Stuttgart (ars). Die Einsichten der frühen Wüsten- und Mönchsväter in die Struktur der menschlichen Seele finden heute neues Interesse bei der Diagnostik und Therapie seelischer Störungen und Krankheiten bei Ärzten und Psychologen, in der Seelsorge und in der Suchtkrankenhilfe. Damit beschäftigt sich die Tagung „Heilung durch Reinigung der Seele“ vom 23. bis 24. Januar im Tagungszentrum der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Hohenheim.
Benediktinerabt Nikolaus Egender OSB (Chevetogne/ Belgien) referiert bei der Tagung über die Sanftmut bei den Mönchen als höchste Tugend. Einen Vortrag über die Lebensform der ägyptischen Wüstenväter hält Professor Georges Descoeudres (Zürich). „Jesus, der verwundete Heiler“ ist Thema des Franziskaners Guido Kreppold OFM (Augsburg). Und über den Weg der Befreiung von Süchten und Abhängigkeiten spricht der Psychiater und Psychotherapeut Bernhard Mäulen (Villingen). Mit vorbereitet hat die Tagung Br. Jakobus Kaffanke OSB von der Benediktiner Erzabtei Beuron, der seit Jahren die schriftlichen Zeugnisse der Wüstenväter neu herausgibt und für unsere Zeit fruchtbar zu machen sucht; sein Thema: „Selbstverliebtheit – die Lehre von den acht Lastern“.
Im Einladungsflyer heißt es, die Mönche hätten sich auf ihrem experimentellen Glaubensweg mit den verschiedenen Strebungen im eigenen Herzen auseinandergesetzt und sie neu auf die Gegenwart Gottes ausgerichtet. Zitiert wird Hildegard von Bingen: „Nur wenn die Seele heil wird, kann der Körper ihr folgen.“ Wenn im Lukas-Evangelium von Jesus gesagt werde, dass von ihm eine Kraft ausging, „die alle heilte“, so sei damit der Geist Gottes gemeint.
Dieser Geist wird symbolisiert in elementaren Bildern der Reinigung und Erneuerung (wie ‚Wasser’, ‚Feuer’ oder ‚Luft’/ Odem). Jesus habe nach dem Zeugnis der Evangelien in der Kraft des einen Heiligen Geistes die vielen „unreinen Geister“ ausgetrieben und sich von Not und Unheil der Menschen zutiefst betreffen lassen. „Gerade als ‚verwundeter Heiland’ ist er der Arzt der Kranken und Befreier vom Tod.“ (ars/kwh)
Hinweis: Weitere Information und Anmeldung bei Gertrud Hoffmann, Tel. 0711 1640-726 oder E-Mail: hoffmann@akademie-rs.de
Der Name von Kloster und Stadt inspirierte dazu, Künstlergärten in Weingarten entstehen zu lassen. Zeitgenössische Künstler gestalteten Gärten – recht artifiziell und organisch. Präsentiert werden diese in einem Parcours vom Martinsberg bis in die Stadt.
Vernissage
13. Juni 2010 um 11 Uhr
Ausstellungsdauer
13. Juni bis 19. September 2010
KUNST-RAUM-AKADEMIE
Tagungshaus Weingarten
Kirchplatz 7
88250 Weingarten
Telefon: 0751 5686-0
E-Mail: weingarten@akademie-rs.de
Öffnungszeiten
werktags von 9-18 Uhr; samstags und sonntags auf Anfrage
Öffentliche Führungen
7. August, 14.00 Uhr
11. September, 14.00 Uhr
