Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
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Donnerstag, 1. Oktober 2009

Kultusminister kündigt Ausweitung des islamischen Religionsunterrichts an

Fünfjährige Tagungsreihe in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart eröffnet

Stuttgart (ars). Aufgrund der positiven Erfahrungen im laufenden Schulversuch für islamischen Religionsunterricht an zwölf Grundschulen solle dieser fortgeführt und auf weitere Standorte ausgeweitet werden. Dies erklärte der Baden-Württembergische Kultusminister Helmut Rau im Rahmen der Tagung „Baden-württembergische Muslime – Perspektiven für die neue Generation“ am 30. September im Tagungszentrum der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Hohenheim.

Die Schülerzahl ist Rau zufolge mit diesem Schuljahr auf über 900 angewachsen. Eine Einführung des islamischen Religionsunterrichts an weiterführenden Schulen wäre daher begrüßenswert, so der Kultusminister. Jetzt stehe die Aufgabe an, dass Land und muslimische Vereinigungen in einen verbindlichen Dialog über die zukünftige Trägerschaft des Unterrichts kommen. Damit sich junge Muslime „hierzulande beheimatet fühlen“, müssten sie sich in den Bereichen Bildung und öffentliche Jugendarbeit beteiligen können.

Die muslimische Religionspädagogin Emina Corbo-Mesic hob den integrationsförderlichen Beitrag des Religionsunterrichts in deutscher Sprache hervor: „Auf Grund eigener jahrelanger Erfahrung weiß ich, wie vorteilhaft es für die Schüler sein kann, ihren Glauben in deutscher Sprache kennen zu lernen.“ Der Vorsitzende des Landesverbandes islamischer Kulturzentren, Yavuz Kazanc, verwies auf die enge Zusammenarbeit der großen Dachorganisationen DITIB, IGBW und VIKZ, die seit drei Jahren eng zusammenarbeiten. Diese Dachorganisationen stellten „eine Größenordnung dar, welche die Politik und Gesellschaft beim Thema Ansprechpartner nicht außer Acht lassen können“.

Die von Minister Rau eröffnete, auf fünf Jahre angelegte Tagungsreihe „Gesellschaft gemeinsam gestalten“ geht auf eine Initiative von Ministerpräsident Günther Oettinger zurück, der die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart im vergangenen Jahr darum gebeten hat, gemeinsam mit den muslimischen Vereinigungen eine jährlich stattfindende Konferenz einzuberufen. In einem Grußwort zur Tagung strich der Ministerpräsident die Notwendigkeit des Dialogs heraus. Es gebe für Demokraten „keine Alternative dazu, gemeinsam Zukunft zu gestalten, einander kennen und achten zu lernen, Probleme und Chancen miteinander anzugehen“. Die Tagungsreihe wird veranstaltet von der Landesregierung in Zusammenarbeit mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie der Robert-Bosch-Stiftung. (ars/kwh)

"Handlungsfelder von 'Gesellschaft Gemeinsam Gestalten'"...



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Vernissage
13. Juni 2010 um 11 Uhr

Ausstellungsdauer
13. Juni bis 19. September 2010

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