Stuttgart / Rottenburg (ars). „Um seines Gewissens willen“ lautet der Titel einer ganztägigen Veranstaltung zum 60. Todestag des Rottenburger Bekennerbischofs Joannes Baptista Sproll am Samstag, 7. März, im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart. An dem vom Geschichtsverein und der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart gemeinsam veranstalteten Studientag nimmt auch Bischof Gebhard Fürst teil.
Über die Frage, ob Bischof Sproll „bewusster Provokateuer oder Märtyrer wider Willen“ ist, referiert der Würzburger Kirchengeschichtler Dominik Burkhard. „Die Attraktivität des Nationalsozialismus für katholische Theologen“ ist Thema des zweiten Vortrags der Theologiegeschichtlerin Lucia Scherzberger (Saarbrücken). Grußworte sprechen zuvor der Kirchenbeauftragte der Landesregierung von Baden-Württemberg, Hubert Wicker, und der Vorsitzende des Stiftungsrats der Eugen-Bolz-Stiftung, Ministerialdirektor Klaus Tappeser.
Zum „Widerstand als stellvertretendes mitmenschliches Handeln“ spricht am Nachmittag der Historiker Peter Steinbach, Professor für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte an der Universität Mannheim sowie wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Zivilcourage heute – Folge historisch-politischer (Un-)Kultur?“ diskutieren neben Bischof Fürst und Professor Steinbach auch Alfred Geisel (Aalen), Sprecher für Baden-Württemberg im Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ sowie ehemaliger Landtagsvizepräsident.
Am Sonntag, 8. März, feiert Bischof Fürst im Rottenburger Dom (um 9:30 Uhr) ein Pontifikalamt anlässlich des 60. Todestages von Bischof Sproll. Bei der anschließenden Gedenkfeier in der Rottenburger Festhalle bewertet der Kirchengeschichtler Hubert Wolf (Münster) die Vorgänge in der Zeit des Bekennerbischofs.
Bischof Sproll, der am 4. März 1949 starb, wurde im Sommer 1938 durch die Nationalsozialisten aus seiner Diözese vertrieben, weil er sich geweigert hatte, an der Reichstagswahl und der damit verbundenen Abstimmung über den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich am 10. April 1938 seine Stimme abzugeben. Erst nach Kriegsende – am 12. Juni 1945 – sollte Sproll wieder nach Württemberg zurückkehren können. (ars/kwh)
Der Name von Kloster und Stadt inspirierte dazu, Künstlergärten in Weingarten entstehen zu lassen. Zeitgenössische Künstler gestalteten Gärten – recht artifiziell und organisch. Präsentiert werden diese in einem Parcours vom Martinsberg bis in die Stadt.
Vernissage
13. Juni 2010 um 11 Uhr
Ausstellungsdauer
13. Juni bis 19. September 2010
KUNST-RAUM-AKADEMIE
Tagungshaus Weingarten
Kirchplatz 7
88250 Weingarten
Telefon: 0751 5686-0
E-Mail: weingarten@akademie-rs.de
Öffnungszeiten
werktags von 9-18 Uhr; samstags und sonntags auf Anfrage
Öffentliche Führungen
7. August, 14.00 Uhr
11. September, 14.00 Uhr
