Stuttgart (ars). Im Darwinjahr 2009 veranstaltet die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart mehrere Gesprächsabende und Tagungen zum Verhältnis von Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube. Den Auftakt macht ein Abendvortrag im Tagungszentrum Hohenheim am Freitag, 27. Februar, mit dem Biologen und Theologen Christian Kummer von der Jesuitenhochschule für Philosophie in München. Der Leiter des Instituts für naturwissenschaftliche Grenzfragen hat im Januar sein Buch „Der Fall Darwin“ veröffentlicht und wird die darin enthaltenen Thesen vorstellen.
Charles Darwin, geboren vor 200 Jahren, hat durch die Veröffentlichung seines Buches „Über die Entstehung der Arten“ vor 150 Jahren die bis dahin gültige Anschauung von der Entstehung des Lebens und des Menschen radikal verändert. Nicht zuletzt provozierte er damit die Frage, ob die Entdeckung natürlicher Ursachen einen göttlichen Schöpfer überflüssig macht, weshalb „die Wirkungsgeschichte Darwins zugleich eine Konfliktgeschichte“ ist, heißt es im Einladungsflyer der Akademie. Diese Konfliktgeschichte reiche bis in die derzeitigen Auseinandersetzungen um Kreationismus auf der einen und den „neuen“ Atheismus auf der anderen Seite.
Als Biologe und Theologe stehe Christian Kummer „glaubwürdig für die Einsicht, dass Darwins Theorie keinen Todesstoß für den Glauben bedeutet“. Ein bloßes tolerantes Nebeneinander von zwei Weltsichten sei dem Autor jedoch zu wenig. Die These seines neuesten Buches und der Abendveranstaltung behaupte vielmehr „einen gegenseitigen Gewinn“. Nicht nur profitierten Theologie und Kirche von Darwin, auch die Biologie könne durch den Dialog gewinnen – „ohne theologische Grenzüberschreitung und Vereinnahmung“.
Die nächste Tagung zur Frage „Was die Biologie vom Bösen weiß“, findet vom 19. bis 21. Juni im Tagungshaus der Akademie in Weingarten statt unter dem Titel: „Darwins Zufall und die Übel der Natur“.
Hinweis: Veranstaltungsbeginn ist um 19 Uhr. Anmeldung und weitere Informationen unter peitz@akademie-rs.de, Tel. 0711 1640-746. Eine Rezension des Buches von Chr. Kummer findet sich unter http://www.forum-grenzfragen.de/grenzfragen/open/webtodate/aktuelles/50455094440bd0401/2301derfalldarwin.html
Der Name von Kloster und Stadt inspirierte dazu, Künstlergärten in Weingarten entstehen zu lassen. Zeitgenössische Künstler gestalteten Gärten – recht artifiziell und organisch. Präsentiert werden diese in einem Parcours vom Martinsberg bis in die Stadt.
Vernissage
13. Juni 2010 um 11 Uhr
Ausstellungsdauer
13. Juni bis 19. September 2010
KUNST-RAUM-AKADEMIE
Tagungshaus Weingarten
Kirchplatz 7
88250 Weingarten
Telefon: 0751 5686-0
E-Mail: weingarten@akademie-rs.de
Öffnungszeiten
werktags von 9-18 Uhr; samstags und sonntags auf Anfrage
Öffentliche Führungen
7. August, 14.00 Uhr
11. September, 14.00 Uhr
