RAVENSBURG/WEINGARTEN – Ein Stipendium für Nachwuchsjournalisten hat erstmals das Munzinger-Archiv ausgeschrieben. Mit dem Stipendium will der Verlag mit Sitz im oberschwäbischen Ravensburg junge Medienschaffende für hochwertigen Journalismus und die Auslandsberichterstattung qualifizieren. Der Stipendiat/ die Stipendiatin erhält eine kostenfreie journalistische Ausbildung im Seminarprogramm Journalismus der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Zusätzlich kann er bzw. sie alle Angebote des Munzinger-Archivs nutzen und vor Ort hinter die Kulissen der Redaktion schauen. Munzinger beliefert seit fast 100 Jahren Medien und öffentliche Einrichtungen im In- und Ausland unter anderem mit Biografien und Länderberichten. „Angesichts der Informationsflut im Internet ist hochwertiger Journalismus wichtiger denn je und braucht mehr Unterstützung“, erklärt Ernst Munzinger, der das traditionsreiche Unternehmen in dritter Generation führt. Für das Stipendium können sich Personen bis zum Höchstalter von 30 Jahren bewerben. Der Bewerbungsschluss ist am 31.01.2010. Weitere Informationen: www.munzinger.de; www.seminarprogramm.info


15 Studentinnen und Studenten der PH Weingarten gestalten im August eine Woche lang das deutschsprachige Jugendprogramm von Radio Vatikan in Rom. Auf dem Programm stehen Sendungen zu den Themen "Jugendliche in der Multioptionsgesellschaft", "Weltbilder Jugendlicher heute", "Christlich-islamischer Dialog", "Ist Homosexualität heilbar?", aber auch ein Feature über die berühmte Gabler-Orgel in Weingarten. Auch der SWR plant eine Sondersendung aus den Studios in Vatikanstadt. Am Samstag, 8. August, sendet SWR 4 Bodenseeradio von 17 bis 18 Uhr Ausschnitte aus den Produktionen der Studenten.
Mit neuen digitalen Aufnahmegeräten ausgestattet wurde der Kurs Hörfunkjournalismus. Die Rekorder der Marke Edirol sind so groß wie ein elektrischer Rasierapparat und mit einem großen Speicherchip ausgestattet. Die Weiterverarbeitung der Otöne erfolgt wie bisher mit digitaler Schnitt-Software auf Laptops.
Vom 14.9.2009 bis 18.9.2009 findet erstmals der Kurs "Crossmedialer Journalismus" mit Claudia Blum statt. Die Diplom-Journalistin erklärt Im Interview, was crossmedialer Journalismus ist und warum er zukünftig immer wichtiger werden wird.
Claudia Blum: Ganz allgemein bedeutet crossmediales Arbeiten medienübergreifendes Arbeiten. Bezogen auf den traditionellen Tageszeitungsverlag bedeutet es konkret, dass eine gemeinsame Redaktion gleichzeitig die Zeitung von morgen, das rund um die Uhr aktualisierbare Onlineangebot und Inhalte für mobile Medien produziert. Aber erst durch ein integriertes Nachrichtenmanagement wird aus den Print- und Onlineausgaben ein sinnvoll abgestimmtes crossmediales Angebot. Arbeitsorganisatorisch setzen sich dafür Großraumbüros durch, in denen sämtliche Abläufe von einem zentralen Newsdesk aus gesteuert werden.
Ist es zutreffend, dass vom Journalisten der Zukunft ganz andere Kompetenzen erwartet werden als heute und crossmediales Produzieren an der Tagesordnung sein wird?
Claudia Blum: Die crossmediale Zukunft hat bereits begonnen, sie liegt nicht in weiter Ferne. Und medienübergreifend arbeitende Journalisten benötigen nicht ganz andere, sondern lediglich zusätzliche Kompetenzen. Dabei werden professionelle Kenntnisse wie Recherche oder das Repertoire der journalistischen Darstellungsformen nicht obsolet. Vielmehr müssen Journalisten neben dem Bericht für die Tageszeitung einen Teaser für die Onlineausgabe schreiben, oder beispielsweise einen Podcast formulieren und sprechen wie auch eine Bildsequenz herstellen und betexten können. Junge Journalisten halten das übrigens nicht für eine Zumutung, sie sind eher begeistert über die neue Vielfalt an Möglichkeiten, sich journalistisch auszudrücken.
Noch spricht man vom crossmedialen Produzieren für verschiedene Medientypen. Erwarten Sie, dass diese alle auf einer neuen digitalen Plattform verschmelzen werden, traditionelle Medien also verschwinden werden?
Claudia Blum: Das ist im wahrsten Sinne Science Fiction. Zunächst haben sich neben den traditionellen Medien Zeitung, Radio und Fernsehen die multifunktionalen Technologien Internet und Handy als Ausgabemedien etabliert. Demnächst wird das E-Book auch für journalistische Inhalte hinzukommen. All das wird momentan immer kleiner, leichter, schneller, besser. Doch es liegt im Wesen des Menschen, die Werkzeuge weiter zu entwickeln. Das World Wide Web ist gerade mal 15 Jahre alt, das ist nichts im Vergleich zur Gutenberg-Ära. Eine alles verschmelzende digitale Plattform ist somit denkbar, absehbar ist sie noch nicht. Print und Digital werden mittelfristig parallel existieren, doch der Trend der Transformation von Print zu Digital hat längst eingesetzt.
Als ein Motiv für crossmediales Arbeiten wird auch das damit verbundene Einsparpotenzial genannt. Können Medienunternehmen mit crossmedial arbeitenden Journalisten Geld sparen?
Claudia Blum: Unternehmen wollen immer sparen – aber crossmediales Produzieren ist kein Kostensenkungsprogramm. Das Mediennutzungsverhalten des Publikums zwingt die Verlage zu neuen Strategien mit erweiterten publizistischen Angeboten. Zeitungsverlage befinden sich zurzeit in einer ernsten Strukturkrise, die sich nicht schlicht durch Einsparung meistern lässt, sondern eigentlich nur noch, indem neue Erlösquellen erschlossen werden. Dafür muss auch in Teilen investiert werden.
Erwarten Sie durch diese Entwicklungen einen Qualitätsverlust?
Claudia Blum: Nein. Warum sollte die veränderte Organisation und Arbeitsweise zu einem Qualitätsverlust bei Spiegel, Zeit oder Süddeutscher Zeitung führen? Im Gegenteil kann sie überregionalen und regionalen Medien durch verbesserte Steuerung und ambitioniertere Mitarbeiter zu mehr Qualität verhelfen – das belegen Beispiele in England. Grundsätzlich hängt Qualität ja nicht vom Medium ab, sondern vom Programm und vom Niveau der Medienbeschäftigten.
Seminarprogramm-Dozent Armin Zimny ist jetzt stellvertretender Leiter der Wirtschaftsredaktion der Stuttgarter Nachrichten. Der Diplom-Ökonom war nach seinem Studium an der Universität Hohenheim unter anderem als Redakteur beim Südkurier, als Pressesprecher der IHK München, als Leiter der Unternehmenskommunikation von Thiel Logistik sowie als Korrespondent des Börsen-Zeitung tätig.
Sendung von Michael Hermann auf Radio Vatikan
Seine eigenen Erfahrungen als pflegender Angehöriger einer Wachkoma-Patientin sind Inhalt einer Sendung von Seminarprogramm-Dozent Michael Hermann, die Radio Vatikan ausstrahlte. Die Sendung ist während einer Urlaubsvertretung entstanden, die Hermann bei der „Stimme des Papstes“ in Rom gemacht hatte. Sie kann als Podcast abgerufen werden unter http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=224184
Giuseppe Verdis monumentale Oper Aida folgt in den Sommern 2009 und 2010 auf Puccinis Tosca als Spiel auf dem See. Die unglückliche Liebesgeschichte zwischen der äthiopischen Prinzessin Aida – einst als Sklavin an den Nil verschleppt – und dem ägyptischen Feldherr Radames begeisterte schon bei der Premiere 1871 in Kairo das Publikum und ist seitdem zu einem der beliebtesten und meistgespielten Werke der Opernliteratur avanciert. Die musikalische Leitung von Aida liegt beim Italiener Carlo Rizzi, es inszeniert der britische Regisseur Graham Vick, das Bühnenbild stammt von seinem Landsmann Paul Brown. Die diesjährige Produktion „Tosca“ wurde mit 140128 Besuchern zum Kassenschlager. Viel Aufmerksamkeit zogen auch das EM-Studio des ZDF und die Dreharbeiten von James Bonds „A Quantum of Solace“ auf der weltgrößten Seebühne auf sich. Der Kurs „Kulturjournalismus“ mit Jürgen Kanold wird auch im Juli 2009 wieder bei Festspiel-Pressesprecher und Seminarprogramm-Dozent Axel Renner zu Gast sein.
WEINGARTEN/BREGENZ - Die Bregenzer Festspiele und die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart verstärken ihre Zusammenarbeit in der Aus- und Weiterbildung von Journalisten. Erstmals wurde im Sommer 2007 der einwöchige Intensivkurs >>Elektronische Medien<< in Kooperation mit den Festspielen angeboten. Nachwuchsjournalisten erhielten die Möglichkeit, die Hörfunk- und Fernsehberichterstattung am Beispiel der Oper auf dem See kennen zu lernen und selbst auszuprobieren. Dozenten des Seminars waren Dr. Markus Barnay vom ORF in Dornbirn und Thomas Hagenauer vom Südwestrundfunk in Tübingen. Die Bregenzer Festspiele arbeiten schon bislang mit dem Seminarprogramm Journalismus zusammen. Seit Jahren haben Kursteilnehmer im Rahmen des Kurses >>Kulturjournalismus<< die Gelegenheit, hinter die Kulissen der Opernproduktion zu schauen. Der Kurs wird betreut vom Ulmer Opernkritiker Jürgen Kanold, der für die Südwest Presse arbeitet.
WEINGARTEN/KÖLN/FRANKFURT a.M. - Ursula Ott, Dozentin im Seminarprogramm Journalismus, hat die Aufgabe der stellvertretenden Chefredakteurin des Magazins Chrismon übernommen. Ott begann ihre berufliche Laufbahn als Gerichtsreporterin der Frankfurter Rundschau. Weitere Stationen waren die Redaktionen von Emma sowie der Wochenzeitung Die Woche. Seit 2003 arbeitete sie als feste Autorin und Kolumnistin unter anderem bei Brigitte und Sonntag Aktuell, schrieb gelegentlich für Geo, Focus Schule, Vogue und Chrismon, vorzugsweise zu Themen aus den Bereichen Familie, Gesellschaft und Religion. Im Seminarprogramm Journalismus leitet sie gemeinsam mit Andreas Hacker die Seminare Schreibpraxis II und Schreibpraxis III.