Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
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Montag, 6. März 2006

Theologisches Forum Christentum – Islam

Konzentration auf die zentralen Differenzen

Zur Rolle der wechselseitigen Abgrenzungen zwischen den Religionen

Theologisches Forum Christentum – IslamStuttgart (ars). Christen wie Muslime müssen sich von einem statischen Identitätsverständnis verabschieden und ein positives Verhältnis zu konstruktiv formulierten Abgrenzungen gewin-nen. So lautete das Fazit einer internationalen Fachtagung in der Akademie der Diözese Rot-tenburg-Stuttgart in Hohenheim am 3. bis 5. März mit 90 Teilnehmern aus zehn Ländern.

Bei der Tagung unter dem Titel „Identität durch Differenz? Zur Rolle der wechselseitigen Abgrenzungen in Christentum und Islam“ wurde besonders auf den historischen Kontext verwiesen, von dem her die Abgrenzungen zwischen den beiden Religionen zu verstehen seien. Der orthodoxe Theologe Assaad Kattan von der Universität Münster sagte, es gehe nicht darum, Unterschiede zwischen den Religionen zu verwischen. Vielmehr müsse man sich auf die zentralen Differenzen konzentrieren, die im Laufe der Geschichte durch eine Reihe unangemessener Polarisierungen in den Hintergrund gerieten. Muhammad Kalisch, erster Lehrstuhlinhaber für islamische Theologie in Deutschland (Münster, betonte, Muslime sollten die jüdische und die christliche Religion nicht nur durch die Brille des Korans, sondern primär in ihrer Eigenständigkeit studieren.

Nach Auffassung des niederländischen Religionswissenschaftlers Jacques Waardenburg (Lausanne)brauchen Muslime wie Christen eine neue Sicht auf Andere, was auch ein neues Selbstverständnis voraussetzt. Olaf Schumann von der Universität Hamburg, einer der Pioniere der Verständigung mit Muslimen auf christlicher Seite, forderte daher eine stärkere Übersetzung theologischer Begriffe in den gegenwärtigen Kontext, damit diese überhaupt verstanden werden können.


Multireligiöses Zusammenleben setzt theologische Verständigung voraus

Bei der gemeinsam von einer Gruppe christlicher und muslimischer Theologen vorbereiteten Tagung handelt es sich um das einzige wissenschaftlich-theologische Forum zu christlich-islamischen Fragen im deutschsprachigen Raum. Erstmals gibt es eine größere Zahl muslimischer Wissenschaftler in Deutschland, die als Gegenüber für Gespräche auf Augenhöhe zur Verfügung stehen. Um den Verständigungsprozess zwischen Christen und Muslimen weiter voranzubringen, seien Lehrstühle für islamische Theologie an deutschen Hochschulen ebenso auszubauen wie die kirchlichen Fachstellen für den interreligiösen Dialog zu erhalten, hieß es. Die Aufarbeitung der theologischen Probleme und Kontroversen zwischen Christentum und Islam leiste einen zentralen Beitrag für das Zusammenleben in den multireligiösen Gesellschaften Westeuropas. Das Theologische Forum Christentum–Islam wird seine Arbeit mit Fachtagungen und Publikationen fortsetzen und in den kommenden Jahren intensivieren. (ars/kwh)




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Der Name von Kloster und Stadt inspirierte dazu, Künstlergärten in Weingarten entstehen zu lassen. Zeitgenössische Künstler gestalteten Gärten – recht artifiziell und organisch. Präsentiert werden diese in einem Parcours vom Martinsberg bis in die Stadt.

Vernissage
13. Juni 2010 um 11 Uhr

Ausstellungsdauer
13. Juni bis 19. September 2010

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