Stuttgart

Die Digitalisierung betrifft uns alle

In rasantem Tempo verändert sich unsere Berufswelt. Diesem weltweiten Umbruch kann sich keiner entziehen. Entscheidend ist, ob und wie wir den Wandel gestalten.

Die Dieselautos werden verschwinden, die Elektromobilität wird kommen. Die Frage ist nur, wie schnell sich der Wandel vollzieht und wie stark er die Autoregion Stuttgart durchrüttelt. Sind wir darauf vorbereitet oder stolpern wir ohne Konzept in die digitale Revolution? 

Dabei ist das Auto nur einer von vielen Branchen, in dem bisherige Gewissheiten nicht mehr gelten. Der Chef der Deutschen Bank etwa hält die Hälfte seiner Mitarbeiter für ersetzbar durch Roboter. In anderen Wirtschaftsbereichen drohen ähnlich grundlegende veränderungen. Das schafft Verunsicherung, Ängste, Abwehrreflexe. Zu Recht? Oder ist es nicht vielmnehr so, dass wir eben ganz neue berufliche Aufgaben finden werden – neue Arbeitsfelder,  neue Techniken, neue Herausforderungen, die gemeistert werden können und die Welt zusammenwachsen lassen?

Die Akademie stellt sich der digitalen Herausforderung für unsere Gesellschaft.  „Arbeit 4.0 – Wie werden wir künftig leben?“ fragen wir bei einer Podiumsdiskussionam Mittwoch, 17. Januar 2018 um 19 Uhr im Tagungszentrum Stuttgart-Hohenheim. Bischof Dr. Gebhard Fürst wird dabei erstmals die Position des Bistums Rottenburg-Stuttgart zu diesem Thema darlegen. Gemeinsam mit Professor Thomas Bauernhansl, dem  Leiter des Instituts für industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb  der Universität Stuttgart, Johannes Schmalzl, dem Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer der Region Stuttgart,  und der stellvertretenden DGB-Landesvorsitzenden Gabriele  Frenzer-Wolf diskutiert er über Chancen und Gefahren der Digitalisierung. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Der Abend in Hohenheim ist der Auftakt zu mehreren Veranstaltungen der Akademie zu diesem Thema. Eine Tagung beschäftigt sich mit dem Thema, ob es bei der wirtschaftlichen Transformation nur um mehr Effizienz gehen kann oder nicht verstärkt die Möglichkeiten des Teilens von Gütern in den Blick genommen werden sollte (22./23. Februar in Stuttgart-Hohenheim). Wir fragen den Vorsitzenden des Deutschen Ethikrats, Professor Peter Dabrock: „Wer trägt die Verantwortung für die Handlungen autonomer Systeme?“ (13. Juni im Tagungshaus im ehemaligen Kloster in Weingarten, Kreis Ravensburg) und sprechen über den Preis von „KI“, der Künstlichen Intelligenz, wenn unvorstellbare Datenmengen immer stärker unsere Gesellschaft beeinflussen (15. Juni in Stuttgart-Hohenheim).Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auf dieser Reise in unsere Zukunft begleiten würden. (Barbara Thurner-Fromm)

Idealerweise ergänzt der Roboter den Menschen. Doch viele Menschen haben Angst, dass er sie ersetzt.