15.09.2017, 08:00 Uhr - 18:00 Uhr, Weingarten
Offene Veranstaltung

Salafismus in Deutschland

Chancen der Prävention: Muslime in der Präventions- und Dialogarbeit

Die salafistische Szene ist in den letzten Jahren rasant angestiegen und beunruhigt breite Bevölkerungskreise. Was ist die Anziehungskraft des Salafismus, den vorwiegend junge Muslime reizvoll finden und der ihnen zu einer neuen "Identität" verhilft? Wie verlaufen Radikalisierungsprozesse? Wie können De-Radikalisierung und Prävention gelingen? Und wie engagieren sich junge Muslime im Dialog?
In Zusammenarbeit mit dem Demokratiezentrum Baden-Württemberg, Inside Out und dem LKA Baden-Württemberg


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Die jüngsten Anschläge in Paris, Berlin oder Manchester das Erstarken des sogenannten „Islamischen Staates“ , vereitelte Anschlagspläne in Deutschland – all diese Szenarien haben in den letzten Monaten den gesellschaftlichen und medialen Diskurs geprägt. Mit jedem neuen vermeintlich „islamisch“ begründeten terroristischen Akt rücken auch deutsche Musliminnen und Muslime in den Fokus des Diskurses – es herrscht ein Rechtfertigungsklima: Während Menschen, auf Distanzierungsbekundungen pochen, fühlen sich Musliminnen und Muslime dazu genötigt, Stellung zu beziehen und empfinden dadurch ein Klima des Misstrauens. Dabei rückt der eigentlich wichtige Aspekt in den Hintergrund: Was kann die Gesellschaft gemeinsam tun, damit sich Jugendliche nicht von einer Ideologie angezogen fühlen, die auf Hass, Abwertung und Ungleichheit gründet?

In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von Initiativen ins Leben gerufen, die den Anspruch erheben, Präventionsarbeit zu leisten. Nur ein Bruchteil davon versucht jedoch, die theologischen und pädagogischen Kompetenzen der Moscheegemeinden in eine Präventionsstrategie miteinzubeziehen. Mit der deutschen Islamkonferenz wurde auf Bundesebene ein Anfang gemacht. Die Erfahrungen zeigen jedoch, dass selbst wenn mit Muslimen gesprochen wird, doch oft wieder nur über sie gesprochen wird.

Der Fachtag soll ein Forum bieten für einen Dialog auf Augenhöhe: wie kann auf Kooperation basierende Präventionsarbeit aussehen? Was verstehen wir überhaupt unter Prävention und welche Initiativen gibt es bereits in Baden-Württemberg?

Auf Grundlage eines Fachvortrages am Vormittag möchten wir mit Ihnen in Workshops verschiedene Handlungsansätze diskutieren. Die Komplexität der aktuellen Herausforderung verlangt neben Kenntnis der Situation und der Motive, die zu einer Radikalisierung führen, vor allem eine Bündelung von Ressourcen und die Entwicklung von handlungsleitenden Perspektiven und Netzwerken. Dazu laden wir Sie herzlich ein!

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Kontakt

Dr. Heike Wagner

Akademievertretung Weingarten

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Fax.:+49 751 5686 528
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