„Christliche, muslimische und konfessionslose Kinder wachsen in unserem Land gemeinsam auf. Wir alle sind deshalb gefordert, über den Tag hinaus zu denken und zu handeln. Die Arbeit der Akademie ist in diesem Zusammenhang sehr wertvoll, denn sie fördert den offenen Dialog beispielsweise über den islamischen Religionsunterricht und die Ausbildung islamischer Theologen.“ Dies sagte Ministerpräsident Günther H. Oettinger am Mittwoch (7. Mai 2008) im Anschluss an eine gemeinsame Sitzung mit der christlich-islamischen Delegation der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die auf seine Einladung im Staatsministerium tagte.
Diskutiert wurden Ergebnisse des Projekts „Gesellschaft gemeinsam gestalten. Islamische Vereinigungen als Partner in Baden-Württemberg“, in welchem die katholische Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung, gemeinsam mit muslimischen Mitarbeitern eine strukturelle Bestandsaufnahme des Islam und des Dialoges im Land erstellt hat. Islamische Religionslehrer, Mitarbeiter der Pädagogischen Hochschulen, muslimische Vereinssprecher, kommunale Integrationsbeauftragte und kirchliche Akteure stellten dem Ministerpräsident ihre Erfahrungen vor. „Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, statt nur allgemeiner Debatten konkrete Sachthemen zu beraten. So werden Christen und Muslime ihrer gemeinsamen Verantwortung gerecht“, sagte Dr. Hansjörg Schmid, Projektleiter an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Während sich eine breite Mehrheit der Muslime für eine Imamausbildung in Deutschland ausspricht – so ein Ergebnis des Akademieprojekts –, sehen viele Moscheevereine das Pilotprojekt „Islamischer Religionsunterricht“ noch als Konkurrenz. Ihre Einschätzungen beruhten jedoch vielfach auf Informationsdefiziten, die durch ein persönliches Zugehen auf die Vereine, wie es auch im Projekt „Gesellschaft gemeinsam gestalten“ praktiziert wurde, überwunden werden könne. Auch wenn sich auf Landesebene noch keine Organisation gebildet habe, die für die Mehrheit der islamischen Vereinigungen sprechen könne, gebe es auf lokaler Ebene verschiedene Ansatzpunkte für eine verbändeübergreifende Zusammenarbeit, wurde von Seiten der Akademie betont.
Ministerpräsident Oettinger verwies auf den Erfolg des Modellversuchs „Islamischer Religionsunterricht“ an ausgewählten Grundschulen in Baden-Württemberg, der die Erwartungen übertroffen habe. Ziel sei, ebenso wie die christlichen Religionslehrer und Theologen ihre muslimischen Kolleginnen und Kollegen an deutschen Hochschulen auszubilden. „Im kommenden Jahr wollen wir eine erste Zwischenbilanz des Modellversuchs „Islamischer Religionsunterricht“ auch unter Beteiligung von Schulen, Lehrern, Eltern, Kultus- und Wissenschaftsministerium, Kommunen und Schulverwaltung ziehen“, kündigte Oettinger an.
Um den Dialog zu stärken und zu institutionalisieren habe er die Akademie und die Kirchen darum gebeten, gemeinsam mit den muslimischen Vereinigungen und weiteren Beteiligten eine jährlich stattfindende Konferenz einzuberufen, an der die Landesregierung hochrangig vertreten sein werde. “Wir wollen weiterhin miteinander im Gespräch bleiben. ‚Gesellschaft gemeinsam gestalten’ ist ein gutes Motto für die Zukunft von Kirchen, Religionen und Staat in Baden-Württemberg“, betonte Ministerpräsident Günther H. Oettinger.
Der Name von Kloster und Stadt inspirierte dazu, Künstlergärten in Weingarten entstehen zu lassen. Zeitgenössische Künstler gestalteten Gärten – recht artifiziell und organisch. Präsentiert werden diese in einem Parcours vom Martinsberg bis in die Stadt.
Vernissage
13. Juni 2010 um 11 Uhr
Ausstellungsdauer
13. Juni bis 19. September 2010
KUNST-RAUM-AKADEMIE
Tagungshaus Weingarten
Kirchplatz 7
88250 Weingarten
Telefon: 0751 5686-0
E-Mail: weingarten@akademie-rs.de
Öffnungszeiten
werktags von 9-18 Uhr; samstags und sonntags auf Anfrage
Öffentliche Führungen
7. August, 14.00 Uhr
11. September, 14.00 Uhr
