gedacht, die mitten in der praktischen Arbeit des Islamunterrichts und seiner Peripherie stehen oder von ihr betroffen sind. Nach Absprache mit den zuständigen Lehrstühlen wird die Tagung Studierenden des Islamischen Religionslehre als Lehrveranstaltung angerechnet. Lehrerinnen und Lehrern kann ggf. ein Fortbildungszertifikat ausgestellt werden.
12.30 Uhr
Mittagessen
14.00 Uhr
Begrüßung
14.15 Uhr
Einführende Impulsreferate
1. Zum aktuellen Stand der verschiedenen Schulversuche und Studienmodelle in Deutschland
Dr. Myrian Dietrich, Juristin, Bonn
2. Beziehungsfelder islamischer ReligionslehrerInnen
Prof. Dr. Harry Harun Behr
14.45 Uhr
Erfahrungsberichte I: Schulpraxis und Unterricht
aus Sicht einer Lehrkaft: Jörg Imran Schröter M.A., Freiburg, Lehrer im Schulversuch Islamischer Religionsunterricht
aus Sicht von Schülern: Derya Uzun und Funda Isik, Hauptschule Glückauf, Dinslaken
aus Sicht von Eltern: Turhan Demirhan, Erlangen
aus Sicht einer Schulleitung: Rektor Günter Fraatz, Grundschule am Wall, Hannoversch-Münden
16.15 Uhr
Kaffeepause
17.00 Uhr
Erfahrungsbericht II: Lehrerbildung, Inhalte und Materialien
aus Sicht einer Lehrkraft: Dr. Ahmet Arslan, Meschede, Lehrer im Schulversuch Islamkunde in Nordrhein-Westfalen
aus der Sicht einer Studierenden: Emel Rochdi, Studentin an der Universität Erlangen-Nürnberg
aus der Sicht eines Hochschullehrers: Prof. Dr. Ednan Aslan, Islamische Religionspädagogik, Universität Wien
aus der Sicht der Mitherausgeberin eines Schulbuchs: Rabeya Müller, Institut für Interreligiöse Pädagogik und Didaktik, Köln
19.15
Abendessen (Büffet)
7.45 Uhr
Morgenmeditation
8.00 Uhr
Frühstück
9.00 Uhr
Arbeitsgruppen/Foren
1. Lehrerbildung: Zwischen theologischem Profil und interdisziplinärem Anspruch
Leitung/Moderation: Prof. Dr. Harry Harun Behr
Impulsgeber:
Prof. Dr. Peter Müller, Evangelische Theologie und Religionspädagogik, Universität Karlsruhe
Dr. Mizrap Polat, Universität Osnabrück
Beobachter: Tilman Schaible, Landesschulinspektor, Salzburg
2. Unterricht: Inhalte, Methodik, Didaktik
Leitung/Moderation: Lamya Kaddor M.A., Centrum für Religiöse Studien, Universität Münster
Impulsgeber:
Dr. Bület Ucar, Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Markus Gerhold, Lehrer für Islamkunde, Düsseldorf
Beobachter: Mehmet Soyhun M.A., Universität Frankfurt
3. Lehrkräfte zwischen Selbstverständnis und Rollenerwartung
Leitung/Moderation: Dr. Mark Chalil Bodenstein, Islamwissenschaft, Universität Erfurt
Impulsgeber:
Prof. Dr. Cemal Tosun, Universität Ankara
Canan Kalac, Hannoversch Münden, Lehrerin im Schulversuch "Islamischer Religionsunterricht" in Niedersachsen
Beobachter: Prof. Dr. Johannes Lähnemann, Universität Erlangen-Nürnberg
4. Ijaza: Die Frage der Legitimation der Lehrer
Leitung: Prof. Dr. Mathias Rohe
Impulsgeber:
Prof. Dr. Tahsin Görgün, Universität Frankfurt
Dr. Djavad Mohagheghi, Hannover, Mitglied im Beirat des Centrums für Religiöse Studien
Beobachter: Dr. Myrian Dietrich, Juristin, Bonn
12.30 Uhr
Mittagessen
14.30 Uhr
Vorstellung der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen und Abschlussdiskussion
mit den Leitern und Referenten der Arbeitsgruppen/Foren
Beobachter: Prof. Dr. Christoph Bochinger (Universität Bayreuth)
16.30 Uhr
Schlussrunde
Evaluation, Rückblick und Ausblick
16.45 Uhr
Pause (parallel Pressebriefing)
17.30 Uhr
Schritte zur Integration - Perspektiven der Bundesländer für die Einführung von Islamischem Religionsunterricht
("Ministerrunde")
Helmut Rau MdL, Minister für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg
Siegfried Schneider MdL, Kultusminister des Freistaats Bayern
Bernd Busemann MdL, Kultusminister des Landes Niedersachsen
Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter des Landes Nordrhein-Westfalen
Prof. Dr. Harry Harun Behr
Moderation: Dr. Hansjörg Schmid
19.30 Uhr
Empfang
ab 7.00 Uhr
Frühstück und Abreise
Prof. Dr. Harry Harun Behr, Interdisziplinäres Zentrum für Islamische Religionslehre der Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Mathias Rohe M.A., Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung der Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Hansjörg Schmid, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Arbeitsschwerpunkt christlich-islamischer Dialog
Büchertisch/Stellwände:
Während der Tagung gibt es einen offenen Büchertisch. TeilnehmerInnen sind eingeladen, dort auf eigene Verantwortung ihre Bücher, Lehrmaterialien, Sonderdrucke etc. auszulegen. Für Poster mit Projektpräsentationen o.ä. stehen darüber hinaus Stellwände bereit.
Kosten
Tagungspauschale (incl. Übernachtung und Verpflegung)
vom 19.-20.3.: 50 EUR, ermäßigt für Studierende im DZ: 20 EUR,
vom 19.-21.3.: 70 EUR, ermäßigt für Studierende im DZ: 30 EUR.
Bitte vermerken Sie auf der Anmeldekarte, wenn Sie erst am 21.3. abreisen.
Die Tagung wird von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.
Bei Rücktritt nach dem 1.3.07 müssen wir Ihnen 20 EUR in Rechnung stellen, ab dem 18.3.07 oder bei Nichtteilnahme den Gesamtbetrag. Ein/e Ersatzteilnehmer/in befreit von den Stornogebühren.
Anmeldung und Rückfragen
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Geschäftsstelle -
Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart
Referatsassistenz: Anna Fröhlich-Hof M.A.,
Telefon 0711 1640-722, Fax -822, E-Mail: froehlich-hof@akademie-rs.de
Anmeldung bis spätestens 1.3.2007 mit beiliegender Anmeldekarte (auch Fax, E-Mail).
Tagungsort und Anreise
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart - Tagungs-zentrum Hohenheim -
Paracelsusstr. 91
70599 Stuttgart
Tel. 0711/451034-600, Fax 0711/451034-898
Von Stuttgart Hbf aus erreichbar mit der Stadtbahn (U 5, U 6) bis Möhringen, von dort Stadtbahn (U 3) bis Plieningen (Endstation). Von der Stadtbahn-Endstation sind es noch etwa 300 Meter zu Fuß - zunächst weiter in Fahrtrichtung, im Kreuzungsbereich die Hauptstraße überqueren, dann nach wenigen Metern rechts ab in die Paracelsusstraße.
Autofahrer, die über die Autobahn aus Richtung Ulm oder Karlsruhe anreisen, verlassen die Autobahn bei der Aus-fahrt "Flughafen" in Richtung Plieningen. Sie bleiben auf der Hauptstraße durch Plieningen bis zum Kreisverkehr. Dort scharf rechts in die Paracelsusstraße abbiegen.
Der Name von Kloster und Stadt inspirierte dazu, Künstlergärten in Weingarten entstehen zu lassen. Zeitgenössische Künstler gestalteten Gärten – recht artifiziell und organisch. Präsentiert werden diese in einem Parcours vom Martinsberg bis in die Stadt.
Vernissage
13. Juni 2010 um 11 Uhr
Ausstellungsdauer
13. Juni bis 19. September 2010
KUNST-RAUM-AKADEMIE
Tagungshaus Weingarten
Kirchplatz 7
88250 Weingarten
Telefon: 0751 5686-0
E-Mail: weingarten@akademie-rs.de
Öffnungszeiten
werktags von 9-18 Uhr; samstags und sonntags auf Anfrage
Öffentliche Führungen
7. August, 14.00 Uhr
11. September, 14.00 Uhr