Stuttgart (ars). Die Tonsprache der Musik gilt noch vor der Wortsprache als der Schlüssel zur Verständigung zwischen den Kulturen; ist sie aber auch ein Schlüssel für den Dialog der Religionen? Dieser Frage geht die Tagung „Erdentöne – Himmelsklang“ vom 23. bis 25. Oktober im Tagungszentrum der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart nach.
Die von der katholischen und der evangelischen Akademie in Bad Boll sowie der Deutschen Buddhistischen Union gemeinsam veranstaltete Dialog-Tagung trägt den Untertitel: „Der Weg zu Harmonie und Vollkommenheit in Christentum und Buddhismus.“ Im Einladungsflyer heißt es, seit jeher gehörten Musik und Religion zusammen. Zitiert wird Augustinus mit dem Wort: „Wer singt, betet doppelt“; und: „Die Schöpfung hat sich in Musik vollzogen und trägt weiterhin davon die Spuren in sich.“
In der Antike und wieder zu Beginn der Neuzeit habe man Christus als wahren Orpheus dargestellt, der den vollkommenen Ein-klang zwischen Irdischem und Himmlischem herbeigeführt habe.
In den vom indischen Weltbild beeinflussten Kulturen des Buddhismus sei der Klang „die subtilste Manifestation von Schwingungen, aus denen in zunehmender Verdichtung die gesamte materielle Welt entsteht“. Eine zentrale Rolle in der religiösen Übungspraxis spielt der „Diamantweg“, wo Klang in Form von Keimsilben, Mantras, Anrufungen, Hymnen und Gebeten erscheine.
Entfaltet wird das Thema in fünf Vorträgen sowie einem Gesangsvortrag der orthodoxen Mönche vom Dreifaltigkeitskloster Buchhagen. Archimandrit Johannes spricht davor über den „Choral der Kirche als Widerhall des ewigen Gesangs der Engel“. Der Stuttgarter Komponist und Kirchenmusiker Detlef Dörner geht dem Gedanken der Vollkommenheit in der abendländischen Musik nach („Der Traum von der Weltharmonie“). Der Präsident der Buddhistischen Mission Ungarns, Lajos Pressing, untersucht den schöpferischen Klang in den spirituellen Traditionen des alten Indien („Im Anfang war das Wort“) und das Mantra als Weg spiritueller Entfaltung. Über die evangelische Kirchenmusik referiert Professor Bernhard Leube von der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen. (ars/kwh)
Hinweis: Weitere Informationen und Anmeldung bei Gertrud Hoffmann, Tel. 0711 1640-726 oder hoffmann@akademie-rs.de
Der Name von Kloster und Stadt inspirierte dazu, Künstlergärten in Weingarten entstehen zu lassen. Zeitgenössische Künstler gestalteten Gärten – recht artifiziell und organisch. Präsentiert werden diese in einem Parcours vom Martinsberg bis in die Stadt.
Vernissage
13. Juni 2010 um 11 Uhr
Ausstellungsdauer
13. Juni bis 19. September 2010
KUNST-RAUM-AKADEMIE
Tagungshaus Weingarten
Kirchplatz 7
88250 Weingarten
Telefon: 0751 5686-0
E-Mail: weingarten@akademie-rs.de
Öffnungszeiten
werktags von 9-18 Uhr; samstags und sonntags auf Anfrage
Öffentliche Führungen
7. August, 14.00 Uhr
11. September, 14.00 Uhr
