Der Leitgedanke "Vom Nebeneinander zur Begegnung" wirkt sich in unterschiedlichen Schwerpunktbildungen aus: Die Wissenschaftstheorie bildet die Grundlage für einen seriösen Dialog, in dem Fragen der Naturphilosphie genau so diskutiert werden, wie die gesellschaftlichen Konsequenzen moderner Technik (Technikfolgenabschätzung).
"Was ist Wahrheit?" Eine klassische Frage wird immer wieder neu gestellt, so auch im (Streit-) Gespräch der Wissenschaften. Nicht nur die Konfliktgeschichte von Galilei über Darwin bis Tipler, auch das unbefriedigende beziehungslose Nebeneinander fordert dazu heraus, nach einer gemeinsamen Gesprächsbasis zu suchen. Sind die Erkenntnisbemühungen der einzelnen Disziplinen letztlich verbunden durch die Suche nach der einen Wahrheit, oder hat der Pluralismus hochspezialisierter Teilwahrheiten das letzte Wort? Ist die eine Wahrheit erreichbar, ein unerreichbarer Grenzbegriff oder gar eine Illusion – ja, ist die Suche nach ihr überhaupt sinnvoll?
Je besser wissenschaftstheoretische Grundsatzfragen geklärt sind, desto sauberer lässt sich die Frage angehen: Was hat das christliche Welt- und Menschenbild mit dem Welt- und Menschenbild von Naturwissenschaft und Technik zu tun? Eine Auswahl aus den zahlreichen Facetten dieser umfassenden Frage:
Am offentlichtlichsten treten faktische und mögliche Berührungspunkte zwischen Naturwissenschaft und Theologie dort zutage, wo Wissenschaft zur Technik wird, die den Lebensalltag der Menschen prägt.
Die Tagungsarbeit der Vergangenheit hat gezeigt (siehe die exemplarischen Veranstaltungen zu den Themenfeldern), dass das mit der Technikfolgenabschätzung eröffnete Feld derart vielseitig ist, dass eine inhaltliche Konzentration einer qualifizierten Auseinandersetzung gut tut. Die Aktualität und Dringlichkeit der Bioethik-Debatte hat uns dazu bewogen, künftig die Technikfolgenabschätzung methodisch auf diesen Punkt zu fokussieren, wobei methodische Ausgrenzung nichts mit abgestufter Wichtigkeit zu tun hat.
Zusammen gefasst ergeben sich in der jetzigen Arbeit drei thematische Konzentrationen:
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